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Ruf der Wildnis

Ruf der Wildnis

USA 2019 - mit Harrison Ford, Omar Sy, Dan Stevens, Karen Gillian, Bradley Whitford, Terry Notary ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Call of the wild
Genre:Abenteuer
Regie:Chris Sanders
Kinostart:20.02.2020
Produktionsland:USA 2019
Laufzeit:ca. 100 Min
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.facebook.com/20thCenturyStudiosD
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Nachdem Hund Buck aus seinem schönen Zuhause in Kalifornien entführt wird, findet er sich im kalten Alaska wieder. Hier muss sich Buck als Schlittenhund durch die Wildnis quälen, bevor er nach einer schweren Verletzung den Einzelgänger John Thornton (Harrison Ford) trifft. Dieser kümmert sich liebevoll um den Hund und zwischen den Beiden entsteht eine tiefe Bindung. Doch als John den Zorn eines fanatischen Goldgräbers (Dan Stevens) auf sich zieht, wird das für den alten Mann und seinen treuen Begleiter äußerst gefährlich… 

"Ruf der Wildnis" basiert auf dem legendären Abenteuerroman von Jack London. Regisseur Chris Sanders hat einen Abenteuerfilm für die ganze Familie inszeniert, der sich damit rühmt, eine Mischung aus Real- und Animationsfilm zu sein, die am Computer generierte Tiere fotorealistisch in das Geschehen integriert. Buck wurde nicht von einem echten Hund verkörpert, sondern von Hollywoods wohl bekanntesten Bewegungs-Coach Terry Notary gespielt. Und genau hier offenbart sich die große Schwäche des Films. Notary ist ein Meister seins Fachs, keine Frage. Dennoch wirken seine Bewegungen immer nachgespielt, einen kleinen Hauch zu artifiziell. Ja, Hunde machen solche Bewegungen wie Buck – aber eben anders. Zudem sieht man bei aller technischen Perfektion, dass die Tiere – wie auch einige Landschaften – nicht echt sind. Und das nimmt dem Ganzen dann doch viel von seinem Reiz.  

Ein weiteres Problem des Films ist seine Geschichte. Diese wirkt gerade zu Beginn arg episodenhaft und kann sich später nicht so recht entscheiden, ob sie den Fokus auf John legt, der nach einem tragischen Verlust durch Buck aus seiner Trauer und seiner Einsamkeit gerissen wird, oder doch auf den Hund und seine Suche nach seiner Bestimmung. Es tauchen Figuren auf, die dann ganz schnell wieder verschwinden, während den eigentlichen Hauptfiguren dadurch Zeit genommen wird, sich zu entwickeln. Schade. 

"Ruf der Wildnis" kann aber auch mit einigen gut umgesetzten Sequenzen, die gerade für jüngere Zuschauer mitreißend und spannend sein dürften, punkten. Und Harrison Ford ist als alter Einsiedler einfach gut. Gleiches lässt sich von Dan Stevens, den ich sonst sehr schätze, leider nicht sagen. Sein Charakter ist viel zu überzeichnet, weshalb er nicht wirklich bedrohlich, sondern eher lächerlich wirkt. Alles in allem ist diese Jack London Verfilmung kein Totalreinfall, aber eben leider auch nicht der tolle Abenteuerfilm, der sie hätte werden können. Für etwas ältere Kinder und für Zuschauer, die klassische Abenteuerstoffe mögen und sich an einem etwas artifiziellen Look nicht stören, durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Ruf der Wildnis (USA 2019)"
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