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Picknick am Valentinstag – Blu-Ray

Picknick am Valentinstag – Blu-Ray

Australien 1975 - mit Anne-Louise Lambert, Karen Robson, Rachel Roberts, Kirsty Child, Vivean Gray u.a

Filminfo

Originaltitel:Picnic at Hanging Rock
Genre:Mystery, Drama
Regie:Peter Weir
Verkaufsstart:27.07.2012
Produktionsland:Australien 1975
Laufzeit:ca. 107 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (DTS HD-MA 2.0), Englisch (DTS HD MA 5.1 + 2.0)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.66:1)
Extras:Trailer, Bildergalerie
Regionalcode:B
Label:Koch Media
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Amazon Link : Picknick am Valentinstag – Blu-Ray

Film: Australien am 14.02.1900: Die Mädchen eines Eliteinternats freuen sich, da sie zu einem Picknick zum Hanging Rock fahren dürfen. Der Tag beginnt sehr ausgelassen, dürfen doch die Mädchen hinter der Stadtgrenze sogar ihre Handschuhe ausziehen. Doch der sonnige Ausflug verwandelt sich in einen düsteren Alptraum, als drei der Mädchen und ihre Lehrerin Miss McCraw (Vivean Gray) spurlos verschwinden. Alle Suchaktionen verlaufen erfolglos. Auch als eines der Mädchen unverhofft wieder auftaucht, kann sie das Rätsel nicht auflösen, da ihr jede Erinnerung an die Ereignisse fehlen. Und während die Hoffnung auf eine Rückkehr der übrigen Verschwundenen mehr und mehr schwindet, droht auch das Internat an den Folgen des Vorfalls nieder zu gehen…

Mit "Picknick am Valentinstag", der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Joan Lindsay, lieferte der australische Regisseur Peter Weir 1975 einen der bis dato international erfolgreichsten Filme aus Down Under ab und legte damit gleichzeitig den Grundstein für seine internationale Regiekarriere, die mit Filmen wie "Club der toten Dichter" und "Die Truman Show" ihre Höhepunkte gefunden hat. Mit einer faszinierenden Bildsprache und einem perfekt eingesetzten Soundtrack mit Stücken von Beethoven, Mozart und dem Panflötenspieler Gheorghe Zamfir, ist Weir ein Klassiker des Mystery-Kinos gelungen, an dem sich aber bis heute die Geister scheiden.

Das mag zum einen an der sehr ruhigen, melancholischen Inszenierung wirken. Die Geschichte wird mit sehr vielen stillen Momenten erzählt, die einige Zuschauer gerade aus heutiger Sicht als Längen empfinden könnten. Selbst der um einige Minuten gestraffte Director`s Cut hat noch etliche solcher Momente aufzuweisen, die aber eben auch den ganz besonderen Reiz des Filmes ausmachen.

Zum anderen dürften sich die meisten Kritiker des Films aber an dem völlig offenen Ende und den zahlreichen symbolträchtigen Bildern stören, die viele Deutungen zulassen, aber keine eindeutige Aufklärung erfahren. Uhren, die am Tag des Verschwindens der Mädchen um 12 Uhr stehen bleiben, eine rote Wolke, die Tatsache, das eines der Mädchen ihr Verschwinden geradezu vorhergesehen hat oder dass die ebenfalls vermisste Lehrerin Miss McCraw fast völlig unbekleidet nahe der Stelle, wo die Mädchen verschwunden sind, gesehen wurde, all das lässt sowohl reale, als auch übersinnliche Erklärungen zu, kann sogar im biblischen Sinne gedeutet werden, wird aber von Weir auch nicht ansatzweise aufgelöst. Was für Bewunderer des Films seine ganz große Stärke ausmacht, wirkt eben auf andere eher enttäuschend und störend.

Doch wer das erklärende Ende der Geschichte, das erst in einer späteren Ausgabe des Buches nachgereicht wurde, kennt, der weiß, dass der Film an Wirkungskraft deutlich verloren hätte, hätte Weir diese – oder eine eigene – Auflösung des Geheimnisses übernommen. "Picknick am Valentinstag" ist, wie die Geschichte, die der Film erzählt, ein Mysterium, ein faszinierendes Stück Kino, das nach über 35 Jahren kaum etwas von seiner Wirkung verloren hat, auch wenn sich die Inszenierung mittlerweile fast komplett den gängigen Sehgewohnheiten entzieht. Ein Muss für alle Liebhaber des außergewöhnlichen Films und für alle Sammler. Absolut empfehlenswert!

Bild + Ton: Auf der Blu-Ray liegt der Film in einer digital remastered Fassung vor. Auch wenn es hier und da kleine Drop Outs gibt und in den dunklen Szenen deutliches Bildgrieseln ausgemacht werden kann, hinterlässt die visuelle Umsetzung des Klassikers insgesamt einen sehr guten Eindruck. Die Farbtöne sind kräftig und sehr gut abgemischt und unterstützen so die ganz besondere Atmosphäre des Films. Der Ton wird von den sehr direktional abgemischten Dialogen bestimmt, doch auch die für die Wirkung des Films sehr wichtige Filmmusik und einige kleinere Umgebungsgeräusche und Soundeffekte sorgen für ein an sich stimmiges Klangbild. Für einen fast vierzig Jahre alten Film absolut in Ordnung!

Extras: Auf der Einzel-Disc befinden sich lediglich der australische Trailer zum Film, ein Double-Features Trailer, der auch für Weirs Film "Die letzte Flut" wirbt, sowie einen TV-Spot und eine Bildergalerie. Wer mehr Extras und die Kinofassung des Films besitzen möchte, der muss zur 4 Disc Edition greifen. Hier sind neben der Blu-Ray noch drei DVDs mit den beiden Filmfassungen, sowie umfangreichen Extras enthalten.

Fazit: An "Picknick am Valentinstag" mögen sich die Geister scheiden. Unbestritten aber ist, dass Peter Weir mit seinem mysteriösen Thriller-Drama ein ganz besonderer Film gelungen ist, der Dank seiner einnehmenden Atmosphäre und seiner vielschichtigen Story zu recht als Klassiker gehandelt wird. Auf der Blu-Ray zeigt sich der Film in technisch überarbeitetem Glanz, der zwar immer noch einige altersbedingte Schwächen aufweist, insgesamt aber einen wirklich positiven Eindruck hinterlässt. Die Einzel-Disc bietet nur wenige Extras, sattes Bonusmaterial hat nur die 4 Disc DVD/Blu-Ray Edition zu bieten. Für Liebhaber außergewöhnlicher Filmklassiker und für Sammler ein absolutes Muss!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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