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Juni 2019
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Sinister

Sinister

USA 2012 - mit Ethan Hawke, Juliet Rylance, James Ransone, Fred Dalton Thompson, Vincent D`Onofrio u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Sinister
Genre:Horror, Thriller
Regie:Scott Derrickson
Kinostart:22.11.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 113 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.sinister-derfilm.de
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Der Schriftsteller Ellison Oswalt (Ethan Hawke) hat sich darauf spezialisiert, Bücher über wahre Verbrechen zu schreiben. Doch sein letzter Erfolg liegt schon Jahre zurück. Seitdem ist er verzweifelt auf der Suche nach dem richtigen Stoff für einen neuen Bestseller. In einer Kleinstadt in Pennsylvania scheint er das perfekte Verbrechen gefunden zu haben: ein bis heute unaufgeklärtes Massaker an einer Familie und das mysteriöse Verschwinden ihrer Tochter. Ohne seiner Frau davon zu erzählen, mietet Ellison das Haus der Ermordeten und zieht dort mit seiner Familie ein. Doch noch bevor die ersten Kisten ausgepackt sind, treten die ersten Probleme auf: der örtliche Sheriff hält Ellisons Nachforschungen in dem Haus für geschmacklos, Ellisons Frau Tracy (Juliet Rylance) ist von den ständigen Umzügen genervt und eröffnet ihm, dass dies seine letzte Chance ist und auch seine Kinder Trevor (Michael Hall D´Addario) und Ashley (Clare Foley) können sich mit dem neuen Zuhause nur schwer anfreunden. Doch all das ist harmlos gemessen an dem Alptraum, der für den Schriftsteller und seine Familie beginnt, als Ellison auf dem Dachboden eine Kiste mit alten Super 8-Filmen findet. Denn das, was auf diesen Filmen zu sehen ist, bringt Ellison schnell an den Rand des Wahnsinns. Doch mit einem neuen Bestseller in greifbarer Nähe kann er einfach nicht aufhören, tiefer in die grausame Geschichte einzutauchen…

Schon mit seinem Spielfilmdebüt "Der Exorzismus der Emily Rose" hat Regisseur Scott Derrickson sein Talent für effektives Gruselkino unter Beweis gestellt. Nachdem sein Talent bei dem Science-Fiction Remake von "Der Tag, an dem die Erde stillstand" mehr oder weniger vergeudet wurde, wendet er sich nun mit "Sinister" wieder dem Horrorgenre zu. Sein neuestes Werk zeichnet sich zwar nicht durch besondere Originalität und große Schauspielkunst aus. Zudem bedient sich Derrickson einiger gängiger Genre-Klischees, über die man sich als normal denkender Mensch immer wieder nur wundern kann. Warum etwa nutzt Jemand, der davon überzeugt ist, dass Jemand oder Etwas in seinem haus ist, nicht einfach mal den Lichtschalter, um besser sehen zu können, sondern schleicht stattdessen voller Furcht durch die düsteren Zimmer?

Doch trotz der Klischees und des nicht immer logischen Verhaltens der Darsteller ist "Sinister" ein guter und vor allem wirklich gruseliger Horrorfilm geworden, der besonders wirkungsvoll ist, so lange Derrickson auf den Einsatz von am Computer generierten Effekten verzichtet. Die Videos, die Ellison in der Kiste auf seinem Dachboden findet, sind wirklich verstörend und die gezielt eingesetzten Schockeffekte verfehlen nur selten ihre Wirkung. Erst gegen Ende, wenn gezeigt wird, wer für das unheimliche Treiben verantwortlich ist, verliert der Film viel von seiner Effektivität. Hier wird wieder einmal deutlich, dass knarrende Türen oder einfache Schatten und ein gutes Sounddesign sehr viel gruseliger sein können, als Geister aus dem Computer.

Dass am Ende kein fahler Beigeschmack bleibt, ist dem guten und auf seine Art schonungslos konsequenten Finale geschuldet. Die Art und Weise, auf die Derrickson, der sich selbst auch für das Drehbuch verantwortlich zeigt, die Geschichte enden lässt, versöhnt für einige der Schwachpunkte und dürfte so manchem Genrefan ein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht zaubern. "Sinister" kann am Ende mit einer guten Mischung aus klassischem Grusel und blutigem Horror, mit einer stimmigen Atmosphäre, einem guten Hauptdarsteller und seinem wirkungsvollen Ende überzeugen. Kein Genre-Meisterwerk, aber auf jeden Fall überdurchschnittlich gute Gruselkost. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Sinister (USA 2012)"
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