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R.E.D. – Älter, Härter, Besser

R.E.D. – Älter, Härter, Besser

USA 2010 - mit Bruce Willis, Mary-Louise Parker, Morgan Freeman, Helen Mirren, John Malkovich ...

Filminfo

Originaltitel:RED
Genre:Action, Komödie
Regie:Robert Schwentke
Kinostart:28.10.2010
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 111 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.red-derfilm.de
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Es ist sehr schön, dass sich einige Filmemacher und auch Schauspieler standhaft weigern, dem krankhaften Jugendwahn Hollywoods nachzugehen. Nachdem zuletzt Sylvester Stallone in "The Expendables" eine schlagkräftige Rentnergang erfolgreich über die Kinoleinwände gejagt hat, trommelt nun der deutsche Regisseur Robert Schwentke ("Flightplan", "Die Frau des Zeitreisenden") ebenfalls eine illustre Runde

Frank Moses (Bruce Willis) kann sich so gar nicht damit abfinden, ein Rentner zu sein. Einst war er die beste Geheimwaffe des CIA, doch jetzt bestimmt ödes Nichtstun seinen Alltag im Zwangsruhestand. Nur die regelmäßigen Anrufe mit Sarah (Mary-Louise Parker), einer Angestellten der Pensionskasse, die Frank immer wieder wegen angeblich verloren gegangener Rentenschecks kontaktiert, erhellen sein graues Dasein. Nach einigen Monaten faßt sich der Ex-Agent ein Herz und beschließt, seiner Telefonbekanntschaft einen Besuch abzustatten. Obwohl die sich eigentlich auch darauf freut, fällt das erste Treffen dann doch etwas anders aus, als erwartet. Denn Frank muss Hals über Kopf sein Rentner-Domizil verlassen, als dieses von einem Killerkommando attackiert wird. Und da er aus Erfahrung weiß, dass seine Angreifer wohl ganz genau wissen, dass er ein gewisses Interesse an Sarah hat, steht diese ganz sicher auch auf der Liste der unbekannten Feinde.

Und so nimmt Frank die völlig überforderte Sarah gegen ihren Willen in seine Obhut und macht sich mit ihr im Schlepptau daran, herauszufinden, wer ihm das Licht ausknipsen möchte. Unterstützung holt er sich dabei von einigen alten Kollegen (Morgan Freeman, John Malkovich, Helen Mirren) und findet mit deren Hilfe schnell heraus, dass der Eliminierungsauftrag gegen ihn direkt vom CIA kommt. Doch Frank Moses und sein Team lassen sich natürlich so leicht nicht einfach aufs Abstellgleis befördern…

Mit "R.E.D. – Älter, Härter, Besser" (R.E.D. steht dabei für : Retired, extremly dangerous, also: In Rente und extrem gefährlich) hat Robert Schwentke das Actiongenre zwar wirklich nicht neu erfunden. Die Geschichte ist etwas schwach und auch die meisten Actionsequenzen wirken irgendwie altbacken und nicht wirklich originell. Und trotzdem funktioniert der Film verdammt gut, bietet beste Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute. Grund dafür ist nicht nur die gut gelaunte Inszenierung, die sich auch selbst nicht zu ernst nimmt. In erster Linie ist das Gelingen des Films der wunderbaren Besetzung zu verdanken. Bruce Willis ist dabei cool wie eh und je, was etwa in einer Szene deutlich wird, in der er lässig aus einem fahrenden, sich drehenden Auto aussteigt und mit ruhiger Hand auf seinen CIA Verfolger Cooper (großartig gespielt von Karl Urban) feuert. Einzig wenn es darum geht, Sarah seine Zuneigung zu gestehen, tut sich der Haudegen etwas schwer, was Willis die Gelegenheit gibt, auch seine komödiantischen Talente einmal mehr unter Beweis zu stellen.

Auch Morgan Freeman als alter Schwerenöter, der keine Gelegenheit ausläßt, seinen jungen Pflegerinnen auf den Hintern zu starren, und Helen Mirren als leidenschaftliche Killerin, die selbst mit einer Maschinenpistole in der Hand stets die Contenance bewahrt. Die sichtliche Freude, mit der Mirren diese für sie eher untypische Rolle gespielt hat, ist der gefeierten Schauspielerin in jeder Sekunde anzusehen und überträgt sich so auch auf den Zuschauer.

Doch der heimliche Star des Films ist John Malkovich, der als Paranoiker Marvin die besten Lacher für sich verbuchen kann. Malkovich ist in diesem Film einfach wunderbar und seine Szenen alleine sind Grund genug, um den Kauf der Kinokarte zu rechtfertigen. Aber auch die kurzen Gastauftritte von Richard Dreyfuss ("Der weiße Hai") und dem inzwischen 93jährigen Ernest Borgnine machen diesen Film zu einem ganz wunderbaren Kinovergnügen. Sicherlich, inhaltlich ist "R.E.D. – Älter, Härter, Besser" keine echte Offenbarung und vielleicht sogar eine kleine Enttäuschung. Doch am Ende rückt dieser Kritikpunkt völlig in den Hintergrund. Denn das, was Robert Schwentke mit seinem Film erreichen wollte, nämlich den Zuschauern einfach gut gemachtes Kinovergnügen mit enormen Unterhaltungswert zu bieten, erfüllt der Streifen voll und ganz. Eine Traumbesetzung, tolle Action und gute Gags, all das macht "R.E.D. – Älter, Härter, Besser" trotz inhaltlicher Schwächen zu einem der besten Actionfilme des Jahres. Unbedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "R.E.D. – Älter, Härter, Besser (USA 2010)"
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