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Shanghai

Shanghai

USA 2010 - mit John Cusak, Gong Li, Chow Yun-Fat, Franka Potente, Ken Watanabe, Jeffrey Dean Morgan ...

Filminfo

Originaltitel:Shanghai
Genre:Drama, Thriller, Romantik
Regie:Mikael Håfström
Kinostart:15.09.2011
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 104 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.shanghai.senator.de
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Regisseur Mikael Håfström und Hauptdarsteller John Cusack setzen die erfolgreiche Zusammenarbeit, die sie mit der Stephen King Adaption "Zimmer 1408" begonnen haben, mit dem Thriller "Shanghai" fort. Gute Darsteller und eine tolle Ausstattung bilden die besten Voraussetzungen dafür, dass auch diese zweite Zusammenarbeit des talentierten Regisseurs und des großartigen Schauspielers wieder überzeugen kann. Doch das Endergebnis weist leider zu viele Schwächen auf, um dieses Fazit tatsächlich zuzulassen.

Der amerikanische Geheimagent Paul Soames (Cusack) kommt im Jahr 1941, nur wenige Tage vor dem Angriff auf Pearl Harbor, nach Shanghai, um den Mord an seinen besten Freund (Jeffrey Dean Morgan) aufzuklären. Seine Nachforschungen führen ihn zu dem Gangsterboss Anthony Lan-Ting (Chow Yun-Fat) und seiner schönen Frau Anna (Gong Li). Mit Hilfe der deutschen Diplomatengattin Leni Müller (Franka Potente) schafft es Paul tatsächlich, Anthonys Vertrauen zu gewinnen und so in dessen vertrauten Kreis aufgenommen zu werden. Dadurch zieht er die Aufmerksamkeit des japanischen Geheimoffiziers Tanaka (Ken Watanabe) auf sich, der den Amerikaner fortan beschatten lässt. Als Paul heraus findet, das Anna ein geheimes Doppelleben führt und er sich auf eine Affäre mit der betörenden Frau einlässt, bringt er nicht nur sein Leben in Gefahr...

"Shanghai" versammelt einige großartige Darsteller vor der Kamera. Neben John Cusack, der selbst in schwachen Filmen noch starke Leistungen zeigen kann, agieren Chow Yun-Fat, Ken Watanabe, Gong Li, Franka Potente, die Oscar-Nominierte Rinko Kikuchi ("Babel") oder auch David Morse ("The Green Mile") auf gewohnt souveräne Art. Eingebettet in eine atmosphärische Ausstattung und eine einnehmende Bildsprache erzählt der Film eine spannende Geschichte um Täuschung, Liebe und Verrat. All das klingt nach einem absolut sehenswerten Spionagethriller. Doch trotz all der guten Zutaten will "Shanghai" einfach nicht richtig funktionieren.

Der Grund mag die Inszenierung von Mikael Håfström sein, der die Geschichte mit einer für ihn eher ungewöhnlichen Schwerfälligkeit erzählt. Zu sehr verliert sich in eher unnötigen Details, anstatt die Handlung voran zu treiben. So erreicht er zwar einige sehr starke und auch schöne Momente, bei denen insbesondere die Szenen zwischen Cusack und Chow Yun-Fat hervor stechen. Allerdings geht das Ganze auf Kosten der Spannung, die sich partout nicht einstellen möchte. Wenn die Geschichte dann zum großartig in Szene gesetzten Finale doch noch an Fahrt aufnimmt, wird deutlich, welches Potential hier verspielt worden ist.

Sein Versuch, einen altmodischen Spionage-Thriller im Stil von "Casablanca" zu schaffen, kann Håfström hoch angerechnet werden, denn damit folgt er nicht unbedingt den Sehgewohnheiten eines breiten Publikums. Mit einer packenderen und atmosphärisch dichteren Inszenierung hätte ihm dennoch ein ganz großer Wurf gelingen können. So aber ist "Shanghai" nicht mehr, als Langeweile auf hohem Niveau, mit großen Schauwerten und viel verschenktem Potential. Schade!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Shanghai (USA 2010)"
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