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Dezember 2018
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Super-Hypochonder

Super-Hypochonder

Frankreich 2013 - mit Dany Boon, Kad Merad, Alice Pol, Jean-Yves Berteloot, Judith El Zein u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Supercondriaque
Genre:Komödie
Regie:Dany Boon
Kinostart:10.04.2014
Produktionsland:Frankreich 2013
Laufzeit:ca. 108 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.super-hypochonder.de/
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Romain Faubert (Dany Boon) ist ein Hypochonder der schlimmsten Sorte. Überall sieht er Gefahren für seine Gesundheit, jedes noch so kleine Zwicken ist ein Anzeichen für eine todbringende Krankheit und seine Mitmenschen sind lediglich Brutstätten für jede Menge bösartiger Bazillen. Sein Leid klagt der neurotische Romain mit schöner Regelmäßigkeit seinem Arzt Dr. Dimitri Zvenka (Kad Merad), der für ihn auch sein einziger echter Freund ist. Doch Dimitri ist gar nicht begeistert davon, dass Romain wieder und wieder auch sein Leben komplett auf den Kopf stellt. Als es mal wieder zu einer echten Katastrophe kommt und Dimitris Frau Norah (Judith El Zein) langsam die Geduld mit ihrem gutmütigen Mann verliert, heckt dieser einen vermeintlich genialen Plan aus: Romain soll endlich die große Liebe finden und dadurch die Angst vor dem Leben verlieren. Doch erste Datingversuche gehen natürlich gehörig schief. Kurz bevor Dimitri endgültig aufgeben will, greift er zu einer letzten, verzweifelten Maßnahme: eine Schocktherapie soll der letzte Versuch sein, dem Super-Hypochonder zu helfen. Und so nimmt ihn der Arzt mit zu einer Hilfsaktion – mit ungeahnten Folgen: Plötzlich wird Romain für den Revolutionsführer der kleinen Bananenrepublik Tscherkistan gehalten. Und das kann natürlich nur in einem handfesten Chaos enden…

Der große Erfolg von "Willkommen bei den Sch`tis" hat Hauptdarsteller und Regisseur Dany Boon mit Sicherheit viele Türen geöffnet. Er hat allerdings auch dazu geführt, dass alle nachfolgenden Arbeiten Boons zwangsläufig mit seinem Überraschungshit verglichen werden – ganz besonders dann, wenn er wieder zusammen mit seinem "Sch`ti" Co-Star Kad Merad die Hauptrolle spielt. Diesem sich aufdrängenden Vergleich kann "Super-Hypochonder" beim besten Willen nicht standhalten. Zwar hat auch diese Komödie einige sehr amüsante Momente und eine wunderbar absurde Ausgangsidee zu bieten. Doch verlässt sich Boon hier sehr viel stärker auf übertriebene Gesichtsmuskel-Gymnastik und albernen Klamauk, wodurch genau das verloren geht, was die "Sch`tis" so erfolgreich gemacht hat: der herzerwärmende Charme.

Zu behaupten, die "Sch`tis" wäre ein Paradebeispiel für subtilen, geistreichen Witz, ist zwar falsch. Doch war der Humor des Films auch in seinen von Klamauk dominierten Szenen stets charmant und die Figuren trotz ihrer Schrulligkeit absolut liebenswert. Und das ist beim "Super-Hypochonder" eben nicht der Fall. Denn der geht mit seinen Neurosen nicht nur Dimitri, sondern auch den Zuschauern schnell auf die Nerven. Und das übertriebene Grimassenschneiden von Dany Boon ist auch nur begrenzt lustig. Man könnte nun argumentieren, dass überzogenes Spiel der Mimik in der französischen Komödie eine gewisse Tradition hat. Man denke da nur an Louis de Funes. Das mag stimmen, aber Dany Boon ist bei allem Respekt für sein durchaus vorhandenes Talent einfach kein Louis de Funes. Und auch der konnte einen Film mit seinen Grimassen nicht retten, wenn der Rest nicht gestimmt hat.

Das soll jetzt nicht bedeuten, dass "Super-Hypochonder" ein völliger Reinfall wäre. Dafür gibt es einfach zu viele gelungene Einfälle und gute Lacher. Alleine die Tatsache, dass der Film nach etwa 45 Minuten eine ganz andere Richtung einschlägt, als man dies von der Ausgangssituation oder den Trailern her erwarten würde, muss der Komödie hoch angerechnet werden. Es ist nur schade, dass die vielen guten Ansätze zu oft in puren Klamauk und Albernheiten ausarten und dadurch viel von ihrem ursprünglich erkennbaren Reiz verlieren. Sicherlich sollte von einer turbulenten Verwechslungskomödie wie dieser keine vergeistigte Zurückhaltung erwartet werden. Doch auch eine turbulente Geschichte mit viel Slapstick muss nicht zwangsläufig alle Regler voll aufdrehen, um beim Publikum herzhafte Lacher zu generieren.

Wer einfach Lust auf französischen Klamauk hat, der kann hier eigentlich nichts falsch machen. Dany Boon und Kad Merad sind auch in schwächeren Momenten einfach ein unschlagbares Team, über das man immer wieder lachen kann. Und die Geschichte ist mitunter so wunderbar absurd, dass es einfach Spaß macht. Wer aber eine Charmoffensive im Stil der "Sch`tis" – mit denen der Film ja offensiv wirbt – erwartet und wem Boons Grimassen aus dem Trailer schon zu viel sind, der sollte sich vor dem Kinobesuch lieber krankschreiben lassen. Daher gilt: insgesamt nur mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Super-Hypochonder (Frankreich 2013)"
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