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Silver Linings

Silver Linings

USA 2012 - mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Jacki Waever, Chris Tucker ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Silver Linings Playbook
Genre:Tragikomödie, Komödie, Romantik, Drama
Regie:David O. Russell
Kinostart:03.01.2013
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 122 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.silverlinings.senator.de
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Acht Monate sind genug! Obwohl ihm die Ärzte dringend davon abraten, verlässt Pat Solatano (Bradley Cooper) nach der vom Gericht angeordneten Zeit die psychiatrische Anstalt, in die er eingewiesen worden war, nachdem er den Liebhaber seiner Frau brutal zusammen geschlagen hatte. Nun gibt es für Pat nur noch ein Ziel: er will seine Nikki wieder haben. Das ist ohne Job, ohne Haus und mit einer einstweiligen Verfügung gar nicht so einfach. Während er zwangsweise wieder bei seinen Eltern (Robert De Niro und Jacki Weaver) einziehen muss, versucht er allen Widrigkeiten zum Trotz sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Doch dann lernt er die junge Tiffany (Jennifer Lawrence) kennen, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes ebenfalls völlig aus der Bahn geworfen worden ist. Sie bietet ihm ihre Hilfe an, um Kontakt zu Nikki aufzunehmen. Im Gegenzug dazu soll Pat sie zu einem Tanzwettbewerb begleiten. Dafür muss Pat allerdings erst einmal Tanzen lernen. Und das bringt ihn und Tiffany auf eine Weise näher, die ihm einen unerwarteten Silberstreifen am bislang düsteren Horizont offenbart…

Zwei Jahre nach seinem zweifachen Oscar-Gewinner "The Fighter" liefert David O. Russell mit "Silver Linings" einen mehr als gebührenden Nachfolger ab. Basierend auf dem Bestseller "The Silver Linings Playbook" von Matthew Quick hat Russel eine wunderbar unsentimentale Mischung aus Drama, Komödie und Romanze geschaffen, die mit wunderbar gezeichneten Charakteren, skurrilem Humor und echten Gefühlen fernab jeder Form von Kitsch und Klischees begeistern kann. Zwar wirken einige Szenen, in denen Pats etwas neurotische Familie sich heftige Wortgefechte liefert, etwas überdreht und anstrengend. Doch das sind freilich nur ganz kleine Wolken an einem ansonsten fast perfekten Himmel.

Getragen wird der Film nicht nur von seinem wunderbaren Drehbuch, sondern auch von den perfekt besetzten Darstellern. Bradley Cooper liefert eine extrem facettenreiche, Oscar-reife Darstellung ab. Ob Pats Ausraster bei der Lektüre eines Hemingway-Romans, sein erstes Nicht-Date mit Tiffany oder sein ungebrochener Enthusiasmus in seinem Bestreben, Nikki zurück zu gewinnen, Cooper versteht es erstklassig, diesen schwierigen Charakter mit schrulligem Charme und emotionaler Vielschichtigkeit zum Leben zu erwecken. Auch wenn Pat nicht immer besonderes Feingefühl seinen Mitmenschen und besonders Tiffany gegenüber an den Tag legt und sich vehement weigert, der Realität ins Auge zu sehen, bleibt sein Charakter Dank Coopers einnehmendem Spiel immer sympathisch, was für das Gelingen des Films von enormer Wichtigkeit ist.

Jennifer Lawrence steht mit ihrem Spiel der guten Leistung von Bradley Cooper in Nichts nach. Sie schafft es perfekt, glaubhaft nachzuzeichnen, dass sich Tiffany nach außen hin zynisch, stark und emotional abgeklärt gibt, in Wirklichkeit aber extrem verletzlich und von enormer Traurigkeit und Sehnsucht erfüllt ist. Mit dieser mitreißenden Darstellung beweist Lawrence, dass sie eine äußerst vielseitige und wirklich gute Schauspielerin ist, die fast nebenbei auch noch eine gehörige Portion Sexappeal ausstrahlt.

Neben diesem tollen Duo gehen die übrigen Darsteller freilich ein wenig unter. Ob ein wunderbar schrulliger Robert de Niro, der als Pats extrem abergläubiger Vater begeistert, oder Chris Tucker als Pats Kumpel aus der Psychiatrie, der keine Gelegenheit auslässt, um aus der Anstalt zu türmen, fast alle Nebendarsteller liefern ganz großartige Leistungen ab. Doch gegen die beiden Hauptdarsteller und die prickelnde Chemie, die zwischen ihnen herrscht, können sie einfach nicht ankommen. Das mag etwas negativ klingen, ist am Ende aber der Geschichte und auch der Inszenierung absolut angemessen.

"Silver Linings" gelingt das Kunststück, an sich schwere Themen wie den Tod eines geliebten Menschen, Depressionen oder Ehebruch mit einer ansteckenden Leichtfüßigkeit zu behandeln, ohne dabei auf eine gewisse dramaturgische Tiefe zu verzichten. David O. Russell hat eine komische, bittersüße und berührende Komödie geschaffen, die am Ende zeigt, dass es auch in düstersten Zeiten immer einen Hoffnungsschimmer gibt. Zweifelsohne die schönste unromantische Romanze seit "(500) Days of Summer" und schon jetzt eines der Highlights des jungen Kinojahres 2013. Absolut sehenswert!!!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Silver Linings (USA 2012)"
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