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Mai 2018
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Resturlaub

Resturlaub

Deutschland 2011 - mit Maximilian Brückner, Mira Bartuschek, Stephan Luca, Melanie Winiger, Martina Hill u.a

Filminfo

Genre:Komödie
Regie:Gregor Schnitzler
Kinostart:11.08.2011
Produktionsland:Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.resturlaub-film.de
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Nicht nur die Romane des ehemaligen "Wochenshow" und "Ladykracher" Autors Tommy Jaud erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch die Verfilmung seines Erstlings "Vollidiot" mit Oliver Pocher in der Hauptrolle war ein respektabler Erfolg. Kein Wunder also, dass nun auch Jauds zweiter Bestseller "Resturlaub" den Weg ins Kino gefunden hat – für die Leinwand adaptiert vom Autor höchstpersönlich.

Im Mittelpunkt der Komödie steht der Mittdreißiger Pitschi Greulich (Maximilian Brückner), der einfach nicht wahrhaben möchte, dass er irgendwann einmal erwachsen werden muss. Doch als sein bester Freund Arne (Stephan Luca) heiratet und auch seine Freundin Biene (Mira Bartuschek) laut von einer gemeinsamen Zukunft mit Eigenheim und Kindern träumt, fällt Pitschi endgültig in eine tiefe Krise. Für ihn gibt es nur eine Lösung: weg – und zwar so schnell und so weit wie möglich. Während Biene und seine Freunde gemeinsam in den Urlaub gen Mallorca fliegen, täuscht Pitschi einen Überfall vor und bleibt in der Heimat – nur um einige Momente später in Richtung Buenos Aires zu flüchten. Dort will er das Leben in vollen Zügen genießen, Erfolg und sexy Liebhaberinnen inklusive. Doch so recht will ihm dieser Plan nicht gelingen und so könnte er eine schöne Zukunft mit Biene völlig umsonst aufs Spiel gesetzt haben...

Regisseur Gregor Schnitzler ("Die Wolke", "Soloalbum") scheint gerade zu Beginn eine wirklich gelungene Beziehungs-Komödie inszeniert zu haben. Der misslungene Junggesellenabend, peinliche Spiele bei der Hochzeit oder Pitschis Reaktion auf Bienes Kinderwunsch, all das steckt voller Witz und einer amüsanten Realitätsnähe. Die schönen Aufnahmen vom malerischen Bamberg tragen ebenfalls zu dem guten ersten Eindruck des Films bei. Doch leider ist der nicht von Dauer.

Schon die Tatsache, dass die "Gaststars" Martina Hill ("Switch Reloaded") und Comedian Dave Davis nur minimale Varianten bereits bekannter Figuren (bei Hill ist das ihre Heidi Klum Imitation, bei Davis sein Alter-Ego Motombo) präsentieren, lässt nicht viel Gutes ahnen. Und tatsächlich: je weiter die Geschichte voran schreitet, desto platter werden die Gags. Spontan-Erektionen oder das dem nervenden Vermieter ins Gesicht Pupsen liegen dabei noch auf der höheren Niveau-Skala. Das ist insofern schade, da der Film immer wieder sehr gelungene Momente inmitten der platten Zoten versteckt und so dem Potential, das die Geschichte durchaus in sich birgt, auch nicht annähernd gerecht wird.

Ob im "Tatort", oder in Kinofilmen wie "Allein", "Sophie Scholl" oder "Wer früher stirbt, ist länger tot", Maximilian Brückner hat schon mehrfach bewiesen, dass er zurecht zu den besten Schauspielern des jungen deutschen Kinos gehört. Doch Brachial-Comedy scheint Brückner nicht wirklich zu liegen. Auch wenn ihm hier und da der Spaß an der Rolle deutlich anzumerken ist, so liegt seine Leistung insgesamt weit unter dem Niveau, das man von den Mimen ansonsten gewöhnt ist. Auch die talentierte Mira Bartuschek darf leider nicht viel mehr zeigen, als einfach nur niedlich zu sein. Schade.

Sicherlich, "Resturlaub" hat einige sehr gute Lacher zu bieten. Doch die vielen platten und leider auch sehr abgestandenen Zoten und die eher missglückten Versuche, mit Slapstick zu punkten, lassen den Zuschauer bald hoffen, dass dieser Urlaub schnell enden möge. An sich gute Darsteller, ein fähiger Regisseur und schöne Drehorte hätten an sich etwas sehr viel Besseres verdient – genauso wie der Kinobesucher! Daher gilt: trotz einiger sehr schöner Momente nur etwas für ganz hartgesottene Fans der Buchvorlage!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Resturlaub (Deutschland 2011)"
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