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Ondine – Das Mädchen aus dem Wasser

Ondine – Das Mädchen aus dem Wasser

Irland 2009 - mit Colin Farrell, Alicja Bachleda-Curus, Alison Barry, Stephen Rea ...

Filminfo

Originaltitel:Ondine
Genre:Romantik, Drama
Regie:Neil Jordan
Kinostart:21.10.2010
Produktionsland:Irland 2009
Laufzeit:ca. 103 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.ondine-derfilm.de
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Nachdem das Märchen von der kleinen Meerjungfrau jüngst von Hayao Miyazaki in "Ponyo" kindgerecht aufbearbeitet worden ist, geht Regisseur Neil Jordan ("Crying Game", "Interview mit einem Vampir") die Thematik auf seine ganz eigene Art an und präsentiert dem Zuschauer ein wunderbares Märchen für Erwachsene, das mit tollen Bildern, inhaltlichem Tiefgang und überzeugenden Darstellern punkten kann.

Der Fischer Syracuse (Colin Farrell) staunt nicht schlecht, als er eines Tages neben ein paar Fischen auch eine junge Frau (Alicja Bachleda-Curus) in seinem Netz aus dem Meer zieht. Eigentlich will Syracuse seinen Fang umgehend ins Krankenhaus oder zur Polizei bringen, doch die rätselhafte Frau, die sich offenbar noch nicht einmal mehr an ihren Namen erinnern kann, besteht darauf, bei dem Fischer zu bleiben. Dem kommt das gar nicht gelegen, muss er sich doch ständig mit seiner Ex-Frau herum ärgern und sich um seine schwer kranke Tochter Annie (Alison Barry) kümmern. Doch Ondine, wie Syracuse das Mädchen aus dem Wasser nennt, übt eine ungeheure Anziehungskraft auf den einsamen Fischer aus und schon bald glaubt er, wieder echte Liebe empfinden zu können. Doch dann holt die Vergangenheit das junge Glück ein und es scheint, dass Märchen doch einfach zu schön sind, um wahr sein zu können…

"Ondine – Das Mädchen aus dem Wasser" ist ein einnehmendes Konglomerat aus Märchen für Erwachsene, Liebesgeschichte und Familiendrama. Eingetaucht in traumhaft schöne Bilder, die Christopher Doyle, Stamm-Kameramann von Wong Kar-wai, für Neil Jordan eingefangen hat, zieht der Film die Zuschauer schnell in seinen Bann. Die malerische Landschaft Irlands wirkt durch Doyles Kamera, wie auch die zauberhafte Alicjy Bachleda-Curus ("Friendship!"), so, als wäre sie nicht von dieser Welt. Dadurch wird eine Art märchenhafte Atmosphäre etabliert, der das realistisch anmutende Drama um Ondines wirkliche Herkunft und die gescheiterte Ehe von Syracuse als Kontrapunkt entgegengesetzt wird.

Dabei überzeugt Colin Farrell als vom Leben gezeichneter Fischer auf ganzer Linie. Zwar sind die Schicksalsschläge, mit denen sich Syracuse abkämpfen muss, vielleicht etwas zuviel des Guten. Er trockener Alkoholiker, finanziell am Ende, seine Tochter schwer krank und auch seine Ex macht ihm das Leben schwer. Doch Farrell schafft es, dem Charakter des Syracuse trotz all dieser dramatischen Schwere eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen, was das Sehvergnügen deutlich steigert. Besonders schön sind die Szenen, in denen sich Farrell die Leinwand mit Jordans Stamm-Darsteller Stephen Rea teilen darf, der hier als Geistlicher eine kleine Rolle übernommen hat. Die Beichtstuhlsequenzen zwischen den beiden wunderbaren Darstellern gehören zweifelsohne zu den schauspielerischen Höhepunkten des Films.

Sicherlich, es gibt Momente, da wirkt "Ondine – Das Mädchen aus dem Wasser" etwas bemüht und auch die ein oder andere Länge macht sich hier und da unangenehm bemerkbar. Doch unterm Strich ist Neil Jordan ein sehr schöner Film gelungen, der traumhafte Bilder und eine erwachsene Liebesgeschichte zu einem märchenhaften Ganzen verbindet. Daher gilt: absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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