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Scary Movie 5

Scary Movie 5

USA 2013 - mit Ashley Tisdale, Simon Rex, Erica Ash, Snoop Dog, Katrina Bowden, Katt Williams u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Scary Movie 5
Genre:Komödie
Regie:Malcolm D. Lee
Kinostart:25.04.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 86 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.scary-movie.de/
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Nach sieben Jahren Pause ist das erfolgreichste Spoof-Comedy-Franchise wieder da: Mit "Scary Movie 5" versucht Produzent David Zucker an den großen Erfolg der Vorgänger anzuknüpfen, indem wieder alles durch den Kakao gezogen wird, was eigentlich für Angst und Schrecken sorgen soll. Ob die "Paranormal Activity"-Filme, der Mystery-Thriller "Black Swan", der Fantasy-Hit "Inception" oder die brandaktuellen Genrebeiträge "Mama" und "Evil Dead", hier wird wieder veralbert, was das Zeug hält. Eingebettet sind die Gags in eine sehr rudimentäre Rahmenhandlung, in der sich das junge Ehepaar Jody (Ashley Tisdale) und Dan (Simon Rex) bereit erklärt, sich um die Kinder von Dans Bruder Charlie (Charlie Sheen) zu kümmern. Drei Jahre lang haben die Kleinen alleine in der Wildnis gelebt und haben nun natürlich Schwierigkeiten, sich an das normale Leben ihrer neuen Eltern anzupassen. Und als wäre das nicht schon problematisch genug, häufen sich im Haus der Familie merkwürdige Ereignisse, die auch mit den zahlreichen im Haus verteilten Kameras nicht aufgelöst werden können. Zu allem Überfluss hat Jody zudem noch große Schwierigkeiten in der Ballettkompanie, wo sie es mit einer sehr hartnäckigen Konkurrentin zu tun bekommt. Und Dan muss sich bei seinem Job in einem Affenforschungszentrum mit wahrhaft tierischen Problemen herumschlagen. Ein wahrhaft paranormales Chaos, das – wie sollte es in einer Horrorgeschichte auch anders sein – in einer Hütte im Wald seinen Höhepunkt findet…

Zugegeben, im direkten Vergleich zu den unsäglichen Spoof-Comedys aus dem Hause Friedberg und Seltzer ("Fantastic Movie", "Meine Frau, die Spartaner und ich", "Beilight") ist "Scary Movie 5" regelrecht witzig. Doch von der humoristischen Genialität Zuckers, die Filme wie "Die nackte Kanone" oder "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" zu Klassikern, die auch heute noch richtig gut funktionieren, gemacht hat, ist im fünften Aufguss der Horror-Verarsche nichts mehr zu spüren. Die wenigen richtig guten Lacher werden von flachen Zoten und unlustigem, mit dem Vorschlaghammer serviertem Fäkalhumor fast vollständig begraben.

Das Problem der zeitgenössischen Spoof-Comedys ist, dass sie nicht mehr, wie die Klassiker von einst, Genres an sich, sondern nur noch ganz spezielle Filme aufs Korn nehmen. Dadurch, dass nur die gerade aktuelle Werke und Figuren humoristisch verwurstet werden, wird den Filmen in der immer schnelllebiger werdenden Popkultur jede Chance auf einen Langzeiteffekt genommen. Eine kuriose Begleiterscheinung ist, dass die Bemühung um Aktualität darin gipfelt, dass manch persiflierter Film gerade erst oder sogar noch gar nicht ins Kino gekommen ist und diese Gags dann auch mehr oder weniger im Leeren verpuffen. Im Fall von "Scary Movie 5" ist dies das Remake von "Evil Dead", das in den USA gerade einmal eine Woche vor dem Start des Spoofs angelaufen ist und in Deutschland sogar erst wenige Wochen danach in die Kinos kommt. Da sich die Gags aber ganz speziell auf das Remake beziehen, gehen hier einige potentiell gelungene Lacher völlig verloren. Anspielungen auf Reality-TV Sternchen wie die Kardashians oder die derzeit sehr populäre Buchreihe "Fifty Shades of Grey" mögen aktuell vielleicht für ein leichtes Schmunzeln sorgen, wird en Film in ein paar Jahren sieht, wird sich dabei aber nur noch Fragen, was dieser Blödsinn eigentlich soll. All das sind Beweise dafür, dass Spoof-Comedys zu eher lieblosen Wegwerf-Produkten verkommen sind, die nicht durch den cleveren und auch liebevollen Umgang mit Genre-Klischees, sondern durch einen sehr simpel gehaltenen Wiedererkennungseffekt Lacher erzielen, um gleich danach wieder in Vergessenheit zu geraten.

Davon abgesehen sind die Witzchen einfach nicht besonders clever. Entweder werden cartoonhafte Gewalt, oder aber billige Sex- und Pupsgags serviert. Und das ist auf Dauer einfach nicht mehr lustig. Da hilft es auch nur wenig, dass Ashley Tisdale ihre Sache als Ersatz von Anna Faris eigentlich recht gut macht und dass einige Gastauftritte, wie das völlig absurde Intro mit Charlie Sheen und Lindsay Lohan oder die Entwaffnungs-Szene mit Snoop Dog, durchaus amüsant sind. Wer die ersten "Scary Movie"-Filme mochte, wird Teil 5 garantiert als die schwächste Fortsetzung der Reihe empfinden. Und wirklich herzhaft lachen können werden ohnehin nur solche Zuschauer, die sich auch über Persiflagen wie "Breaking Wind" oder "Date Movie" köstlich amüsiert haben. Daher gilt: abgesehen von ein paar witzigen Momenten leider keine besonders gelungene Persiflage, sondern selbst nur der blanke Horror!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Scary Movie 5 (USA 2013)"
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