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Spotlight

Spotlight

USA 2015 - mit Mark Ruffalo, Michael Keaton, Rachel McAdams, Liev Schreiber, Stanley Tucci u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Spotlight
Genre:Drama
Regie:Tom McCarthy
Kinostart:25.02.2016
Produktionsland:USA 2015
Laufzeit:ca. 129 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.facebook.com/Paramount.Pictures.
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Boston im Jahr 2001: Walter "Robby" Robinson (Michael Keaton), Leiter des Investigativ-Teams des Boston Globe, bekommt von seinem neuen Chef Marty Baron (Liev Schreiber) den Auftrag, dass sein "Spotlight"-Team angebliche Fälle von Kindesmissbrauch innerhalb der katholischen Kirche untersuchen soll. Es ist ein Problem, von dem eigentlich Jeder weiß, dass es existiert, vor dem aber bislang Alle die Augen verschlossen haben. Als die Journalisten mit ihren Recherchen beginnen, offenbart sich ihnen schnell eine unerwartet grausame Wahrheit. Denn der Skandal nimmt immer größere Dimensionen an, als bislang erwartet und reicht nicht nur bis in die höchsten Kreise der Kirche. Auch Politik und Justiz sind darin verstrickt. Und so bekommt es das Team mit einem enorm mächtigen Gegner zu tun, der alles daran setzt, um zu verhindern, dass dieser Skandal publik gemacht wird…

"Die Unbestechlichen" haben einen würdigen Nachfolger gefunden und der heißt "Spotlight". Der 1976er Klassiker von Alan J. Pakula mit Dustin Hoffmann und Robert Redford in den Hauptrollen gilt als Mutter aller Journalismus-Thriller, an dessen Qualität sich ähnliche Werke auch heute noch messen lassen müssen. Wenige Filme dieses Genres haben es geschafft, wirklich in einer Liga mit dem Watergate-Thriller zu spielen. Doch der auf wahren Ereignissen beruhende Blick in die Redaktionsräume des Boston Global kommt verdammt nah heran. Das hat mehrere Gründe. Da ist zum einen natürlich das großartige Darsteller-Ensemble, dem man einfach unglaublich gerne zusieht. Alleine die Szenen zwischen Mark Ruffalo und Stanley Tucci sind pures Gold. Aber auch Michael Keaton, Rachel McAdams, Liev Schreiber oder John Slattery liefern hier wirklich Erstklassiges ab. Dabei spielen sich die Darsteller mit perfektem Timing die Bälle zu, wobei keiner versucht, sich besonders in den Vordergrund zu spielen.

Dass dieses Zusammenspiel so gut funktioniert, ist auch der Regie von Tom McCarthy zu verdanken, der zudem auch das Drehbuch mitgeschrieben hat. Nachdem McCarthy mit seinem letzten Film "Cobbler – Der Schuhmacher" mit Adam Sandler von Kritikern verrissen wurde und an den amerikanischen Kinokassen übel baden ging, kann er sich mit diesem hervorragenden Werk wieder rehabilitieren. Denn "Spotlight" offenbart gerade in Sachen Regie und Drehbuch einige ganz große Stärken. Die Geschichte, die der Film erzählt, ist an sich extrem düster. Sie macht wütend und traurig und konfrontiert das Publikum mit schrecklichen Wahrheiten. McCarthy ist es angesichts dieser sehr schwierigen Ausgangslage gelungen, zwei Dinge perfekt zu verhindern. Zum einen ist er nicht der Versuchung erlegen, den Film zu einer verallgemeinernden Anklage gegen die gesamte katholische Kirche werden zu lassen. In den wichtigen Punkten weiß er zu differenzieren und greift somit nicht den Glauben an sich an, sondern nur diejenigen, die ihn missbrauchen.

Zum anderen kann das Drehbuch der Schwere der Geschichte eine angenehm auflockernde Leichtigkeit entgegenhalten. Das heißt nicht, dass der Film die Thematik nicht angemessen behandeln würde, dass er unpassend humorvoll wäre oder gar seichte Unterhaltung bieten würde. Ganz im Gegenteil. Dennoch wird eben durch clevere Dialoge, die durchaus auch über einen gewissen Witz verfügen, verhindert, dass der Grundton des Films allzu deprimierend ausgefallen ist. Dadurch, dass so ein hoher Unterhaltungswert entsteht, wird die sehr schwere und wichtige Thematik einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Und genau das muss man einem Film wie "Spotlight" hoch anrechnen.

Wer intelligente Dramen über die Bedeutung von investigativem Journalismus schätzt, wer ein Faible für herausragendes Ensemble-Kino hat und sich auch gerne mit kontroversen Themen auseinandersetzt, der sollte sich dieses mehrfach ausgezeichnete Werk nicht entgehen lassen. Absolut sehenswert!!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Spotlight (USA 2015)"
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