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Nomadland

Nomadland

USA 2020 - mit Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Swankie, Bob Wells ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Nomadland
Genre:Drama
Regie:Chloé Zhao
Kinostart:01.07.2021
Produktionsland:USA 2020
Laufzeit:ca. 108 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.nomadlandfilm.de/
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Fern (Frances McDormand) gehört zu den vielen Menschen, die nach der großen Rezession 2008 in den USA alles verloren hat. Ihre letzten Habseligkeiten hat sie in einen alten Van gepackt, mit dem sie fortan durch den Westen zieht. Überall dort, wo sie einen Job bekommt, macht sie in ihrem mobilen Zuhause Halt, bis es dann zum nächsten Ziel geht. Ihr neues Leben als moderne Nomadin kann Fern besonders durch die Menschen meistern, die schon länger durchs Land ziehen und Fern an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Dies ist im Kern die Rahmenhandlung des diesjährigen Oscar-Gewinners "Nomadland". Der Film mutet dabei wie eine Mischung auf Spiel- und Dokumentarfilm an, da Regisseurin Chloé Zhao die Geschichte von Fern in Aufnahmen und Gespräche mit den echten Nomaden Linda May, Swankie und Bob Wells einbettet.

Wie die Buchvorlage von Jessica Bruder möchte auch Zhao ein möglichst realistisches Bild vom modernen Nomadenleben in den USA nach dem wirtschaftlichen Untergang vieler kleiner Städte nachzeichnen. Das gelingt ihr, indem sie einige Ereignisse aus rund einem Jahr im Leben ihrer fiktiven Hauptfigur Fern präsentiert, die eben mit realen Charakteren an echten Locations inszeniert wurden. Es gibt keine klare Geschichte, sondern nur Momentaufnahmen, die zusammengenommen aber ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Es gelingt der Filmemacherin sehr gut, das Publikum in eine Welt eintauchen zu lassen, die einem irgendwie vertraut vorkommt und doch so unglaublich fremd wirkt.

Natürlich werden die Problematiken, die dazu führen, dass Menschen wie Fern zu modernen Nomaden werden, ebenso thematisiert, wie die harten, undankbaren Jobs, mit denen sie sich finanziell ein klein wenig über Wasser halten. Sehr schön herausgearbeitet ist, dass die Nomaden zwar wie Einzelgänger erscheinen, untereinander aber durchaus in einer Gemeinschaft leben, die fest zusammenhält – selbst dann, wenn man sich (noch) nicht kennt. In solchen Momenten, die oftmals in faszinierende Landschaftsaufnahmen getaucht sind, hätte der Film leicht Gefahr laufen können, das Leben von Menschen wie Fern zu romantisieren. Doch weder stilisiert sie Zhao zu stillen Helden, noch macht sie sie zu Opfern. Und das tut dem Film wirklich gut.

Denn er zeigt einfach Menschen, die bemüht sind, ein möglichst glückliches und selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen, auch wenn sie von der Gesellschaft fallen gelassen wurden. "Nomadland" ist eins ehr ruhiger, aber durchaus intensiver Film, der nachdenklich macht, gleichzeitig aber auch unglaublich lebensbejahend ist. Keine leichte Kost, aber auf jeden Fall: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Nomadland (USA 2020)"
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