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Room in Rome – DVD

Room in Rome – DVD

Spanien 2010 - mit Elena Anaya, Natasha Yarovenko ...

Filminfo

Originaltitel:Habitación en Roma
Genre:Drama, Romantik
Regie:Julio Medem
Verkaufsstart:25.02.2011
Produktionsland:Spanien 2010
Laufzeit:ca. 104 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1)
Extras:Trailer
Regionalcode:2
Label:Capelight Pictures
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Amazon Link : Room in Rome – DVD

Film: Die Spanierin Alba (Elena Anaya) und die Russin Natasha (Natasha Yarovenko) lernen sich eines Abends in Rom kennen und verbringen in Albas Hotelzimmer einige leidenschaftliche Stunden miteinander. Doch was nur ein kurzes sexuelles Abenteuer hätte sein sollen ("Wir reden nicht. Wir brauchen uns nicht zu unterhalten. Ist auch besser so"), entwickelt sich für die beiden Frauen zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, die sie mit ungeahnten Gefühlen, aber auch mit Dämonen ihrer Vergangenheit konfrontiert…

Schon mit "Lucia und der Sex" hat Regisseur Julio Medem ein gefeiertes Erotik-Drama inszeniert, das beweisen hat, dass unverkrampft offenherzige Sexszenen und einfühlsame, sehr real wirkende Romantik durchaus Hand in Hand gehen können. Auch "Room in Rome", das ein wenig wie die lesbische Variante des Erotik-Kammerspiels "En la carma – Im Bett" anmutet, verdeutlicht die Natürlichkeit von körperlicher Liebe ohne übermäßigen Voyeurismus und offenbart, dass es oftmals leichter ist, die Kleider abzulegen, als tiefere Einblicke in die eigene Seele zu erlauben.

Auch wenn die beiden Hauptdarstellerinnen nahezu den ganzen Film über nackt zu sehen sind, tritt das erotische Element ihrer Nacktheit schnell in den Hintergrund. Im Gegenteil: einer der sinnlichsten Momente des Filmes ist der, in dem sich Alba und Natasha langsam gegenseitig ihre Bademäntel anziehen. Das soll aber nicht heißen, dass nicht auch ein gewisser Voyeurismus bedient wird, schließlich spielt die Erotik hier eine nicht gerade untergeordnete Rolle. Doch es stehen Sex und nackte Körper eben nicht derart im Vordergrund, dass "Room in Rome" als einfaches Sexfilmchen abgetan werden könnte.

So wie sich Natasha und Alba körperlich nach udn nach immer mehr fallen lassen können und sich pure Lust immer mehr in echte Leidenschaft und vielleicht sogar in so etwas wie Liebe wandelt, so öffnen sie sich auch immer mehr dem Gegenüber. Dominieren zu Beginn noch Lügen die gemeinsamen Gespräche, so nimmt die Wahrheit mehr und mehr Raum ein, je näher sich die beiden Frauen kommen. Das setzt Medem mit seinen beiden Hauptdarstellerinnen gut und vor allem glaubhaft in Szene. Was der Inszenierung allerdings vorgeworfen werden kann, ist, dass der Film an manchen Stellen etwas zu verkrampft versucht, künstlerisch wertvoll zu sein. Gerade gegen Ende, wenn eine Äußerung von Natasha Alba im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Pfeil ins Herz trifft, übertreibt es Medem etwas zu sehr mit seiner nicht gerade subtilen Symbolik.

Wer dialoglastige Romanzen wie "Before Sunrise" oder bereits erwähnten "En la carma – Im Bett" mag, und wer ästhetische Erotik zu schätzen weiß, der wird auch an "Room in Rome" Gefallen finden. Sehenswert!

Bild + Ton: Obwohl sich viele Szenen im Halbdunklen abspielen, gibt es nur wenige Schwächen bei der Gesamtschärfe, was den gut abgestimmten Kontrasten zu verdanken ist. Die gute Farbmischung unterstreicht die ästhetische Kameraarbeit. Der Ton bleibt unspektakulär und wird von den Dialogen und dem ruhigen Soundtrack bestimmt. Bei der deutschen Tonspur klingen die Dialoge etwas frontlastiger, dadurch aber auch kräftiger. Gut.

Extras:
Leider gibt es nur den Trailer zum Film und weitere Filmtipps als Bonusmaterial.

Fazit:
"Room in Rome" ist ein ästhetisch inszeniertes Erotik-Drama, bei dem weniger körperlicher Voyeurismus, als seelischer Striptease im Vordergrund steht. Ein gut gespieltes, sinnliches Kammerspiel mit vereinzelten Längen und kleinen Schwächen bei der Inszenierung, die das Gesamtbild aber nur marginal trüben. Die DVD ist technisch ordentlich umgesetzt, enttäuscht aber durch das Fehlen jeglicher Extras. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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