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Dezember 2018
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Pacific Rim

Pacific Rim

USA 2013 - mit Charlie Hunnam, Idris Elba, Rinko Kikuchi, Charlie Day, Rob Kazinsky, Ron Pearlman u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Pacific Rim
Genre:Action, Sci-Fi, Fantasy
Regie:Guillermo del Toro
Kinostart:18.07.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 131 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.pacific-rim.de
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Immer haben wir geglaubt, dass Aliens, wenn sie einmal auf die Erde kommen würden, aus dem All in großen Raumschiffen angeflogen kommen würden. Weit gefehlt! Die Gefahr lauert nämlich nicht in den Weiten des Weltraums, sondern in den Tiefen unserer Ozeane. Hier hat sich ein Portal zwischen unserer Welt und einem anderen Universum aufgetan, aus dem in schöner Regelmäßigkeit gigantische Monster, genannt Kaiju, auftauchen und für Zerstörung, Tod und Verzweiflung sorgen. Die Menschheit setzt sich mit riesigen Robotern, die als Jaeger bezeichnet werden, gegen die Kaijus zur Wehr. Zunächst ist das auch relativ erfolgreich. Doch die Monster werden immer stärker und sie tauchen in immer kürzeren Abständen auf. Angeführt von dem unerschrockenen Stacker Pentecost (Idris Elba) soll der ehemalige Jaeger-Pilot Raleigh (Charlie Hunnam) in den alles entscheidenden Kampf gegen die Kaiju ziehen. Obwohl sich Raleigh, der sich nach dem Tod seines Bruders aus dem Jaeger-Programm zurückgezogen hatte, zunächst dagegen sperrt, erneut einen der riesigen Kampfroboter zu steuern, ändert er seine Meinung, als er in der unerfahrenen Rekrutin Mako (Rinko Kikuchi) die perfekte Co-Pilotin gefunden zu haben scheint. Doch während sich die Jaeger darauf vorbereiten, das Portal zwischen den Welten für immer zu schließen, macht der Wissenschaftler Newt (Charlie Day) eine Entdeckung, durch die Pentecost seine gesamte Kriegsführung in Frage stellen muss…

Nachdem Guillermo del Toro seinen Regieposten bei den "Hobbit"-Filmen an Peter Jackson abgegeben hat, wollte er sich eigentlich der Verfilmung von H.P. Lovecrafts Horrorgeschichte  "Berge des Wahnsinns" widmen. Doch obwohl sich Tom Cruise für die Hauptrolle interessierte und James Cameron als Produzent zur Verfügung stand, war dem Studio die Finanzierung eines extrem teuren Filmes, der sich an ein rein erwachsenes Publikum richtete, zu riskant und die Produktion wurde trotz guter Vorzeichen eingestampft. Doch anstatt Trübsal zu blasen, hat sich der Filmemacher bei einem anderen Herzensprojekt so richtig austoben dürfen. Beinahe 200 Millionen Dollar standen ihm zur Verfügung, um "Pacific Rim" auf die Leinwand zu bringen. Und dieses Geld wollte del Toro dann auch nutzen, um seinen Zuschauern den bestmöglichen Monster-SciFi-Actionfilm zu bieten. Und das ist ihm auch eindrucksvoll gelungen.

Die Trailer zum Film ließen eine Mischung aus "Godzilla" und "Transformers" erwarten. Doch del Toro hat das geschafft, woran Roland Emmerich und Michael Bay gescheitert sind. Er hat eine visuell großartig umgesetzte Materialschlacht inszeniert, die sich eben nicht nur auf Monster, Kampfroboter und Zerstörung verlässt, sondern auch einnehmende Charaktere, eine hervorragende Ausstattung und del Toros ganz speziellen Humor zu bieten hat. Sicherlich, "Pacific Rim" ist weder logisch noch dramaturgisch hoch anspruchsvolles Kino. Die Geschichte bedient sich etlicher Klischees und auch die Figuren sind arg schablonenhaft gezeichnet. Dennoch gelingt es del Toro meist mit nur kleinen Kniffen oder Dialogsequenzen, dem Ganzen seinen eigenen Stempel aufzudrücken und eine menschliche Note zu verpassen, durch die verhindert wird, dass der Kampf zwischen Kaijus und Jaegern zu einer seelenlosen Materialschlacht verkommt.

Das wird besonders deutlich bei der Art und Weise, auf die del Toro die beiden "Nerds" Newt und Gottlieb (Burn Gorman) zeichnet. Während besonders Raleigh als eher handelsüblicher Actionheld strahlen darf, schenkt del Toro den beiden Wissenschaftlern ihren eigenen Handlungsstrang, in dem sich besonders Newt ebenfalls mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln als Held beweisen darf. Die Welt wird hier eben nicht nur von Muskeln, sondern auch von Köpfchen gerettet. Aber auch den anderen Figuren, wie dem von Idris Elba ("Luther", "Prometheus") wunderbar verkörperten Pentecost oder Charlie Hunnams ("Sons of Anarchy") Raleigh kann del Toro genügend Charakter injizieren, um sie vor der kompletten Austauschbarkeit zu beschützen. Und mit seinem "Hellboy"-Star Ron Pearlman reichert er die Action dann noch mit einer gehörigen Portion Coolness und einer angenehme Prise Humor an, durch die der Unterhaltungswert des Films noch zusätzlich gesteigert wird.

Natürlich stehen aber die riesigen Monster und der Versuch, sie mit ebenso großen Robotern zu zerstören, ganz im Fokus der Aufmerksamkeit. Und auch hier haben Guillermo del Toro und seine Team ganze Arbeit geleistet. Anders als zuletzt bei "Man of Steel" oder aber bei den "Transformers"-Filmen, sind die Kampfsequenzen nicht zu überfordernd schnell geschnitten, dass man sie kaum wahrnehmen kann. Auch wenn einige Details immer wieder durch Dunkelheit verschluckt werden, sieht man fast immer, wofür das hohe Budget verwendet worden ist. Die Spezialeffekte sind großartig und das Design der Monster kann mit einigen originellen Einfällen punkten.

"Pacific Rim" funktioniert gerade deshalb so gut, weil es Guillermo del Toro in erster Linie darum ging, sein Publikum zu unterhalten. Er wollte einen ganz großen Spaßfilm inszenieren, bei dem man was fürs Auge geboten bekommt, bei dem man auch mal lachen kann, ohne dass dabei auf billige Pipi-Furz-Witzchen zurückgegriffen wird, wie etwa bei "Transformers 2". Ein Film, der spannend ist, mit tollen Effekten für große Augen sorgt und die Zuschauer für zwei Stunden komplett aus dem Alltag entführt. Logik und ausgefeilte Dramaturgie? Werden überbewertet. Schließlich gibt es Monster und große Roboter! Wer einfach richtig gute Popcorn-Unterhaltung sehen will und sich vom leider überall gegenwärtigen Zynismus nicht die Begeisterungsfähigkeit für große Fantasy-Geschichten hat nehmen lassen, der sollte sich "Pacific Rim" auf keinen Fall entgehen lassen. Absolut sehenswert!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Pacific Rim (USA 2013)"
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