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Sons of Norway

Sons of Norway

Norwegen/Schweden/Dänemark/Frankreich 2011 - mit Asmund Hoeg, Sven Nordin, Sonja Richter, Tony Veitsle Skarpsno, Camilla Friisk ...

Filminfo

Originaltitel:Sonner av Norge
Genre:Tragikomödie, Drama, Komödie
Regie:Jens Lien
Kinostart:05.07.2012
Produktionsland:Norwegen/Schweden/Dänemark/Frankreich 2011
Laufzeit:ca. 87 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.sons-of-norway.de/
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Norwegen, Ende der 1970er Jahre: der junge Nikolaj (Asmund Hoeg) wächst recht unbeschwert in einer unkonventionellen Hippie-Familie auf, in der Vater Magnus (Sven Nordin) den Weihnachtsbaum gerne schon mal mit Bananen schmückt. Doch die in ihrer Verschrobenheit heile Familie wird jäh zerstört, als Mutter Lone (Sonja Richter) bei einem Unfall ums Leben kommt. Während Nikolajs jüngerer Bruder bei Verwandten unterkommt, muss er mit seinem von einer tiefen Depression erschütterten Vater zurück bleiben. Immer mehr flüchtet sich Nikolaj in die Welt des Punk, rebelliert und randaliert, ohne von seinem Vater in die Schranken gewiesen zu werden. Alle Versuche, Magnus zu provozieren, schlagen fehl. Doch selbst, als sein Vater aus seiner Trauerstarre erwacht zu sein scheint, gelingt es Magnus nicht zu sehen, dass sein Sohn einen echten Vater bräuchte, um nicht noch tiefer in das Loch aus Drogen und Gewalt zu fallen, an dessen Rand er gerade gefährlich nahe balanciert…

"Sons of Norway" beginnt mit wunderbar skurrilem Humor, der auf eine unkonventionelle Komödie mit zum Teil sehr bissig-bösem Witz hoffen lässt. Es gibt im Verlauf der Geschichte immer wieder Momente, in denen diese Hoffnung dann auch bestätigt wird. Doch insgesamt hinterlässt die Tragikomödie von Jens Lien einen eher enttäuschenden Eindruck. Das liegt sicherlich nicht an der sehr guten Ausstattung oder den guten Darstellern. Gerade Sven Nordin, bekannt aus der Kultkomödie "Elling", liefert als sehr unkonventioneller Vater am Rande des Wahnsinns eine sehr gute Leistung ab.

Was dem Film dagegen schadet, ist die irgendwie unentschlossen wirkende Inszenierung. Jens Lien hat den autobiografischen Roman "Theory and Practice" von Nikolaj Frobenius, der auch die Drehbuchadaption übernommen hat, als etwas unausgegorene Mischung aus Komödie und Drama umgesetzt. In den skurril-humorvollen Momenten gelingt das Ganze sehr gut. Besonders Szenen wie der Sommerurlaub im Nudistencamp oder die Konfrontation zwischen Magnus und dem Schuldirektor seines Sohnes sind wirklich ganz wunderbar. Doch darum herum sind zu viele Momente versammelt, die irgendwie unpassend oder gar belanglos wirken. Man fragt sich als Zuschauer dann schon mal, was die Geschichte eigentlich aussagen möchte oder wen der Film ansprechen will. Dass die Figuren dabei auch nur bedingt sympathisch wirken, verstärkt diesen unausgeglichenen Eindruck zusätzlich.

Ob "Sons of Norway" als Hommage an den Punk funktioniert, kann ich nicht beurteilen, da ich mich nie wirklich mit dieser Musikrichtung auseinandergesetzt habe. Zumindest werden sich Fans der Sex Pistols über einen kleinen Gastauftritt von Johnny Rotten freuen können. Doch selbst, wenn das Lebensgefühl der 70er Generation und ihre Rebellion gegen die antiautoritären Hippie-Eltern gut eingefangen sind, so fehlt es der Geschichte dennoch an einem wirklich einnehmenden Aufbau, der die handvoll wirklich guter Szenen zu einem stimmigen Ganzen verbindet.

Wer nordische Unterhaltung der etwas schrägeren Art mag, der wird hier in einigen Momenten sicherlich sehr gut unterhalten. Dennoch kann eine Empfehlung nur bedingt ausgesprochen werden, da es schwer fällt, sich von der Geschichte oder ihren Charaktere wirklich fesseln zu lassen. Ein streckenweise netter, aber insgesamt eben recht belangloser Film und daher nur: bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Sons of Norway (Norwegen/Schweden/Dänemark/Frankreich 2011)"
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