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Sommer der Gaukler

Sommer der Gaukler

Deutschland 2011 - mit Max von Thun, Lisa Maria Potthoff, Nicholas Ofczarek, Anna Maria Sturm, Michael Kranz ...

Filminfo

Genre:Komödie, Drama
Regie:Marcus H. Rosenmüller
Kinostart:22.12.2011
Produktionsland:Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 109 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.sommerdergaukler-derfilm.de
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Marcus H. Rosenmüller gehört zweifelsohne zu den fleißigsten Filmemachern Deutschlands. Nachdem er uns erst kürzlich den "Sommer in Orange" gezeigt hat, entführt er uns nun in den "Sommer der Gaukler", einer auf historischen Ereignissen basierenden Mischung aus Komödie, Volksstück, barockem Theaterdrama und Musical.

Im Sommer 1780 bleibt die Theatergruppe um Emanuel Schikaneder (Max von Thun) in einem kleinen Bergdorf nahe der österreichischen Grenze hängen. Obwohl es Schikaneder an Geld, der richtigen Idee für ein neues Stück und einer Spielerlaubnis für Salzburg fehlt, hält er den schönen Schein stets aufrecht und lebt mit seiner Gefolgschaft weit über seine Verhältnisse, was seine Frau Eleonore (Lias Maria Potthoff) mit Sorge verfolgt. Eine Auseinandersetzung zwischen den ortsansässigen Bergleuten und dem geizigen Bergwerksbesitzer Paccoli (Erwin Steinhauer), in deren Verlauf der einfache Arbeiter Georg Vester (Maxi Schafroth) unfreiwillig zum Anführer des Widerstands erhoben wird, und die heimliche Liebe zwischen Vester und Paccolis Tochter Babette (Anna Maria Sturm) liefern Schikaneder genügend Inspiration für ein neues Stück. Doch als sich die Ereignisse überschlagen und sich nicht nur bei den Bergarbeitern, sondern auch bei Emanuels Truppe eine Rebellion entfacht, muss der Ensembledirektor zu einer neuen List greifen. Eine kurzfristig angesetzte Freilichtaufführung soll die Wogen wieder glätten, zumal angeblich niemand Geringeres als Wolfgang Amadeus Mozart als Ehrengast erscheinen wird. Doch ob sich die Turbulenzen damit wirklich legen, scheint zweifelhaft...

Auch wenn Rosenmüller seiner bayerischen Heimat in seinen Filmen stets treu bleibt, so kann ihm Einseitigkeit nicht wirklich vorgeworfen werden. In den mittlerweile acht Filmen, die er seit seinem Überraschungserfolg "Wer früher stirbt, ist länger tot" in die Kinos gebracht hat, hat der Filmemacher eine ungeheure Vielseitigkeit an den Tag gelegt, die sich auch in "Sommer der Gaukler" fortsetzt. Mit mal trockenem, mal etwas derberen Humor, einem bewusst etwas überzogenem Spiel, das gerade Hauptdarsteller Max von Thun an den Tag legt, mit einigen sehr überraschenden und etwas schräg anmutenden Musical-Einlagen und einer stimmigen Barock-Ausstattung lässt sich die Geschichte um den legendären Schauspieler, Theaterregisseur, Dichter und Sänger Emanuel Schikaneder kaum mit einem anderen Film aus dem bisherigen Schaffen Rosenmüllers vergleichen.

Gekonnt vermischt er dabei Fakt und Fiktion zu einem Film, der mit guten Darstellern und einigen sehr netten Ideen gefallen kann. Doch es gibt ein Manko, das den an sich recht positiven Gesamteindruck schmälert. Denn irgendwie wirkt "Sommer der Gaukler" mit seinen verschiedenen Handlungsebenen und dem facettenreichen Inszenierungsstil einerseits ein wenig unentschlossen, andererseits aber auch arg überladen. Während einige Szenen richtig gut funktionieren und großen Schau- und Unterhaltungswert bieten, kommen andere Momente zu überdreht und etwas bemüht daher, was die Nerven der Zuschauer mitunter auf eine harte Probe stellen könnte.

Was "Sommer der Gaukler" sehenswert macht, ist zum Einen die künstlerische Vielseitigkeit, die der Regisseur hier an den Tag legt, aber auch die Spielfreude des stimmig ausgewählten Darstellerensembles und die in schönen Bildern eingefangene Berglandschaft. Dennoch ist das ambitionierte Werk längst nicht so massenkompatibel, wie zuletzt "Sommer in Orange", und wird wohl eher ein kleines Nischenpublikum ansprechen. Doch wer historisches Kino der etwas schrägeren Art schätzt, dem könnte der "Sommer der Gaukler" zwei vergnügliche Kinostunden bescheren. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Sommer der Gaukler (Deutschland 2011)"
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