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September 2018
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Silence

Silence

USA 2016 - mit Andrew Garfield, Liam Neeson, Adam Driver, Tadanobu Asano u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Silence
Genre:Drama
Regie:Martin Scorsese
Kinostart:02.03.2017
Produktionsland:USA 2016
Laufzeit:ca. 162 Min
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.silence-film.de
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Im Jahr 1638 brechen die beiden jungen Priester Pater Sebastião Rodrigues (Andrew Garfield) und Pater Francisco Garpe (Adam Driver) nach Japan auf, um herauszufinden, was mit ihrem Lehrer Cristóvão Ferreira (Liam Neeson) geschehen ist. Sie wollen den Gerüchten nicht glauben, dass Ferreira seine Religion verraten und seinem Glauben abgeschworen habe. Doch als sie in Japan ankommen, müssen sie erkennen, wie brutal Christen hier verfolgt werden und dass es für sie nur den Tod gibt, wenn sie ihrem Glauben nicht abschwören. Die beiden jungen Männer werden hier mit enormer Grausamkeit konfrontiert und nach einer Reise voller Tod, Brutalität und Verrat muss sich selbst der extrem gläubige Sebastião die Frage stellen, wie sein Gott im Angesicht dieser Grausamkeiten schweigen kann…

"Silence" ist ein absolutes Leidenschaftsprojekt von Regisseur Martin Scorsese. Schon in den späten 1980ern fasste er den Entschluss, dass er diese Geschichte verfilmen möchte. Damals hatte er, nachdem er religiösen Führern New Yorks seinen Film "Die letzte Passion Christi" gezeigt hatte, den Erzbischof Paul Moore kennengelernt, der ihm eine Ausgabe von Shūsaku Endōs historischem Roman "Schweigen" schenkte. Bei der Lektüre des 1966 veröffentlichten Romans sah sich Scorsese mit vielen grundlegenden Fragen des Christentums konfrontiert, die etwas in ihm auslösten, was er unbedingt auf die Leinwand bringen wollte. Doch obwohl er schon bald an einer ersten Drehbuchfassung schrieb, dauerte es noch viele Jahre, bis dieses Projekt tatsächlich Wirklichkeit werden sollte.

Man merkt dem Film an, dass es eine Herzensangelegenheit ist. Scorsese schlägt hier einen ganz neuen, fast schon intimen Erzählton an, der sich so völlig von dem unterscheidet, was er zuletzt gedreht hat. Einen größeren Kontrast zu seinem letzten Spielfilm "The Wolf of Wall Street" könnte man sich kaum vorstellen. Visuell ist "Silence" absolut großartig. Es gibt einige Bilder, die brennen sich einem regelrecht ein, wobei hier faszinierende Schönheit oft auf verstörende Brutalität trifft. Es gibt auch einige Szenen, die aufgrund ihrer tiefgründigen Dialoge nachhaltig wirken und zum intensiven Nachdenken anregen. Trotzdem kann der fast dreistündige Streifen keinen rundum positiven Eindruck hinterlassen.

Denn letztendlich hätte die Geschichte wesentlich kompakter und dadurch vielleicht sogar etwas effektiver und intensiver erzählt werden können. Doch Scorsese verliert sich hier zu oft in bedeutungsschwangerer Langsamkeit und in inhaltlich repetitiven Szenen, dass es schwerfällt, da mit ganzer Aufmerksamkeit bei der Sache zu bleiben. Das ist eine nette Umschreibung dafür, dass es durchaus mal gähnend langweilig werden kann. Es mag Zuschauer geben, die das als große Filmkunst ansehen oder die so von der Thematik mitgerissen werden, dass bei ihnen eine solche Langweile nicht aufkommt. Und für solche Zuschauer ist "Silence" garantiert ein ganz großartiges Werk. Doch alle anderen werden spätestens ab der Hälfte einen harten Kampf gegen den Schlaf ausfechten, den nicht alle gewinnen werden. Deshalb gibt es auch unterm Strich nur ein: Mit deutlichen Einschränkungen noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Silence (USA 2016)"
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