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Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

USA 2010 - mit Michael Cera, Mary Elizabeth Winstead, Chris Evans, Jason Schwartman ...

Filminfo

Originaltitel:Scott Pilgrim vs. the World
Genre:Komödie, Fantasy, Romantik
Regie:Edgar Wright
Kinostart:21.10.2010
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 112 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:movies.universal-pictures-internatio
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Nachdem er mit "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz" zwei Werke abgeliefert hat, die in kürzester Zeit zu regelrechten Kultfilmen geworden sind, versucht sich Edgar Wright in seiner ersten US-Produktion an der Adaption des beliebten Comics "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" von Bryan Lee O`Malley. Herausgekommen ist eine schräge Romanze mit abgedrehten Fantasy-Elementen, die auf ihre ganz eigene Art zu den Kinohighlights des Jahres gehört.

Irgendwo in Toronto, Kanada, datet der 23jährige Scott Pilgrim (Michael Cera) ein Schulmädchen! Nur ein weiterer Versuch, den Schmerz seiner über ein Jahr zurückliegenden Trennung von Envy Adams (Brie Larson) zu betäuben. Scotts Bandkollegen, seine Schwester Stacey (Anna Kendrick) und sein schwuler Mitbewohner Kieran Culkin) halten seine neue Beziehung für keine gute Idee und befürchten, dass er seine etwas naïve Freundin Knives Chau (Ellen Wong) sehr bald verletzten wird. Scott aber ist sich sicher: endlich läuft alles so, wie es sein soll: nett und unkompliziert! Doch als er die bezaubernde Ramona Flowers (Mary Elizabeth Winstead) trifft, ist Knives mit einem Mal völlig egal. Er weiß, dass er mit Ramona seine Traumfrau gefunden hat.

Zu dumm nur, dass mit seiner neuen Verliebtheit jede Menge neu Probleme einher gehen. Den nicht nur, dass Scott mit Knives Schluß machen muß. Er muß sich zudem noch Ramonas sieben teuflischen Ex-Lovern stellen und sie in Zweikämpfen besiegen, wenn er mit der geheimnisvollen Amerikanerin zusammen sein will. Warum muß Liebe denn immer nur so anstrengend sein…

"Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" ist eine im besten Sinne des Wortes ungewöhnliche Kinounterhaltung. Der Film, der sich eng an seine gezeichnete Vorlage hält und sogar in einigen Szenen Bildsequenzen aus der Graphic Novel in das Geschehen einarbeitet, ist eine kurzweilige Liebeserklärung an Comics, Computerspiele, Rock … und natürlich auch an die Liebe. Bei allen visuellen Spielereien hat Wright nicht vergessen, seinem Film Charme und Herz zu verleihen. Auch wenn die direkt in den Film übernommenen Comicelemente und die vielen Zitate auf ältere, aber auch moderne Videospiele mitunter etwas angestrengt skurril wirken, so wirkt der Film niemals unterkühlt oder derart artifiziell, dass man sich als Zuschauer nicht mit den Charakteren anfreunden kann. Vielmehr wird in jeder Sekunde deutlich, mit wieviel Herzblut und Leidenschaft Wright und sein Team die Graphic Novel umgesetzt haben.

Die Besetzung ist nahezu perfekt. Ist zu Beginn noch zu befürchten, dass Michael Cera einmal mehr die Art von Rolle spielt, die er schon in "Juno", "Superbad" und der Serie "Arrested Development" verkörpert hat, so stellt sich schnell heraus, dass Cera dieses Mal auch einige neue Seiten seines Könnens präsentieren darf. Ja, auch Scott Pilgrim ist wieder ein nerdiger Außenseiter, aber er ist auch ein arroganter Egoist, und diese Seite des Figur spielt Cera einfach großartig. Unterstützt wird er von einem wunderbaren Ensemble junger Darsteller, zu denen neben "Superman" Brandon Routh als Veganer mit Superkräften auch Chris Evans ("Fantastic Four") als überheblicher Schauspieler, Jason Schwartman als arroganter Musikmogul und Mary Elizabeth Winstead ("Stirb langsam 4.0") gehören. Heimlicher Star des Films aber ist Kieran Culkin, der als Scotts schwuler Mitbewohner Wallace Wells für einige der besten Momente des Films verantwortlich ist.

Die mitunter sehr schräge Inszenierung, bei der auch schon mal das Klingeln eines Telefons ganz im Stil eines Comics als RRRRRING im Bild erscheint oder bei der normale junge Menschen plötzlich zu Superhelden mutieren, nur um dann nach verlorenem Zweikampf in etliche Münzen zu zerfallen, macht es allerdings unmöglich, "Scott Pilgrim" einer breiten Masse zu empfehlen. Dabei erzählt der Film unter seiner bunten und schrillen Oberfläche eigentlich eine Geschichte, die wohl Jeder wird nachvollziehen können: Junge verliebt sich in Mädchen, Mädchen scheint irgendwie unerreichbar und all ihre Ex-Freunde wirken wie Supermänner – doch bei genauerer Betrachtung haben sie Alle ihre Fehler und Schwächen. Dass diese an sich alte und nicht gerade umwerfend spannende Geschichte derart originell verpackt daher kommt, macht "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" eben zu einem ganz besonderen Kinovergnügen.

Wer sich also ein wenig in der Comic- und Computerszene auskennt, US-Komödien der etwas schrägeren (aber zum Glück nicht platten oder ordinären) Art zu schätzen weiß, der darf sich diesen Film auf keinen Fall entgehen lassen. Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt (USA 2010)"
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