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Mai 2018
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Ready Player One

Ready Player One

USA 2017 - mit Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, Simon Pegg, Mark Rylance u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Ready Player One
Genre:Abenteuer, Sci-Fi, Action
Regie:Steven Spielberg
Kinostart:05.04.2018
Produktionsland:USA 2017
Laufzeit:ca. 140 Min
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.facebook.com/WarnerBrosDE
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In einer nicht allzu fernen Zukunft ächzt die Menschheit unter Kriegen, knappen Ressourcen und einem verrücktspielenden Weltklima. Wade Watts (Tye Sheridan) nutzt jede sich ihm bietende Gelegenheit, um der tristen Realität zu entfliehen und sich in der OASIS aufzuhalten, einer virtuellen Welt, in der er sein kann was und aussehen kann wie er will. Diese Welt, in der die User ihrer Fantasie freien Lauf lassen können, ist der Rückzugsort für die meisten Menschen. Erschaffen wurde die OASIS von dem exzentrischen Genie James Halliday (Mark Rylance). Als der Einzelgänger starb, verfügte er, dass sein komplettes Vermögen und die totale Kontrolle über die OASIS an denjenigen gehen soll, dem es gelingt, ein Easter Egg zu finden, das Halliday tief in der OASIS versteckt hat. Das gelingt nur, wenn man die Aufgaben bewältigt, die einen zu den geheimen Schlüsseln führen. Seit Jahren versuchen sich zahlreiche Jäger daran, das Easter Egg zu finden, beißen sich jedoch noch an der ersten Aufgabe die Zähne aus. Auch Wade gehört zu diesen Spielern, die die Hoffnung auf das große Vermögen noch nicht aufgegeben haben. Nach zahllosen Versuchen gelingt ihm eines Tages der große Clou: er findet den ersten Schlüssel. Doch damit hetzt er auch eine Organisation auf sich, die um jeden Preis die Kontrolle über die OASIS übernehmen will…

Der Roman "Ready Player One" von Ernest Cline gilt als absoluter Kultroman, gerade für Liebhaber der Popkultur der 80er Jahre. Und wer wäre da besser für eine filmische Adaption geeignet als der Mann, der diese Ära wie kaum ein Zweiter geprägt hat. Steven Spielberg, dessen Arbeit als Regisseur und Produzent im Buch natürlich nicht unerwähnt bleibt, stand dabei vor einer nicht ganz einfachen Aufgabe. Er musste gleich zwei Welten kreieren, die den Zuschauer in die Geschichte hineinziehen. Zum einen die reale Welt, die zwar futuristisch anmuten soll, aber dennoch in unserer Gegenwart verankert ist und so einen gewissen Wiedererkennungswert besitzt. Zum anderen die virtuelle Welt, die fantasievoll, grenzenlos und voller Wunder sein muss, aber dennoch nicht zu fremd oder überladen wirken darf.

Beides hat Spielberg mit Bravour geschafft. Das zeigt sich besonders an der Tatsache, dass man als Zuschauer schnell vergisst, dass die Avatare doch sehr künstlich aussehen. Man wird mitgerissen vom Detailreichtum der OASIS, der sich nicht alleine auf das Auftauchen von Kultfiguren der Popkultur – wie King Kong, Freddy Kruger, Hello Kitty und und und – beschränkt. Auch wenn die Vielfalt und die Größe der Welten der OASIS, wie sie im Buch beschrieben sind, nicht wirklich vermittelt wird, so gelingt es Spielberg doch sehr gut, einen virtuellen Spielplatz zu zaubern, auf dem sich die Augen der Zuschauer richtig schön austoben können. Zugegeben, das ist mitunter etwas zu viel und es bedarf eines mehrmaligen Ansehens des Films, um wirklich alle Details zu erkennen. Doch den kompletten visuellen Overkill hat Spielberg zum Glück vermieden, indem er sich auch Zeit für viele Charaktermomente in der realen Welt nimmt, die nicht minder gut funktionieren.

Gut, auch hier nimmt sich der Film gegenüber der Buchvorlage einige Freiheiten. So sieht die cineastische Inkarnation von Wade Watts deutlich besser aus, als von Cline beschrieben. Auch ähnelt ihm sein Avatar, anders als im Buch, nicht wirklich. Das ändert freilich wenig an dem überaus hohen Unterhaltungswert des Films. Tempo, Action, Spannung, Humor – fast immer wird genau der richtige Knopf gedrückt. Besonders gelungen ist genau die Sequenz, in der sich der Film am weitesten vom Buch entfernt: beim Erlangen des zweiten Schlüssels. Mussten sich Wade und seine Freunde im Roman in den Film "War Games" begeben, ist es im Film ein ganz anderes, eher gruseliges Kultwerk. Und die Hommage an diesen Klassiker ist gelinde gesagt großartig!

Davon ausgehend, dass die Handlung strenggenommen etwas dürftig ist und der Film dramaturgisch nicht viel mehr bietet, als ein knalliges Videogame, ist "Ready Player One" wirklich ganz große Kinounterhaltung geworden. Mit zwei komplett unterschiedlichen Filmen, die nur wenige Monate voneinander getrennt in die Kinos kamen ("Die Verlegerin" startete erst vor wenigen Wochen in Deutschland), untermauert Steven Spielberg einmal mehr seinen Status als einer der größten und wichtigsten Regisseure des modernen Unterhaltungskinos. Wer gerade seine Fantasyfilme mag, die Popkultur der 80er liebt und auch gegen eine gewisse Videospiel-Optik nichts einzuwenden hat, der sollte sich diese gelungene Bestsellerverfilmung nicht entgehen lassen. Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Ready Player One (USA 2017)"
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