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Dezember 2018
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Storm Hunters

Storm Hunters

USA 2014 - mit Richard Armitage, Sarah Wayne Callies, Matt Walsh, Alycia Debnam-Carey u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Into the Storm
Genre:Action, Abenteuer
Regie:Steven Quale
Kinostart:21.08.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 89 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.StormHunters.de
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Das Team um die Sturmjäger Pete (Matt Walsh) und Allison (Sarah Wayne Callis) ist auf der Jagd nach dem perfekten Tornado. Mit modernster Technik wollen sie einmalige Aufnahmen aus dem Auge eines Wirbelsturms einfangen. Alle Prognosen lenken sie in Richtung der Stadt Silverton, wo sich der stellvertretende Schulleiter Gary (Richard Armitage) mit seinen beiden Söhnen gerade auf die große Abschlusszeremonie an der High School vorbereitet. Doch das Wetter macht der Feier schnell einen Strich durch die Rechnung, als ein erster Tornado auf Silverton trifft. Doch während die meisten glauben, dass damit das Schlimmste überstanden ist, sind sich die Sturmjäger sicher: das Schlimmste steht erst noch bevor. Und tatsächlich scheint sich ganz in der Nähe ein Tornado ungeahnten Ausmaßes zusammen zu brauen. Und ausgerechnet jetzt werden Garys Sohn Donnie (Max Deacon) und seine Mitschülerin Kaitlyn (Alycia Debnam-Carey) vermisst…

Vor nunmehr 18 Jahren stürmte der Tornado-Blockbuster "Twister" die internationalen Kinocharts. Obwohl immer wieder über eine Fortsetzung spekuliert wurde, blieb Jan de Bonts Katastrophenfilm bislang das einzige große Kinounwetter. Bis jetzt, denn nun schickt sich "Final Destination 5"-Regisseur Steven Quale mit "Storm Hunters" an, "Twister" in Sachen Tricktechnik gehörig in den Schatten zu stellen. Zwar gibt es bei Quale keine fliegenden Kühe, dafür vereinen sich hier gleich mehrere kleine Tornados zu einem gigantischen Supersturm, der das Kino regelrecht zum Erbeben bringt. Doch reichen grandiose Effekte auch aus, um aus "Storm Hunters" einen spannenden, rundum gelungenen Katastrophenfilm zu machen? In den ersten dreißig Minuten sieht es danach leider so gar nicht aus.

Denn bis hier zumindest im übertragenen Sinn die Kuh fliegt, werden erst einmal völlig unnötige Familiendramen etabliert, die sich im Angesicht des Tornados aber dann komplett in Luft auflösen. Da ist der alleinerziehende Vater, der nie Zeit für seine Söhne hat und von ihren pubertären Verhalten eigentlich nur genervt ist. Und auch die junge Mutter, die zwischen Kind und Karriere hin und hergerissen ist, darf ebenso wenig fehlen, wie die Vollpfosten, die mit ihren "Jackass"-Stunts für ein paar Lacher sorgen sollen. Sicherlich, auch "Twister" hatte in erster Linie stereotype Charaktere und eine äußerst vorhersehbare Dramaturgie zu bieten. Dennoch war es Jan de Bont sehr viel besser gelungen, die Charaktere irgendwie sympathisch und die Geschichte spannend zu machen, als das bei "Storm Hunters" der Fall ist.

Der Grund dafür könnte die Entscheidung der Macher sein, den Film in der beliebten "Found Footage"-Optik zu drehen. Der Zuschauer sieht das Geschehen aus Sicht von Videokameras, Überwachungsvideos, Nachrichtenbildern oder an Autos angebrachten Kameras. Das soll bewirken, dass man sich fühlt, als wäre man direkt in dem stürmischen Geschehen dabei, doch es tritt eigentlich genau das Gegenteil ein. Zumal zum Ende hin dieses Gimmick nicht mehr wirklich konsequent und glaubhaft durchgeführt wird. So sind im letzten Drittel immer wieder Aufnahmen zu sehen, die definitiv nicht von einer der Videokameras eingefangen werden konnten. Und dass eine handelsübliche Digitalkamera von alleine die Perspektive wechseln und am Ende sogar zur Unterwasserkamera mutieren kann, ohne kaputt zu gehen, ist auch nicht gerade plausibel. Einzig die Tatsache, dass es Vielen wichtiger ist, alles mit einer Kamera aufzuzeichnen, anstatt anderen zu helfen oder sich selbst in Sicherheit zu bringen, entspricht leider der Realität und könnte aufgrund der hier gezeigten Überspitzung sogar als satirischer Kommentar zur YouTube-Generation angesehen werden.

Abgesehen von der furchtbar flachen Dramaturgie, den entsprechend blassen Darstellern und der mitunter etwas nervigen Wackelkamera-Optik (die sich aber zum Glück in Grenzen hält) macht "Storm Hunters" durchaus Spaß. Als reiner Special-Effects-Unterhaltungsfilm funktioniert das Ganze sehr gut. Doch sobald nicht die Tornados, sondern die Menschen im Mittelpunkt des Geschehens stehen, ist der Film eher ein laues Lüftchen, als ein stürmisches Vergnügen. Wem ein paar Minuten großartiger Tornado-Action ausreichen, um über die Schwächen hinwegzufegen, dem kann dieser Film durchaus ans Herz gelegt werden. Wer aber auf mehr hofft, wird garantiert bitter enttäuscht werden. Mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Storm Hunters (USA 2014)"
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