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Tage, die bleiben

Tage, die bleiben

Deutschland 2011 - mit Max Riemelt, Götz Schubert, Mathilde Bundschuh, Lena Stolze, Andreas Schmidt ...

Filminfo

Genre:Drama, Tragikomödie
Regie:Pia Strietmann
Kinostart:26.01.2012
Produktionsland:Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 105 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.tagediebleiben.de
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Schon lange war bei der Familie Dewenter die Welt nicht mehr in Ordnung. Während sich Mutter Andrea (Lena Stolze) als Autorin einen Namen machen konnte, stürzte sich Vater Christian (Götz Schubert) in eine Affäre mit der Cellistin Laura (Tessa Mittelstaedt). Sohn Lars (Max Riemelt) ist dem Elternhaus entflohen und versucht sich in Berlin nicht sonderlich erfolgreich als Schauspieler. Und Tochter Elaine (Mathilde Bundschuh) lebt ihre Pubertät gemeinsam mit ihrer besten Freundin Merle (Lucie Hollmann) in vollen Zügen aus. Ein harmonisches Miteinander ist in dieser Familie einfach nicht existent. Doch als Andrea bei einem Autounfall ums Leben kommt, sieht sich der Rest der Familie gezwungen, sich zusammen zu raufen und ihre eigenen Schwierigkeiten zurück zu stellen. Eine schwierige Aufgabe, die für Christian, Lars und Elaine kaum gemeistert werden kann...

Mit "Tage, die bleiben" versucht Regisseurin und Drehbuchautorin Pia Strietmann, ein sehr schwieriges Thema mit einer Mischung aus Tragik und absurder Komik anzugehen. Dabei war es ihr wichtig, einen Moment einzufangen, der in Filmen so gut wie nie behandelt wird: die Zeit zwischen dem Tod eines geliebten Menschen und der Beerdigung. All die Dinge, die in diesem kurzen Zeitraum erledigt werden wollen, die familiäre Dynamik, die dabei völlig neue Züge annimmt, die Trauerbewältigung, all das wird in der Regel dem Zuschauer vorenthalten.

Es ist Strietmann hoch anzurechnen, dass sie versucht hat, diese enorm bedrückende Situation, die jeder Mensch in seinem Leben miterlebt hat oder miterleben wird, mit einer gewissen Leichtigkeit zu versehen, die es dem Zuschauer auch mal erlaubt, in ein erleichterndes Lachen auszubrechen. Dabei bezieht sie den Humor aus der Absurdität des Alltags. Mit einem sehr authentischen Blick auf die Dinge wirkt die Inszenierung erfrischend ehrlich und der Witz nie bemüht oder unpassend.

Getragen von einem hervorragenden Schauspielensemble ist "Tage, die bleiben" ein wirklich beeindruckendes Spielfilmdebüt. Doch wirklich leichte Kost ist das Drama trotz der ihrer erdrückenden Schwermütigkeit beraubten Inszenierung nun wirklich nicht. Es gibt immer wieder Szenen, die etwas schwerfällig oder sogar sperrig daher kommen. Und auch die eher triste Bildsprache trägt nicht unbedingt dazu bei, das Gemüt der Zuschauer zu beflügeln. Doch einige wunderbare Momente, wie die abschließende Szene zwischen Christian und Lars, heben den Film dann wieder über gutes TV-Niveau und machen "Tage, die bleiben" zu einer echten Empfehlung für Alle, die anspruchsvolle deutsche Dramen zu schätzen wissen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Tage, die bleiben (Deutschland 2011)"
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