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September 2018
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Prometheus – Dunkle Zeichen

Prometheus – Dunkle Zeichen

USA 2012 - mit Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Logan Marshall-Green, Idris Elba u.a

Filminfo

Originaltitel:Prometheus
Genre:Sci-Fi, Abenteuer, Horror, Thriller
Regie:Ridley Scott
Kinostart:09.08.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 124 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.prometheus-derfilm.de
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Wenn es einen Regisseur gibt, der das moderne Science-Fiction Kino nachhaltig geprägt hat, dann ist das zweifelsohne Ridley Scott. Mit "Blade Runner" und natürlich "Alien" hat er zwei Klassiker des Genres inszeniert, die bis Heute zu den besten Genrevertretern aller Zeiten gehören. Und so ist es dann auch nur wenig verwunderlich, dass die Nachricht, Scott würde nicht nur zum Science-Fiction-Film, sondern auch in das von ihm geschaffene "Alien"-Universum zurückkehren, bei Fans großes Entzücken und noch größere Erwartungen hervorgerufen hat. Doch diese Erwartungen sollten auf jeden Fall zurückgeschraubt werden. Denn weder ist "Prometheus – Dunkle Zeichen" das erhoffte "Alien"-Prequel, noch ist dem Altmeister ein neuer Genre-Meilenstein gelungen. Doch das heißt natürlich noch lange nicht, dass sein neuester Ausflug in die besonders dunklen Tiefen des Weltalls nicht trotzdem ein ganz großes Stück Unterhaltungskino geworden ist.

Nachdem die beiden Forscher Shaw (Noomi Rapace) und Holloway (Logan Marshall-Green) an verschiedenen Orten auf der Erde auf mysteriöse Weise übereinstimmende Zeichnungen gefunden haben, sind sie überzeugt davon, dass es sich dabei um Hinweise auf außerirdische Besucher handelt, die den Ursprung des menschlichen Lebens erklären könnten. Im Auftrag des Großkonzerns Weyland Industries reisen Shaw und Holloway mit einem von der unterkühlten Meredith Vickers (Charlize Theron) geleiteten Team in dem Raumschiff "Prometheus" auf eine Expedition in die Tiefen des Alls. Doch die zweijährige Reise führt sie zu einem Ort, der ihnen nicht nur die erhofften Antworten auf den Anfang der Menschheit, sondern auch auf deren Ende liefern könnte…

Um es noch einmal zu betonen: "Prometheus – Dunkle Zeichen" ist KEIN direktes Prequel zu "Alien". Der Film spielt im selben Universum, es gibt einige deutliche Parallelen zwischen den beiden Filmen, ein paar offensichtliche Verweise und die letzten 30 Sekunden könnten dann doch als kleine Vorgeschichte zu Scotts Klassiker von 1979 durchgehen. Doch davon abgesehen sollte sein neuester Ausflug in die Welt des Science-Fiction Films als ein eigenständiges Werk angesehen werden, das nicht von den ständigen Vergleichen mit "Alien" erdrückt wird. Denn diesen kann der Film einfach nicht standhalten. Dafür ist die etwas überfrachtete Story einfach zu holprig und löchrig umgesetzt. Zudem fehlt der ganz große Aha-Effekt, der aus einem guten einen großartigen Genrevertreter machen würde.

Wem es gelingt, sich von den hohen Erwartungen zu lösen und dem übermächtigen Drang, die Vergleiche mit "Alien" zu bemühen, widerstehen kann, der wird erkennen, dass "Prometheus – Dunkle Zeichen" ein sehr guter, visuell ansprechender und auf seine eigene Art sehr effektiver Sci-Fi Horror geworden ist, der mit einigen starken Bildern, ordentlichen Spannungsmomenten und vereinzelten Schockeffekten überzeugen kann. Zugegeben, die Geschichte über die Suche nach dem Ursprung unseres Seins bleibt zu oberflächlich, um wirklich interessante philosophische oder religiöse Diskussionsanregungen zu bieten. Und auch einige der Darsteller bleiben verhältnismäßig blass. Lediglich Noomi Rapace, Michael Fassbender als Androide David, Idris Elba ("Luther") als extrem cooler Kapitän der Prometheus und Charlize Theron als unterkühlte Expeditionsleiterin hinterlassen so etwas wie Eindruck, wobei auch hier das Gefühl bleibt, dass ihre Charaktere noch mehr Tiefe hätten vertragen können.

Von einem neuen Meilenstein der Filmgeschichte ist "Prometheus – Dunkle Zeichen" aus diesen Gründen dann auch weit entfernt. Dennoch ist der Film trotz seiner Schwächen ein Zeugnis vom großen Talent seines Regisseurs. Scott zaubert einige großartige Momente auf die Leinwand, die mal extrem bombastisch daher kommen, mal ihre Größe in kleinen Details offenbaren. Das Zusammenspiel aus faszinierenden Sets mit aufwendigen Designs, spektakulären CGI-Effekten und einer recht effektiven 3D-Optik zieht den Zuschauer effektiv in das Geschehen hinein, der ordentliche Spannungsaufbau, das Sound-Design und nicht zuletzt der Soundtrack von Marc Streitenfeld sorgen dafür, dass man bis zum Finale gefesselt bleibt. Mag sein, dass der Film im Vergleich zu Scotts anderen Genre-Meisterwerken etwas enttäuscht. Aber sind wir doch ehrlich: ein schwacher Sci-Fi-Thriller von Ridley Scott ist immer noch besser, als die meisten anderen Vertreter, die dieses Genre in der jüngeren Vergangenheit hervorgebracht hat.

Nach der Pressevorführung wurde "Prometheus – Dunkle Zeichen" so kontrovers diskutiert, wie kaum ein anderer Film in der letzten Zeit. Und immer wieder wurde deutlich, dass eben die Zuschauer enttäuscht von dem Film waren, die hier ein neuen "Alien" erwartet haben, eine neue Revolution, durch die ein ganzes Genre neu definiert wird. Und diese übertriebene Erwartungshaltung, die in leider auch von Marketing und Berichterstattungen unterstützt wurden, ist dem Film gegenüber einfach nicht fair. Zuschauer, die den Film vielleicht an sich mögen würden, wird so die Möglichkeit genommen, die in hohem maß vorhandenen starken Aspekte des Films zu erkennen und zu würdigen. Sicherlich, auch ohne die falschen Erwartungen gibt es genügend Gründe, warum der Film nicht allen Zuschauern gefallen wird. Doch dass er zum Teil gerade von Fans des Sujets und der "Alien"-Filme regelrecht angefeindet wird, das hat Scott einfach nicht verdient.

Langer Rede, kurzer Sinn: "Prometheus – Dunkle Zeichen" ist inhaltlich nicht so tiefgründig, wie es der Film gerne wäre. Er ist nicht so revolutionär, wie es manche Fans gerne hätten. Und er muss dramaturgisch mit einigen Schwächen kämpfen. Doch insgesamt ist Ridley Scott ein sehr guter Science-Fiction Thriller gelungen, der großartig aussieht, unterhaltsam inszeniert ist und einige Szenen zu bieten hat, die noch lange im Gedächtnis bleiben. Das ist feinstes Unterhaltungskino, das vielleicht nur eine kleine Fußnote innerhalb der Filmgeschichte einnehmen wird, im gegenwärtigen Genrekino aber auf jeden Fall einen Spitzenplatz verdient hat. Und genau deshalb gibt es auch von mir ein: absolut empfehlenswert!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Prometheus – Dunkle Zeichen (USA 2012)"
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