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Mai 2018
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Poliezei

Poliezei

Frankreich 2011 - mit Maïwenn, Karin Viard, Mariana Foïs, Joey Starr, Nicolas Duvauchelle u.a

Filminfo

Originaltitel:Polisse
Genre:Drama
Regie:Maïwenn
Kinostart:27.10.2011
Produktionsland:Frankreich 2011
Laufzeit:ca. 127 Min.
Webseite:www.poliezei-film.de
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Um das Image der Einheit für Jugendschutz bei der Pariser Polizei zu verbessern, gestattet Beauchard (Wladimir Yordanoff), der Chef der Dienststelle, der Fotografin Melissa (Maïwenn), die Frauen (u.a. Karin Viard und Mariana Foïs) und Männer (u.a. Arnaud Henriet und Jérémie Elkaim) der Abteilung bei ihrer alltäglichen Arbeit zu beobachten. Während der Leiter der Einheit Balloo (Frédéric Pierrot) der jungen Frau die volle Unterstützung zusagt, lehnt der aufbrausende Fred (Joey Starr) die Anwesenheit der Fotografin kategorisch ab. Denn er ist überzeugt davon, dass ihre Berichterstattung negativ und reißerisch ausfallen wird und nicht die dunkle Realität wiedergeben wird, mit der sich die Polizisten Tag für Tag herumschlagen müssen. Doch ein traumatischer Einsatz ändert Freds Einstellung drastisch...

Mit "Poliezei", dessen Schreibweise bewusst falsch ist, hat Regisseurin Maïwenn ein packendes Drama geschaffen, das in manchen Momenten fast schon dokumentarisch daher kommt. Nachdem sie einige Zeit bei der Jugenschutz-Einheit verbracht hat und lange Gespräche mit den Polizisten über ihre Arbeit geführt hat, verarbeitete die Filmemacherin diese Geschichten in einem Drehbuch, das sie nur zurückhaltend mit dramaturgischen Freiheiten ergänzt oder geändert hat. Getragen von einem großartigen Darstellerensemble ist so ein packender Einblick in die Arbeit der Polizeibeamten entstanden, der mal humorvoll, mal traurig und dann wieder erschreckend ist und wütend macht.

Besonders gut zeigt der Film, was die Arbeit aus den Polizisten macht. Entweder man baut ein emotionales Schutzschild auf, wobei es unglaublich schwer ist, dies nach Ablauf der Schicht abzuschalten, oder die Schicksale, denen man hier Tag für Tag begegnet fressen einen langsam aber sicher auf. Das wird sowohl im privaten Umfeld, aber auch im Umgang mit Opfern und Tätern deutlich. Es ist Maïwenn hoch anzurechnen, dass sie die Beamten nicht zu unfehlbaren Helden hochstilisiert, sondern sie Mensch sein lässt, mit allen Ecken und Kanten, mit allen Stärken und Schwächen. Genau das macht diesen Film so einnehmend.

Es mag sein, dass sich der Film hier und da auf zu vielen Handlungsschauplätzen aufhält und das Ganze durch oberflächlich betrachtet eher unnötige Szenen in die Länge gezogen wird. Es ist zudem fraglich, ob es einiger besonders dramatischer Szenen, das Finale eingerechnet, wirklich bedurft hätte, um aus "Poliezei" einen derart starken Film zu machen. Doch nichtsdestotrotz verfügt das Drama trotz kleiner Längen und Fehltritte über eine enorme Kraft, die den Zuschauer fesselt und lange nach dem Abspann noch nicht wieder loslässt.

Einfühlsam und doch schockierend, schonungslos und dennoch unterhaltsam, mal schwer zu ertragen dann wieder überraschend komisch, all das ist "Poliezei". Wer anspruchsvolle europäische Dramen mag, der sollte sich diesen in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichneten Film auf keinen Fall entgehen lassen. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Poliezei (Frankreich 2011)"
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