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Southpaw – DVD

Southpaw – DVD

USA 2015 - mit Jake Gyllenhaal, Forest Whitaker, Naomie Harris, Rachel McAdams, Curtis Jackson ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung - Film:
Ausstattung:

Filminfo

Originaltitel:Southpaw
Genre:Drama
Regie:Antoine Fuqua
Verkaufsstart:08.01.2016
Produktionsland:USA 2015
Laufzeit:ca. 120 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Englisch
Bildformat:16:9 (2.40:1)
Extras:Geschnittene Szenen, Making of, Featurettes, Interviews, Trailer, Fotogalerie, Programmtipps
Regionalcode:2
Label:TOBIS FILM im Vertrieb der WVG Medien GmbH
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Amazon Link : Southpaw – DVD

Film: Billy Hope (Jake Gyllenhaal) hat sich im wahrsten Sinne des Wortes von der Straße an die Spitze geboxt. Früher hat es das Leben nie gut mit ihm gemeint. Doch mit seiner Frau Maureen (Rachel McAdams) an seiner Seite hat er es geschafft, bis zum Weltmeister im Halbschwergewicht emporzusteigen. Es war ein harter weg, der Billy nicht nur körperlich schwer zugesetzt hat. Jetzt hat er viel Geld und eine glückliche kleine Familie. Für Maureen der perfekte Zeitpunkt, um ihren Billy dazu zu bewegen, die Boxhandschuhe an den Nagel zu hängen. Schließlich will sie sich nicht ständig Sorgen um ihn machen und möchte auch nicht, dass ihre kleine Tochter Leila (Oona Laurence) mit ansehen muss, wie ihr Vater von seinen Gegnern übel zugerichtet wird. Die Weichen für eine glückliche, ruhige Zukunft sind gestellt: Doch dann bringt ein tragischer Zwischenfall alles zerstört und Billy wieder zu Boden wirft. Und dieses Mal muss er seinen bislang schwersten Gegner bekämpfen, wenn er es wieder nach Oben schaffen will: sich selbst…

Nach dem großen Erfolg des Action-Thrillers "The Equalizer" versucht sich Regisseur Antoine Fuqua mit "Southpaw" wieder einmal an einem dramatischen Stoff. Dabei ist Subtilität nicht gerade die Stärke seiner Inszenierung. Die Dramaturgie ist angefüllt von allen denkbaren Klischees von Sportler- und insbesondere Boxer-Filmen und die Charaktere wie der geldgierige Manager oder der eiskalte Rivale sind recht eindimensional gezeichnet. Auch das an sich sehr intensive Spiel von Jake Gyllenhaal ist stellenweise etwas zu übertrieben, um noch authentisch zu wirken. Auf der anderen Seite sind die Boxerszenen großartig umgesetzt und wirken auf fast schon schmerzhafte Art real. Und die Geschichte, so formelhaft sie auch gezeichnet ist, ist gerade in der zweiten Hälfte absolut mitreißend und packend umgesetzt.

Das liegt nicht nur an der visuellen Umsetzung, sondern auch an dem großartigen Zusammenspiel von Jake Gyllenhaal und einem wirklich wunderbaren Forest Whitaker. Die Beiden schaffen es perfekt, die vorhersehbare Dramaturgie aufregend zu gestalten und die mitunter sehr flachen Dialoge mit einer gewissen Bedeutsamkeit zu erfüllen. Auch wenn man die Geschichte, die hier erzählt wird, in sehr ähnlicher Form schon mehrfach erzählt bekommen hat, schaffen es die Darsteller und Fuquas atmosphärische Inszenierung, die sehr konventionelle Dramaturgie mitreißend und spannend werden zu lassen. Und selbst das Finale, das nun wirklich jedem erdenkbaren Klischee entspricht, ist trotzdem extrem bewegend. So etwas zu schaffen ist schon eine kleine Meisterleistung und zeugt vom großen Talent des Regisseurs und seiner Schauspieler.

Dabei muss auch der körperlichen Verwandlung, die Jake Gyllenhaal für diesen Film vollzogen hat, Tribut gezollt werden. Er sieht tatsächlich aus wie ein Boxer, der sich aus der Gosse nach oben gekämpft hat. Muskelbepackt und mit einem gewissen Mut zur Hässlichkeit verpasst er seiner Figur so die Glaubwürdigkeit, die durch sein mitunter etwas zu heftigem "Over-Acting" unterlaufen wird. Ein guter Ausgleich, von dem der Film ebenfalls profitieren kann. Lob gebührt auch Rachel McAdams, die in der kurzen Zeit, die sie in dem Film zu sehen ist, eine wirklich interessante und starke Figur entwickeln kann. Wirkt Maureen zu Beginn wie das typische hübsche Beiwerk an der Seite des Helden, wird bald klar, dass sie diejenige ist, die Billys Leben sowohl in beruflicher wie auch in privater Hinsicht zusammenhält und dass sie dafür mindestens genauso viel Kraft aufbringen muss, wie ihr Mann im Boxring.

"Southpaw" ist kein perfekter Film. Für das, was er sein will, ist er aber wirklich ganz großartiges und mitreißendes Kino, das gut unterhält und in einigen Momenten auch wirklich unter die Haut geht. Wer keine revolutionär neue Geschichte erwartet und über einige kleine Schwächen hinwegsehen kann, der wird hier mit einem erstklassigen Boxer-Drama belohnt, das schon alleine aufgrund der sehr real wirkenden Kampfszenen jeden Cent des Eintrittsgelds wert ist. Absolut sehenswert!

Bild + Ton: Das Bild der DVD besticht durch eine hohe Bildschärfe, die auch viele kleinere Details sehr gut zur Geltung kommen lässt. Die Farbgebung ist sehr atmosphärisch, Verschmutzungen oder andere sichtbare Schwächen sind nicht erkennbar. Der Sound zeigt gerade in den Kampfsequenzen seine Stärken. Neben den gut verständlich abgemischten Dialogen sorgen dabei der treibende Soundtrack und die Soundeffekte beim intensiven Schlagabtausch im Ring immer wieder für kraftvolle Bewegung im Surround-Bereich. Gut!

Extras: Die DVD hat eine recht umfangreiche Mischung aus englisch- und deutschsprachigen Extras zu bieten. Los geht es mit knapp 20 Minuten an geschnittenen Szenen, unter denen auch einige wirklich sehenswerte Momente zu finden sind. Anschließend gibt es einige deutschsprachige Extras: Ein handelsübliches Making of (ca. 10:02 Min.), sowie Featurettes über Jake Gyllenhaal (ca. 3:51 Min.), sein Training für den Film (ca. 1:41 Min.), über Rachel McAdams (ca. 3:48 Min.), sowie über Marius Clarén, die deutsche Synchronstimme von Jake Gyllenhaal (ca. 3:40 Min.). Es ist schön, dass hier auch mal die Arbeit der Synchronsprecher gewürdigt wird.

Neben diesen deutschsprachigen Extras gibt es noch weitere englischsprachige Features, die allerdings ohne Untertitel angeboten werden. Neben dem Trailer sind dies Interviews mit Jake Gyllenhaal (ca. 6:16 Min.) und Rachel McAdams (ca. 6:01 Min.). Käufer der Blu-ray bekommen zusätzlich noch drei weitere Interviews und B-Roll Aufnahmen.

Eine Fotogalerie und eine Trailershow runden das insgesamt recht umfangreiche Zusatzangebot der DVD ab.

Fazit: "Southpaw" mag zwar in erster Linie aus Klischees und einer recht vorhersehbaren Dramaturgie bestehen. Doch die ist extrem mitreißend umgesetzt und gerade von Jake Gyllenhaal derart intensiv gespielt, dass man als Zuschauer nicht nur gefesselt, sondern auch bestens unterhalten wird. Die DVD präsentiert das Boxer-Drama in guter Bild- und Tonqualität und hat zudem noch einige sehenswerte Extras zu bieten. Dafür gibt es ein ganz klares: Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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