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September 2018
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Riddick

Riddick

USA 2013 - mit Vin Diesel, Katee Sackhoff, Dave Bautista, Karl Urban, Jordi Molià u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Riddick
Genre:Sci-Fi, Action, Abenteuer, Horror
Regie:David Twohy
Kinostart:19.09.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 118 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.facebook.com/riddick.film
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Nur kurz währte Riddicks (Vin Diesel) Zeit als Lord Marshall der Necromongers. Nachdem ihn der hinterhältige Kommandant Vaako (Karl Urban) verraten und gestürzt hat, wurde er auf einen kargen Planeten gebracht und schwer verletzt dem unausweichlichen Tod überlassen. Doch so leicht lässt sich ein Riddick natürlich nicht ausschalten. Er besiegt Hunger, Durst und blutrünstige Monster und schafft es, sich zu einer verlassenen Station zu retten, von der er ein Notsignal aussenden kann. Natürlich kommt kein Rettungstrupp, um ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien, sondern gleich zwei Gruppen brutaler Kopfgeldjäger, die dem gefährlichsten Krieger der Galaxie nun endgültig das Lebenslicht ausknipsen wollen. Doch Riddick ist ihnen längst einen Schritt voraus und so wird aus den Jägern bald eine deutlich reduzierte Gruppe gnadenlos Gejagter, die verzweifelt gegen Alien-Monster und einen unberechenbaren Riddick kämpfen müssen…

Neun Jahre hat es gedauert, bis Vin Diesel und Regisseur David Twohy nach dem eher bescheidenen Erfolg von "Riddick – Chroniken eines Kriegers" zu der nicht nur bei ihnen persönlich, sondern auch bei vielen Fans so beliebten Figur des intergalaktischen Schwerverbrechers Riddick zurück zu kehren. War im 2004er Film vieles von dem, was den Charakter aus dem 2000er Überraschungserfolg "Pitch Black" so beliebt gemacht hat, unter einer zu aufgeblasenen Story und einer völlig überfrachteten Inszenierung verloren gegangen, wollten Diesel und Twohy mit dem dritten Film wieder zu den Anfängen zurück. Mit einem Drittel des Budgets, das ihnen 2004 zur Verfügung stand, wollten die Beiden dieses Mal wieder eine kleinere, dreckigere Geschichte erzählen, in der Riddick auch wieder die düstere Coolness an den Tag legen darf, die ihm so viele Fans eingebracht hat.

Nachdem die Eingangssequenz noch einmal gut verdeutlicht, warum "Riddick – Chroniken eines Kriegers" nicht funktioniert hat, schlägt der Film schnell eine ganz andere Richtung ein. Nur von einem gelegentlichen Voice-Over Kommentar begleitet muss sich ein geschundener Riddick gegen allerlei Gefahren und monströse Alien-Wesen behaupten, bevor er nach etwa 30 Minuten wieder auf andere Menschen trifft. Auch wenn hier viele Versatzstücke aus "Pitch Black" direkt aufgegriffen werden und weder die Geschichte, noch die Charakterzeichnung besondere Originalität aufweisen, steigt der Unterhaltungswert des Films stetig an.

Sicherlich, die Dialoge sind mitunter zum Davonlaufen schlecht und auch die Effekte sehen in manchen Momenten ein wenig billig aus. Gerade der Flug auf einem Weltraum-Motorrad über den Planeten erinnert von der Qualität ein wenig an den 80er Jahre "Flash Gordon". Das ist nicht unbedingt das, was man gemeinhin als ganz großes Kino bezeichnen würde. Dennoch funktioniert "Riddick" insgesamt richtig gut. Das liegt daran, dass der Film nicht auch nur eine Minute versucht, mehr zu sein, als eine kleine Trash-Perle. Vin Diesel weiß, dass Riddick ein klassischer B-Movie Charakter ist und als solcher funktioniert er auch richtig gut. Man merkt dem Spiel von Vin Diesel an, dass es ihm Spaß macht, diesen finsteren Charakter mit einem gewissen Augenzwinkern zu spielen. Aber auch Twohys Regie tut es offensichtlich gut, dass der Druck einer teuren Studioproduktion von ihm genommen wurde.

Nur so kann jetzt wieder der Spaßfaktor ganz im Mittelpunkt stehen. Keine große Mythologie, die aufgebaut werden muss, bremst das Geschehen aus, keine übertrieben prunkvollen Kostüme lenken von der düster-dreckigen Action ab. Jetzt darf Riddick wieder der Einzelgänger sein, der er in "Pitch Black" war – und darf auch wieder zu mitunter sehr brutalen Mitteln greifen, um sein eigenes Überleben zu sichern. Auch wenn dramaturgisch kein Neuland erschlossen wird und sich einige Szenen auch aufgrund ihrer unfreiwilligen Komik unangenehm in die Länge ziehen, so ist "Riddick" insgesamt doch genau der Film geworden, den man sich als direkte Fortsetzung von "Pitch Black" gewünscht hätte. Wer kein teures Hochglanzprodukt erwartet, sondern handfeste B-Movie Kost sucht, die neben ein wenig Trash auch viele passable Effekte, amüsante Sprüche, wunderbar überzogene Brutalität und einen extrem coolen Vin Diesel zu bieten hat, der wird hier sehr gut bedient. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Riddick (USA 2013)"
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