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Dezember 2018
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Still the Water

Still the Water

Japan 2014 - mit Nijiro Murakami, Jun Yoshinaga, Miyuki Matsuda, Tetta Sugimoto u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Futatsumo No Mado
Genre:Drama
Regie:Naomi Kawase
Kinostart:30.07.2015
Produktionsland:Japan 2014
Laufzeit:ca. 121 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.filmkinotext.de
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Der junge Kaito (Nijiro Murakami) lebt seit der Trennung seiner Eltern mit seiner Mutter auf der Insel Amami-Oshima. Die meiste Zeit ist er alleine, da seine Mutter entweder arbeitet, oder aber ihre Zeit mit Liebhabern verbringt. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich Kaito auf der Insel unwohl fühlt. Er hat zudem Angst vor dem Meer, eine Angst, die nur bestätigt wird, als er eines Tages eine Leiche am Strand entdeckt. Von diesem grausamen Fund erzählt er Niemanden etwas, nicht einmal seiner Freundin Kyoko (Jun Yoshinaga), die im Gegensatz zu ihm das Meer liebt. Bei Kaito sucht Kyoko verzweifelt Halt, da ihre geliebte Mutter im Sterben liegt. Sie möchte ihre Angst vor dem Verlust in Liebe und Zärtlichkeiten ertränken. Doch Kaito ist nicht bereit, mit ihr zu schlafen. Und auch das hat etwas mit seiner Angst vor dem Meer und dem Toten am Strand zu tun…

"Still the Water" von Regisseurin Naomi Kawase ist ein Film, bei dem man als Kritiker das Gefühl hat, ihn unbedingt mögen zu müssen. Die Inszenierung ist angefüllt von einer faszinierenden Bildsprache und von überdeutlichem Symbolismus, begleitet von einem sich jeder Form von Mainstream entziehenden Erzähltempo. Die Geschichte erzählt von Liebe und Tod, vom Ende des Lebens und vom Aufkommen der ersten Sexualität. Das alles wird sehr atmosphärisch, aber eben auch arg sperrig erzählt – ganz so, wie es Festivaljurys und Feuilletons lieben. Aber wie steht es mit dem ganz normalen Kinobesucher? Wird auch der sich mit einem solchen Werk anfreunden können?

Keine Frage, "Still the Water" ist kein Film für die Multiplexe. Selbst in Programmkinos dürfte er nur ein kleines Nischenpublikum ansprechen. Man muss sich auf poetisches Kunstkino einlassen können, um all die Stärken des Films erkennen zu können. Da sich der Verleih dazu entschlossen hat, das Drama im japanischen Original zu belassen und lediglich deutsche Untertitel einzublenden, wird der Zuschauer hierzulande zusätzlich gefordert. Das sind alles Herausforderungen, denen man sich zu stellen bereit sein muss. Wer aber genau das sucht und eine Abwechslung zur üblichen Arthaus-Kost aus Europa sehen möchte, der kann sich dem Rausch der Bilder durchaus hingeben.

Denn wenn es gelingt, sich darauf einzulassen, steckt die Geschichte, die Kawase erzählt, voller Poesie, Schönheit und Emotionalität. Zugegeben, einige Szenen machen es mit ihrer Langsamkeit und ihrem überdeutlichen Ruf danach, vom Zuschauer gedeutet werden zu wollen, schwer, nicht als zäh oder sogar langweilig angesehen zu werden. Doch das Publikum, für das dieser Film in die Kinos gebracht wird, wird sich daran wohl kaum stören. Und genau für solche Programmkino-Liebhaber gilt dann auch: Durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Still the Water (Japan 2014)"
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