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Rum Diary

Rum Diary

USA 2011 - mit Johnny Depp, Aaron Eckhart, Amber Heard, Richard Jenkins, Michael Rispoli, Giovanni Ribisi ...

Filminfo

Originaltitel:The Rum Diary
Genre:Komödie, Thriller
Regie:Bruce Robinson
Kinostart:02.08.2012
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 118 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.rumdiary-film.de
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Mit Hunter S. Thompson verbindet Johnny Depp eine ganz besondere Beziehung. Nicht nur, dass er bereits in der Verfilmung des Kultromans "Fear and Loathing in Las Vegas" unter der Regie von Terry Gilliam vor der Kamera stand. Es war auch Depp, der bei einem Besuch bei Thompson in dessen Hütte in Woody Creek auf ein Manuskript stieß, dass der legendäre Gonzo-Journalist bereits 1959 geschrieben, aber nie veröffentlicht hatte. Noch bevor "The Rum Diary" vier Jahrzehnte, nachdem das Buch eigentlich geschrieben worden ist, veröffentlicht wurde, träumte Depp von einer filmischen Adaption. Jetzt, sieben Jahre nach dem Freitod von Hunter S. Thompson, ist Depps Wunsch unter der Regie von Bruce Robinson endlich Wirklichkeit geworden.

"Rum Diary" führt den Zuschauer nach Puerto Rico im Jahr 1960: der Journalist Paul Kemp (Johnny Depp) will hier den Erfolg finden, der ihm in New York bislang verwährt geblieben ist. Als er seinen Job beim San Juan Star antritt, darf er in erster Linie über die Bowlingleidenschaft amerikanischer Touristen berichten. Doch dann lernt er den Geschäftsmann Sanderson (Aaron Eckhart) und damit die ganz besonders schönen Seiten von Puerto Rico kennen. Dazu gehört auch Sandersons verführerische Geliebte Chenault (Amber Heard), der Paul sofort verfällt. Doch als aus seiner Schwärmerei eine leidenschaftliche Affäre wird und Paul ganz nebenbei einige ganz besonders unschöne Machenschaften von Sanderson und seinen mächtigen Partnern aufdeckt, wird die Luft für den Journalisten ganz schnell extrem dünn…

"Rum Diary" beginnt sehr viel versprechend. Pauls erste Begegnung mit seinem neuen Vorgesetzten (wunderbar: Richard Jenkins) und den mitunter arg schrägen Kollegen in der Redaktion stecken voll humoristischem und satirischen Potential, das Bruce Robinson hier und da auch gut zu nutzen versteht. Doch nach einem sehr bissigen Beginn lockert Robinson das Ganze mehr und mehr auf, wodurch das Geschehen zunehmend in eine Art Belanglosigkeit abdriftet, die nur gelegentlich durch sehr clevere Ideen aufgebrochen wird. Der Versuch, dem Ganzen durch eine im Buch nicht vorkommende Sequenz eines abgedrehten Drogenrauschs den verqueren Kultcharakter zu verleihen, der "Fear and Loathing in Las Vegas" anhaftet, wirkt zu bemüht, um wirklich überzeugen zu können.

Es gibt natürlich viele Dinge, die diesen Film dennoch sehenswert machen. Johnny Depp agiert etwas routiniert, aber dennoch auf sehr unterhaltsame, gewinnende Art, die den Film wahrlich bereichert. Auch die schönen, an Originalschauplätzen gedrehten Bilder, ein wunderbar durchgeknallter Giovanni Ribisi und eine betörende Amber Heard gehören ebenfalls zu den Aspekten, die diese ambitionierte Romanadaption über das Mittelmaß hinausziehen. Das Gegengewicht bilden die etwas unterkühlt inszenierte Liebesgeschichte und der etwas zu plakativ umgesetzte Handlungsstrang um die Geschäfte von Sanderson und seinen einflussreichen Freunden. Während der Blick auf die gesellschaftspolitische Lage Puerto Ricos in den ersten Filmminuten noch mit einer gewissen satirischen Boshaftigkeit serviert wird, mutet dieser Teil des Films einfach zu brav an, um dem Stil von Hunter S. Thompson gerecht zu werden.

Die Szenen, die Paul zusammen mit seinem Kollegen Sala (Michael Rispoli) zeigen (und ganz besonders seine ganz spezielle Art des Fernsehens), entschädigen zwar für einige der weniger gelungenen Momente des Films. Doch auch die amüsantesten und erfreulich giftigen Momente können nicht darüber hinwegtäuschen, dass "Rum Diary" viel Potential ungenutzt lässt und am Ende einfach zu brav und glatt ist, um wirklich Eindruck zu hinterlassen. Schön anzusehen ist der Film allemal und zumindest in der ersten Hälfte ist die Geschichte auch extrem unterhaltsam. Doch der ganz große Wurf, der aufgrund der Vorlage und der Darsteller hätte erwartet werden können, ist diese Hunter S. Thompson Adaption leider nicht geworden. Daher gilt: nur mit Abstrichen noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Rum Diary (USA 2011)"
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