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Runner Runner

Runner Runner

USA 2013 - mit Justin Timberlake, Ben Affleck, Gemma Arterton, Anthony Mackie u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Runner Runner
Genre:Thriller
Regie:Brad Furman
Kinostart:17.10.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 91 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.runnerrunner-derfilm.de
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Bei der Poker-Variante Texas Hold `em einen "Runner Runner" zu erhalten, ist einer jener seltenen Glücksfälle, die ein Spiel komplett umwerfen kann. Dieses Blatt kann aus sicheren Siegern mit einem Schlag Verlierer machen und aus solchen Spielern, die befürchten mussten, alles zu verlieren, ganz große Sieger. Für den Princeton-Doktorand Richie (Justin Timberlake) ist die Begegnung mit dem Online-Glücksspiel-Tycoon Ivan Block (Ben Affleck) solch ein "Runner Runner". Nachdem Richie bei dem Versuch, seine Studiengebühren beim Online-Poker zu gewinnen, nahezu all seine Ersparnisse verloren hatte und er bei genauerer Untersuchung des Spielverhaltens seiner anonymen Gegner herausfand, dass bei dem Spiel betrogen worden ist, entscheidet er sich für einen ungewöhnlich drastischen Schritt: er fliegt nach Costa Rica und sucht Block, den Gründer der Online-Plattform, auf, um ihn über die Missstände auf der Seite aufmerksam zu machen. Beeindruckt von dem technischen Know-How und der Entschlossenheit Richies, bietet Block dem jungen Studenten einen Job an – einen Job, der ihm schnelles Geld und ein Leben im Luxus an der Küste Costa Ricas beschert. Das Blatt scheint sich für den Sohn eines notorischen Spielers endlich gewendet zu haben, zumal er mit Blocks Mitarbeiterin Rebecca (Gemma Arterton) bald auch noch eine attraktive Frau an seiner Seite und in seinem Bett hat. Alles wirkt perfekt – bis das FBI Richie aufsucht und er erkennen muss, dass sein großes Idol Ivan Block offensichtlich mit falschen Karten spielt…

Mit "Runner Runner" hat Regisseur Brad Furman kein Full House abgeliefert. Vielmehr ist der Thriller ein ganz ordentliches Blatt, mit dem er nicht komplett verliert, aber eben auch nicht richtig abräumen kann. Dass der Film insgesamt recht unterhaltsam und sehenswert geworden ist, liegt dabei nicht nur an der schmucken Optik, sondern insbesondere an den Hauptdarstellern. Während Justin Timberlake zwar nicht unbedingt seine beste Leistung abliefert, aber durchaus erneut sein schauspielerisches Talent offenbart, gefällt Ben Affleck als aalglatter und eiskalter Bösewicht. Die eher eingeschränkte Mimik, die Affleck oft zum Vorwurf gemacht wird und als Talentlosigkeit bezeichnet wird, passt hier perfekt zu der Rolle des zwielichtigen Online-Poker-Tycoons. Wenn Block Richie zunächst mit Reichtum und Macht umgarnt und seine eigentlich scharfen Sinne blendet, nur um ihn dann eiskalt abzuservieren, dann verfügt das Dank der Darsteller über einen hohen Unterhaltungswert, von dem der Film insgesamt stark profitiert.

Denn Furman, der zuletzt mit dem Justiz-Thriller "Der Mandant" überzeugen konnte, verlässt sich zu sehr auf die stylische Optik und die Kraft der interessanten Ausgangsidee und verpasst dabei, die Geschichte mitreißend auszuarbeiten oder seinen Figuren ein wenig Tiefe zu verleihen. Immer wieder ist Potential für mehr erkennbar, das Furman aber weitgehend ungenutzt lässt. Ein Beispiel dafür ist etwa die Beziehung zwischen Richie und Rebecca. Obwohl er mit Gemma Arterton eine Schauspielerin engagiert hat, die eigentlich sehr viel mehr kann, als nur gut auszusehen, werden die Chancen, aus Rebecca einen zwielichtigeren, spannenderen Charakter zu machen, trotz aller dafür vorhandenen Möglichkeiten nicht genutzt. Stattdessen verkommt das ehemalige Bond-Girl zu hübschen Beiwerk. Zwar hat sie für den Verlauf der Geschichte eine gewisse Bedeutung, diese wird aber zu eindeutig und überraschungsarm präsentiert, um wirklich überzeugen zu können.

Auch in anderen Aspekten bleibt "Runner Runner" weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das soll nicht heißen, dass Furman einen schlechten Film abgeliefert hat. Es wird nur immer wieder ersichtlich, dass er ein sehr viel besseres Ergebnis hätte erzielen können, wenn etwas mehr Augenmerk auf die Ausarbeitung der Geschichte und der Figuren gelegt worden wäre. So ist das Ganze "nur" ordentliche Unterhaltung, die nie wirklich langweilig, hier und da sogar angenehm spannend, aber eben auch irgendwie ein wenig beliebig ausgefallen ist. Trotzdem reicht es am Ende gerade noch für ein: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Runner Runner (USA 2013)"
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