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November 2018
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Taste the Waste

Taste the Waste

Deutschland 2010

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:Valentin Thurn
Kinostart:08.09.2011
Produktionsland:Deutschland 2010
Laufzeit:ca. 91 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.taste-the-waste.de
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Es sind erschreckende Fakten: etwa die Hälfte aller Lebensmittel landen im Müll. Viele davon, noch bevor sie in den Handel kommen. Mit dem Brot, das jedes Jahr in Deutschland weggeworfen wird, könnte ganz Niedersachsen ernährt werden. Die deutschen Verbraucher werfen jedes Jahr Lebensmittel im Wert des Jahresumsatzes von Aldi weg. Es kommen Tomaten, die nicht eine ganz bestimmte Rotfärbung haben, oder Gurken, die aufgrund ihrer Krümmung nicht ordentlich ins Regal eingeräumt werden können, genauso wie zu kleine Kartoffeln gar nicht erst in die Läden. 

All das sind Umstände, die Valentin Thurn in seiner Dokumentation "Taste the Waste" näher zu beleuchten versucht. Gespräche mit Bauern, Psychologen, EU-Bürkoraten, Supermarkt-Direktoren oder Müllarbeitern liefern Unglaubliches zu Tage. Mit seiner mitunter recht deutlichen Bildsprache schockiert der Film, aber er macht auch Mut. Denn Thurn zeigt inmitten aller Horrormeldungen auch einen Hoffnungsschimmer, stellt Menschen vor, die den richtigen Weg gehen, um der Verschwendung, die in unserer Gesellschaft leider zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, entgegen zu wirken. 

Besonders interessant dabei ist, dass die Mittel und Wege gegen Verschwendung eigentlich einfach sind, dass Ihnen aber oftmals Bürokratie, Profitsucht, aber auch eine gewisse Gewohnheit und vor allem Bequemlichkeit der Konsumenten im Weg stehen. Es wird klar, dass gerade der einfache Konsument umdenken muss, dass der Einkauf an sich viel bewusster angegangen werden muss, um etwas zu bewirken. Wer glaubt, dass es für die hungernden Menschen auf diesem Planeten keinen Unterschied macht, ob man hier in Deutschland Lebensmittel wegwirft, der wird hier eines Besseren belehrt. Auch wer in den letzten Monaten lautstark gegen Atomkraft in den Kampf gezogen ist, sollte sich diesen Film ansehen. Denn gerade durch bewussteres Konsumieren von Lebensmittel kann auch der Energieverbrauch gesenkt und das Klima geschützt werden. Die Dokumentation macht deutlich, dass es nicht reicht, etwas mehr für Strom zu bezahlen, um etwas für den Schutz der Umwelt, unserer Gesellschaft und unsres Planeten zu tun. Es muss ein flächendeckendes Umdenken im Konsum stattfinden. Was sich nach unendlich viel Arbeit anhören mag, ist eigentlich ganz einfach, sofern der erste Schritt einmal getan ist.

Sicherlich kann dem Film, wie eigentlich den meisten Dokumentationen, an vielen Stellen vorgeworfen werden, dass er etwas einseitig und manipulativ ist. Doch da er nicht nur anklagt, sondern auch Lösungsvorschläge bietet, sollte man sich einen gewissen Grad an Manipulation durchaus gefallen lassen. "Taste the Waste" ist nicht nur ungeheuer interessant und aufschlussreich, die Dokumentation lehrt uns auch Eines: es sollte fortan nicht nur das Auge, sondern auch der Verstand mit essen. Denn erst dann könnte jeder Einzelne von uns etwas ändern. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Taste the Waste (Deutschland 2010)"
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