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Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin

Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin

USA 2012 - mit Paul Dano, Zoe Kazan, Chris Messina, Antonio Banderas, Steve Coogan, Annette Bening u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Ruby Sparks
Genre:Komödie, Romantik, Drama
Regie:Jonathan Dayton & Valerie Faris
Kinostart:29.11.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 104 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.RubySparks.de
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Den einen Menschen finden, der perfekt zu einem passt, ist nicht immer leicht. Man könnte sogar sagen, dass es nahezu unmöglich ist, den perfekten Partner zu finden. Den müsste man sich schon selber erschaffen. Für Calvin Weir-Fields (Paul Dano) wird genau das Wirklichkeit. Vor einigen Jahren wurde Calvin noch als literarisches Wunderkind gefeiert, doch jetzt leidet er unter einer extremen Schreibblockade, die es ihm auch nahezu unmöglich macht, die Frau fürs Leben zu finden. Doch nach einem Traum, der sich auf wundersame Art real angefühlt hat, kommt Calvin die Idee für eine neue literarische Figur: Ruby Sparks, eine Frau, in die er sich beim Schreiben regelrecht verliebt. Doch als Ruby (Zoe Kazan) eines Morgens in seiner Wohnung auftaucht und alles, was er über sie geschrieben hat, real zu sein scheint, zweifelt der Schriftsteller endgültig an seinem Verstand. Das muss ein schlechter Scherz sein oder ein sehr intensives Hirngespinst. Doch Ruby erweist sich tatsächlich als reale Person, die Calvins Leben ungemein bereichert. Und wenn es doch einmal zu anstrengend wird, muss er sich nur an seine Schreibmaschine setzten und Ruby so ändern, wie er sie haben möchte. Doch diese Macht über die Frau, die er liebt, bleibt natürlich nicht ohne Folgen...

Mit "Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin" liefert das Regie-Duo Jonathan Dayton und Valerie Faris den lang erwarteten Nachfolger zu ihrem Überraschungshit "Little Miss Sunshine" ab. In ihrer ganz eigenen Variante der klassischen Pygmalion-Sage schafft sich nicht ein Bildhauer durch seine Hände, sondern ein Schriftsteller durch seinen Geist sein Idealbild einer Frau. Das Drehbuch von Hauptdarstellerin Zoe Kazan modernisiert den klassischen Mythos mit viel Biss, originellem Humor und lebensnaher Dramaturgie. Das Ergebnis ist meistens sehr witzig, erfrischend unkonventionell und sehr charmant in Szene gesetzt.

Paul Dano, der schon bei "Little Miss Sunshine" mit Dayton und Faris zusammen gearbeitet hat, ist die perfekte Besetzung für den leicht verschrobenen Jungschriftsteller, der mit dem enormen Druck, der seit seinem Erstlingserfolg auf ihm lastet, einfach nicht fertig wird. Zoe Kazan gibt als Ruby, die im wahrsten Sinne des Wortes nicht von dieser Welt ist, den perfekten Gegenpart zu Calvin. Egal, ob einfach liebenswert, auf fanatische Art anhänglich, hysterisch oder frustriert, Kazan liefert all diese unterschiedlichen Facetten ihres Charakters mehr als überzeugend ab. Aber auch der Rest der Besetzung kann sich sehen lassen. Chris Messina ist als Calvins Bruder Harry genauso wunderbar, wie Antonio Banderas als esoterischer Stiefvater Mort oder Steve Coogan als lüsterner Agent Langdon Tharp.

Sowohl die Darsteller, als auch die Geschichte machen also gerade in der ersten Hälfte richtig gute Laune. Doch dann nimmt das Ganze sehr viel düstere Formen an und wirkt aufgrund seiner Nähe zur Realität beinahe schon deprimierend. Dieser harte Bruch mit der Lockerheit der ersten Filmhälfte könnte einigen Zuschauern übel aufstoßen. Allerdings lohnt es, den Film auch dann nicht aufzugeben, wenn die Lacher ausbleiben. Denn auch, wenn das Ganze gegen Ende hin nicht mehr so viel Spaß macht, wie noch zu Beginn, so ist der Weg, den die Geschichte einschlägt, nur konsequent. Und auch wenn am Ende die Realität über die Fiktion triumphiert, so wird der Zuschauer nicht wirklich deprimiert aus dem Kino entlassen. Denn in erster Linie ist "Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin" ein modernes Märchen, das seinen Zuschauern zwei schöne Stunden schönste Realitätsflucht schenken möchte. Und das gelingt dem Film trotz seiner düsteren Zwischentöne wirklich sehr gut.

Auch wenn Jonathan Dayton und Valerie Faris nicht mehr ganz den Charme von "Little Miss Sunshine" erreichen, so ist auch ihre neue Regiearbeit wieder ein Paradebeispiel für amerikanisches Arthauskino der besonders unterhaltsamen, charmant schrägen und liebenswert komischen Art. Diese fabelhafte Freundin sollten Sie unbedingt kennen lernen – daher gibt es für "Ruby Sparks" auch ein mehr als verdientes: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin (USA 2012)"
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