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Sommer in Orange – Blu-Ray

Sommer in Orange – Blu-Ray

Deutschland 2011 - mit Petra Schmidt-Schaller, Amber Bongard, Béla Baumann, Oliver Korittke, Brigitte Hobmeier ...

Filminfo

Genre:Komödie
Regie:Marcus H. Rosenmüller
Verkaufsstart:20.01.2012
Produktionsland:Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 109 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (5.1 DTS-HD Master Audio)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1) HD 1080p
Extras:Audiokommentar, Trailer, Hörfilmfassung für Blinde, Making of, entfallene Szenen, Outtakes, Featurettes, Dokumentation, Kurzfilm
Regionalcode:B
Label:Majestic Film / 20th Century Fox Home Entertainment
Webseite:www.sommerinorange.de
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Amazon Link : Sommer in Orange – Blu-Ray

Film: Mit Filmen wie "Wer früher stirbt, ist länger tot" hat sich Regisseur Marcus H. Rosenmüller als Meister des modernen Heimatfilms etabliert. Auch "Sommer in Orange" spielt erneut in der bayerischen Provinz. Doch während Filme wie "Räuber Kneissel" oder "Die Perlmutterfarbe" es im Rest von Deutschland eher schwer hatten, dürfte "Sommer in Orange" auch jenseits des Weißwurst-Äquators bestens funktionieren. Denn der Film ist in erster Linie eines: verdammt komisch und äußerst liebenswert inszeniert. 

Wir schreiben das Jahr 1980. Die leidenschaftliche Bhagwan-Anhängerin Amrita (Petra Schmidt-Schaller) zieht mit ihren Kindern Lili (Amber Bongard) und Fabian (Béla Baumann) gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten aus einer Kommune in Berlin ins malerische Dorf Talbichl in der tiefsten bayerischen Provinz. Mit ihren Ritualen und ihrer Freizügigkeit machen sich die Sannyasins in dem erzkonservativen Dorf wenig Freunde. Besonders dem Bürgermeister (Heinz-Josef Braun) sind die Neuankömmlinge ein Dorn im Auge. Schlimm genug, dass sie mit ihrer Urschrei-Therapie den sonntäglichen Gottesdienst stören oder halbnackt im Garten Mantras singen. Doch als die "Erleuchteten" auch noch beschließen, ein Therapiezentrum in dem kleinen Dorf aufzubauen und damit noch mehr Ihresgleichen anzulocken, ist es mit dem Frieden endgültig dahin. Und Lili und Fabian haben darunter besonders zu leiden... 

Mit "Sommer in Orange" hat Marcus H. Rosenmüller eine Culture-Clash Komödie der ganz besonderen Art inszeniert. Rosenmüller versteht es perfekt, Charaktere zu schaffen, die trotz – oder gerade aufgrund – ihrer Verschrobenheit immer noch liebenswert sind. Zwar gibt er einige arg engstirnige Denkweisen und Einstellungen der Lächerlichkeit preis. Seine Figuren aber werden nie zu albernen Karikaturen, was dem Niveau des Humors sehr gut tut. Sicherlich, einige Klischees, mit denen hier gespielt wird, sind schon etwas abgenutzt und funktionieren daher auch nicht mehr ganz so gut. Doch unterm Strich funktioniert das Aufeinanderprallen von Bhagwan und Blasmusik hervorragend als Ausgangspunkt für einige sehr amüsante Momente. 

Neben den gut besetzten Erwachsenen ist es Rosenmüller auch hier wieder gelungen, sehr gute Kinderdarsteller zu finden, die nicht übertrieben cool, sondern einfach sympathisch und natürlich agieren. Wenn Lili gegen die viel zu antiautoritäre Erziehung ihrer Mutter protestiert und sich damit bewusst gegen die Kommune stellt, dann hat das nicht nur sehr witzige Folgen, sondern ist auch Dank der Darstellung von Amber Bongard absolut nachvollziehbar. 

Auch wenn "Sommer in Orange" nicht ganz den Witz und die Originalität von "Wer früher stirbt, ist länger tot" erreicht, so ist Marcus H. Rosenmüller auch hier wieder eine bissige und wunderbar verschrobene Komödie gelungen, die durch die vielen guten Lacher mit Sicherheit auch eine ganz spezielle Art der Erleuchtung bietet. Und genau das macht diesen Film dann auch: durchaus sehenswert! 

Bild + Ton: Da zum Test nur ein Pressemuster vorlag, kann über die finale Bild- und Tonqualität an dieser Stelle keine Wertung abgegeben werden. Doch das Bild mit seinen warmen Farben und der guten Gesamtschärfe, und auch der Ton mit der gut abgewogenen Mischung aus Dialogen und Musik mit einigen guten Soundeffekten und atmosphärischen Umgebungsgeräuschen, konnte schon auf der Presse-DVD überzeugen, weshalb gerade bei der Blu-Ray von einer sehr guten technischen Umsetzung ausgegangen werden kann. 

Extras: Die DVD hat neben Trailern zum Film noch einen kurzweiligen und informativen Audiokommentar von Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Drehbuchautorin Ursula Gruber zu bieten. Die Blu-Ray dagegen hat noch weitere sehenswerte Extras im Angebot. Los geht es mit einem Making of (ca. 16 Min.), das in seiner Kürze einen netten Einblick in die Entstehung des Films offeriert. Weiter geht es mit sechs entfallenen Szenen, die optional mit einem Regiekommentar angesehen werden können. Rosenmüller erklärt darin, warum die Szenen, bei denen sich auch noch der ein oder andere schöne Moment versteckt, letztendlich der Schere zum Opfer gefallen sind. Ein paar Outtakes (ca. 2.30 Min.), ein Blick auf die visuellen Effekte im Film (ca. 1:30 Min.), sowie drei Werbe-Featurettes (Am Set mit Rosi, Wer ist eigentlich spießig und Hinter den Kulissen) mit einer Gesamtlaufzeit von etwa 11 Minuten runden die Extras zum Film ab. 

Wirklich sehenswert ist aber erst die 43minütige Dokumentation "Der Sound der Heimat" über die Zusammenarbeit zwischen Marcus H. Rosenmüller und seinem Stammkomponisten Gerd Baumann. Die Dokumentation offeriert nicht nur einen Einblick in die Arbeit der Beiden, sondern liefert auch einen guten Überblick über das bisherige, sehr produktive Schaffen des Regisseurs. Seine Anfänge können auf der Blu-Ray auch bewundert werden. Denn auch der Kurzfilm "Kümmel und Korn", den Rosenmüller im Jahr 1999 an vier Tagen im niederbayerischen Prölling für die Filmhochschule München gedreht hat, ist auf der Disc enthalten. Ein wirklich "zünftiges" Angebot, das die Anschaffung der Blu-Ray absolut rechtfertigt! 

Fazit: "Sommer in Orange" ist eine Culture-Clash Komödie der besonders spaßigen Art, die einmal mehr das Talent von Regisseur Marcus H. Rosenmüller für die liebenswerte Umsetzung skurriler Stoffe zeigt. Während die DVD in Sachen Extras eher spärlich ausgestattet ist, hat die Blu-Ray sehr sehenswertes Material, darunter eine Dokumentation über Rosenmüller und seinen Stamm-Komponisten, sowie einen frühen Kurzfilm des Regisseurs zu bieten. Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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