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Serie in Schwarz – DVD

Serie in Schwarz – DVD

Frankreich 2009 - mit Niels Arestup, Clotilde Hesme, Antoine Chappey, Manuel Blanc ...

Filminfo

Originaltitel:Suite Noire
Genre:Thriller, Drama, Komödie
Regie:Diverse (siehe Beschreibung)
Verkaufsstart:25.03.2011
Produktionsland:Frankreich 2009
Laufzeit:ca. 540 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:4
Sprachen:Deutsch, Französisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Untertitel:Keine
Bildformat:16:9
Extras:Interviews, Making of
Label:edel:Motion
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Amazon Link : Serie in Schwarz – DVD

Film: Mit der Thriller-Collection "Serie in Schwarz" kommt eines der interessantesten TV-Projekte der letzten Zeit in unsere Wohnzimmer. In Zusammenarbeit mit arte wurden acht Thriller renommierter französischer Autoren von acht nicht minder angesehenen Regisseuren als jeweils einstündige Kurzfilme umgesetzt. Das Ergebnis ist mal spannend, dann wieder erstaunlich komisch, mal sehr ruhig und fast poetisch, dann wieder rasant und blutig, mal unterkühlt, dann wieder sehr sinnlich, immer aber verdammt schwarz! Auch wenn nicht alle Filme gleichermaßen überzeugen können, unterhaltsam ist diese hochwertig produzierte Serie allemal.

1. NÄCHSTE AUSFAHRT MORD
Autor: Colin Thibert, Regie: Laurent Bouhnik

Eigentlich kann Gabriel (Manuel Blanc) mit seinem Leben mehr als zufrieden sein: seine Frau und Kinder sind zumindest nach Außen hin eine echte Vorzeigefamilie und auch im Job läuft alles bestens, eine wichtige Beförderung scheint zum Greifen nah. Doch ein dummer Unfall nach einer Betriebsfeier könnte all das zerstören. Dazu will es Gabriel natürlich nicht kommen lassen und so räumt er kurzerhand Jeden aus dem Weg, der seinem Erfolg in die Quere kommen könnte...

Ein schwarzhumoriger, makabrer Spaß mit überraschendem Ausgang. Visuell mit einigen sehr hübschen Ideen ausgestattet und gerade von Manuel Blanc wunderbar gespielt, gehört "Nächste Ausfahrt Mord" ohne Frage zu den ganz großen Höhepunkten der Box!

2. SCHIESSEN SIE AUF DEN WEINHÄNDLER
Autorin: Chantal Pelletier, Regie: Emanuelle Bercot

Wenn die Frau zum wiederholten Male das Essen versaut, ist das für den cholerischen Gourmet Gerard (Niels Arestrup) einfach zuviel. Und so muss seine Angetraute verkochte Sellerie-Roulanden mit dem Leben bezahlen. Mit der jungen Aline (Julie-Marie Parmentier) holt sich Gerard eine neue Köchin ins Haus, die den Gaumen des Winzers immer wieder aufs Beste zu verwöhnen weiß. Doch Gerard ahnt nicht, dass in der schmächtigen Aline ein Biest schläft, dem selbst er nicht gewachsen sein könnte...

Niels Arestrup ("Schmetterling und Taucherglocke") spielt den gewalttätigen Genussmenschen mit beinahe stoischer Überzeugungskraft. Julie-Marie Parmentier ist als männerhassende Gourmet-Lesbe eine echte Entdeckung, die dieses mit schwarzen Humor garnierte Psychodrama zu einem wahren Leckerbissen macht.

3. PAPAS MUSIK
Autor: José-Louis Bocquet, Regie: Patrick Grandperret

Verzweifelt versucht der ehemals erfolgreiche Musikproduzent Richard (Antoine Chappey), sich seinem Sohn Jules (Léo Grandperent) wieder anzunähern, indem er ihm und seiner Band die Aufnahme ihrer Songs in einem Studio ermöglicht. Tatsächlich lässt ein Plattenvertrag und ein lukrativer Konzertgig nicht lange auf sich warten. Doch während sich Vater und Sohn tatsächlich langsam wieder annähren, wird die Luft für den hoch verschuldeten Richard immer dünner...

Mehr Drama als Thriller. "Papas Musik" kann besonders durch sein bitterböses Ende überzeugen, das zwar in gewisser Weise vorhersehbar ist, aber dadurch kaum an Wirkungskraft verliert. Ansonsten funktioniert der Film sehr gut als Psychogramm eines gefallenen Mannes und seinen verzweifelten Versuchen, wieder einen Sinn in seinem Leben zu finden. Hier und da gibt es kleine Längen, ansonsten aber durchaus sehenswert!

4. NUR DJS GIBT MAN DEN GNADENSCHUSS
Autor: Didier Daeninckx, Regie: Orso Miret

Cristas (Lubna Azabal) Job ist es, anderen Menschen zuzuhören. Genauer gesagt, solchen Menschen, die hinter Gittern sitzen. Gefängnisinsassen haben die Möglichkeit, sich in Cristas Radiosendung Rat zu holen oder einfach mal all ihre Wut und ihren Frust loszuwerden. Auch Manu (Francis Renaud) gehörte zu den Anrufern, den Crista geholfen hat. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, sucht er Crista auf, um sich persönlich bei ihr zu bedanken. Zwischen den Beiden funkt es schnell gewaltig und es beginnt eine leidenschaftliche Affäre, aus der sogar Liebe werden könnte. Doch Manu hat ein gefährliches Geheimnis...

"Nur DJs gibt man den Gnadenschuss" funktioniert als Liebesdrama besser, denn als Thriller. Die eigentliche Handlung um Manus Geheimnis ist etwas arg in die Länge gezogen und kann nur geringfügig für Spannung sorgen. Die von vornherein zum Scheitern verurteilte Beziehung zwischen dem Ex-Knacki und der Radiomoderatorin ist da schon um einiges interessanter.

5. DIE KÖNIGIN DER PFEIFEN
Autor: Laurent Martin, Regie: Guillaume Nicoloux

Die Transsexuelle "Annabelle" (Clément Hervieu-Léger) hat einen großen Traum: sie will endlich genügend Geld zusammen bekommen, um sich in Thailand einer Geschlechtsumwandlung unterziehen zu können und damit endlich zu einer richtigen Frau zu werden. Das Angebot, in einem wasserdichten Falschgeld-Coup zu investieren, kommt da genau recht. Doch bei der Geldübergabe geht natürlich etwas schief und bald schon sitzen Polizei, Gangster und ihre eigenen Eltern Annabelle im Nacken. Und sie sieht ein, dass man manchmal erst ein echter Kerl sein muss, um zur Frau werden zu können...

Getragen wird dieses spannende Thrillerdrama von Hauptdarsteller Clément Hervieu-Léger, der Annabelle als liebenswerte, aber in ihrer Zielsicherheit extrem starken Menschen porträtiert. Der Zuschauer fühlt mit ihr mit, besonders bei dem sehr unangenehmen Besuch bei ihren Eltern. Ein kleiner gemeiner Betrugsthriller, der am Ende sogar richtig überraschen kann.

6. DAS TAMTAM DER ANGST
Autor: Romain Slocombe, Regie: Claire Devers

Das Leben meint es mit dem Zeichner Ambroise Fridelance (Laurent Stocker, "Saint Jaques – Pilgern auf Französisch") nicht gerade gut. Seine querschnittsgelähmte Frau erstickt jede Form von Lebensfreude und sein Verleger lässt ihn für einen Hungerlohn schuften. Doch als er während der Recherchen zu einem neuen Projekt einen alten Schemel aus Familienbesitz auf einem Foto wiederentdeckt und sich das Erbstück als äußerst wertvoll erweist, sieht Ambroise die lang ersehnte Wende zum Guten gekommen.

"Das Tamtam der Angst" ist der wohl schrägste Film der Reihe, der mit viel Humor und einer verschachtelten Erzählweise den Zuschauer aufs Beste unterhält. Die Hauptdarsteller Laurent Stocker ("Zusammen ist man weniger allein") und Clotilde Hesme ("Der fliegende Händler") agieren einfach wunderbar in dem skurrilen Treiben, das besonders Liebhabern des etwas abgedrehteren französischen Humors gefallen könnte.

7. SCHÖNHEIT MUSS STERBEN
Autor: Patrick Raynal, Regie: Brigitte Rouan

Der ehemalige Polizist Corbucci (Ysaé) versucht sich erst seit Kurzem als Privatdetektiv. Doch gleich sein erster Auftrag, den er von einem alten Freund übernimmt, bringt ihm jede Menge Ärger ein. Der Detektiv, der gerne Gespräche mit seinem toten Vater führt, soll den Tod einer Patientin in einer Schönheitsklinik untersuchen. Doch dabei tritt er in ein Nest aus Korruption und Gewalt und schon bald passiert das, was Corbucci eigentlich verhindern wollte: es fließt jede Menge Blut!

Mit viel Humor und dem charmanten Spiel mit gängigen Detektivfilm-Klischees erzählt "Schönheit muss sterben" nicht nur eine spannende Geschichte, sondern liefert zudem noch einen fast schon satirischen Kommentar zur Migartionsproblematik in Frankreich ab. Ein weiterer sehenswerter komödiantischer Beitrag zur Serie, der mit guten Darstellern und einer originellen Story punkten kann.

8. DIE STADT BEISST
Autor: Marc Villard, Regie: Dominique Cabrera

Sara (Aisa Maiga) kommt illegal aus dem Kongo nach Paris, in der Hoffnung, irgendwann einmal als Kunstmalerin anerkannt zu werden. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, denn zunächst muss sie als Prostituierte arbeiten, um das Geld für das Flugticket und ihre neuen Papiere zurückzahlen zu können. Gerade, als sie das Geld fast beisammen hat, wird ihre Cousine brutal ermordet. Saras Rache ist blutig, doch nun ist nahezu jeder böse Bursche aus dem Viertel hinter ihr her...

"Die Stadt beisst" ist inhaltlich sicherlich der ambitionierteste Beitrag der Serie. Allerdings ist die Inszenierung etwas sperrig und mutet gerade nach den beiden eher humorvollen Vorgängern eher trist und deprimierend an. Was sehr gut gelungen ist, ist die Darstellung der zwei völlig verschiedenen Welten, in denen Sara in Paris lebt. Auf der einen Seite das dreckige Viertel, in dem sie ihren Körper für Geld verkaufen muss. Auf der anderen Seite die Kunstwelt, in der Sara Freude und Leidenschaft entfindet. Alleine dieser krasse Kontrast macht die abschließende Folge zu etwas Besonderem und trotz ihrer etwas schwerfälligen Inszenierung durchaus sehenswert!

Bild + Ton: Auch wenn sich die Filme stilistisch zum Teil recht deutlich voneinander unterscheiden, so ist ihnen eine gute technische Umsetzung gemein. Die Farbmischung variiert von Film zu Film, ist aber stets harmonisch abgestimmt. Die Gesamtschärfe liegt auf gutem Niveau, lediglich in den dunklen Szenen machen sich Mängel bei der Detaildarstellung und den Kontrasten bemerkbar. Beim Sound stehen Dialoge und Musik im Vordergrund, insgesamt bleibt das tonale Geschehen eher unspektakulär. Insgesamt gibt es dafür ein ordentliches: Gut!

Extras: Zu den ersten sieben Filmen sind jeweils zwischen 5 und 10minütige Interviews mit den Regisseuren oder Hauptdarstellern enthalten. Die Präsentation der optional untertitelten Interviews ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, der Inhalt aber ist durchaus interessant. Zum achten Kurzfilm ist statt eines Interviews ein knapp 6minütiges Making of zu sehen, das einen sehenswert besonders auf die blutigen Effekte des Drehs wirft. Gut!

Fazit: Die "Serie in Schwarz" ist eine sehenswerte Sammlung von acht jeweils einstündigen Thrillern, die mal schwarzhumorig, mal düster, mal dramatisch, dann wieder mit einer amüsanten Leichtigkeit präsentiert sind. Eine unterhaltsame Sammlung mit einigen kleinen Tiefen, aber ganz vielen Höhen, sowie inhaltlicher und stilistischer Vielseitigkeit. Für Liebhaber des französischen Thrillers absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Serie in Schwarz – DVD (Frankreich 2009)"
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