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Oktober 2018
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Pitch Perfect

Pitch Perfect

USA 2012 - mit Anna Kendrick, Skylar Astin, Brittany Snow, Ben Platt, Rebel Wilson, Anna Camp u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Pitch Perfect
Genre:Komödie, Musikfilm
Regie:Jason Moore
Kinostart:20.12.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 112 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.pitchperfect-film.de
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Für Beca (Anna Kendrick) gibt es im Leben eigentlich nur eine Leidenschaft: die Musik! Ihre Mitmenschen sind ihr völlig egal, sind die meisten von ihnen doch nur komplette Idioten. Doch in der Musik kann Beca richtig aufblühen, weshalb sie sich auch ihre berufliche Zukunft nur in diesem Bereich vorstellen kann. Doch ihrem Vater zuliebe, versucht sich Beca jetzt erst einmal widerwillig an der Uni. Und da sie ihrem Vater das Versprechen abringen konnte, ihren Träumen nachgehen zu dürfen, wenn sie ein Jahr lang ein ganz normales College-Leben ausprobiert hat – die Teilnahme an einer gemeinschaftlichen Aktivität inklusive. Und so landet Beca bei den Bellas, einer Mädchen- A-Capella Gruppe, die in diesem Jahr unbedingt bei den College-A-Capella Meisterschaften gewinnen will. Zu dumm nur, dass die bunt zusammengewürfelte Truppe alles hat, nur kein Talent. Doch ausgerechnet Beca schafft es, den Bellas den notwendigen Schwung zu verleihen, der die Gruppe an die Spitze der Meisterschaft katapultieren könnte. Doch das sieht die ehrgeizige Aubrey (Anna Camp), die Frontfrau der Bellas, gar nicht gerne. Und so scheint Becas Aus bei den Bellas schon gekommen, bevor sie sich richtig warm gesungen hat…

"Pitch Perfect" ist ein wenig wie die ungezogene große Schwester von "High School Musical" und "Glee". Die Protagonisten sind etwas älter, sind daher auch nicht mehr an der Highschool, sondern am College. Und auch der Humor ist ein wenig schlüpfriger und in den besten Momenten des Films auch bissiger, als das etwa bei manchen Episoden von "Glee" der Fall ist. In den Gesangsszenen, in denen meist aktuelle oder auch etwas ältere Popsongs auf originelle Weise interpretiert und miteinander vermischt werden, kann der Film von Broadway-Regisseur Jason Moore ("Avenue Q.", "Shrek the Musical") auch wirklich überzeugen. Ansonsten aber ist das Ganze eher eine Ansammlung verpasster Chancen.

Die Zutaten sind an sich die Richtigen. Die Intrigen und Stutenbissigkeit innerhalb des A-Capella Zirkus erinnern ein wenig an die wunderbare Satire "Gnadenlos schön" mit Kirsten Dunst. Doch wo dieser Film mit größtmöglicher Bissigkeit über Schönheitswettbewerbe herzog, verlässt sich der humorvolle Blick auf die tatsächlich existierende Welt der College-A-Capella Meisterschaften zu sehr auf billige Zoten und abgestandene Gags. So spielt Rebel Wilson als Fat Amy etwa exakt den Charakter, den sie schon in "Brautalarm", "Die Hochzeit unserer dicksten Freundin" oder "Was passiert, wenn`s passiert ist" gespielt hat. Das mag ja mal ganz amüsant sein, ist auf die Dauer aber einfach nur überraschungsarm, nervig und auch ein wenig ordinär. Auch, dass Anna Camp gleich in den ersten Minuten mal kräftig in Richtung Publikum kotzen darf, hebt nicht gerade das Niveau dieser Komödie, für deren Drehbuch immerhin die Autorin von so gelungenen Comedy-Serien wie "New Girl" und  "30 Rock" verantwortlich ist.

Neben den zahlreichen komödiantischen Rohrkrepieren gibt es aber auch einige sehr gelungene Aspekte. So ist der Running Gag um die etwas schüchterne Bellas-Sängerin Lilly wirklich komisch, die vielen direkten Verweise auf und Zitate aus dem Werk von 80er Jahre Regie-Inkone John Hughes ("Breakfast Club") sind sehr nett umgesetzt und die Chemie zwischen der solide agierenden Anna Kendrick und Skylar Astin ist stimmig und sorgt für ein wenig nettes romantisches Prickeln. Das führt dazu, dass sich die gelungenen Aspekte und netten Gags in etwa die Waage mit den einfallslosen Momenten und abgestandenen Derbheiten halten. Damit ist "Pitch Perfect" weder ein kompletter Reinfall, noch eine komödiantische oder musikalische Offenbarung, sondern einfach ein netter Film – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Wer den Stil von "Glee" mag, sich diesen aber auch etwas überzogener und derber vorstellen kann, wer dazu noch eine Reihe sympathischer Darsteller und netter Gags in Verbindung mit eingängigen A-Capella Songs geboten bekommen möchte und dabei auch über einige deutliche Schwächen hinweg sehen kann, der wird bestimmt der Meinung sein, dass  "Pitch Perfect" genau den richtigen Ton getroffen hat. Wer aber darauf hofft, hier etwas mehr satirischen Biss und etwas niveauvolleren Humor geboten zu bekommen, der wird sich an so mancher Szene mit Sicherheit derart ärgern, dass darunter auch der Gesamteindruck des Films deutlich zu leiden haben wird. Das reicht unterm Strich dann noch für ein: mit Abstrichen durchaus noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Pitch Perfect (USA 2012)"
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