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The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

USA 2014 - mit Andrew Garfield, Emma Stone, Jamie Foxx, Dane DeHaan, Paul Giamatti, Sally Field u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
Genre:Action, Fantasy
Regie:Marc Webb
Kinostart:17.04.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 143 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.theamazingspiderman2.de
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Dass 2012 mit "The Amazing Spider-Man" gerade mal fünf Jahre nach dem Ende von Sam Raimis erfolgreicher Superhelden-Trilogie der nächste Reboot der "Spider-Man" Geschichte in die Kinos kam, stieß bei Fans und Kritikern nicht nur auf Gegenliebe. Zwar hat Marc Webb einen an sich guten Spidy-Film geschaffen. Doch auch wenn er versucht hat, der Story ein paar neue Seiten abzugewinnen, wirkte das Ganze doch zu vertraut, um wirklich begeistern zu können. Doch dem Erfolg des Films hat das kaum geschadet. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von knapp 750 Millionen Dollar war der Neustart zwar nicht ganz so erfolgreich, wie Raimis Filme. Dennoch war das Ganze ein guter Grundstein, auf dem nun ein starkes und erfolgreicheres Franchise aufgebaut werden soll. Und so ist es dann auch wenig überraschend, dass Teil 2 der "The Amazing Spider-Man"-Reihe nun offensichtlicher eigene Wege geht und alten wie neuen Fans ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer bieten kann – sofern die Erwartungshaltungen stimmen.

In "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro" kämpft Peter Paker (Andrew Garfield) noch immer mit den Erinnerungen an die Ereignisse aus dem ersten Film. Eigentlich könnte er es einfach nur genießen, als Superheld Gutes zu tun und von den Menschen bewundert zu werden. Und auch in seiner Beziehung zu Gwen (Emma Stone) läuft alles Bestens. Doch das Versprechen, das er ihrem sterbenden Vater gegeben hat und das Geheimnis über die Vergangenheit seiner eigenen Eltern hängen wie ein dunkler Schatten über Peter. Wie eng seine persönlichen Probleme mit den Gefahren für die Bewohner New Yorks zusammenhängen, muss Peter erkennen, als sein alter Freund Harry Osborn (Dane DeHaan) auftaucht, der unbedingt das Blut von Spider-Man braucht und als dann auch noch der unheimliche Electro (Jamie Foxx) die Stadt unsicher macht. Denn sowohl Peters Vater, als auch Gwen, Electro und Harry haben eines gemein: eine direkte Verbindung zu OsCorp. Nur hier wird Peter die Antworten auf alle Fragen finden – doch der Preis dafür ist verdammt hoch…

Für "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro" wurde eine sehr aggressive Marketing-Kampagne gestartet, die in zahlreichen Trailern und Clips einen besonderen Schwerpunkt auf die Action des Films legte. Während manche dadurch ein völlig überfrachtetes Comic-Getöse befürchtet haben, steigerte sich durch die Trailer die Vorfreude anderer auf coole Non-Stop-Action. Letztere könnten durch ihre Erwartungshaltung von dieser an sich sehr gelungenen Fortsetzung eher enttäuscht sein. Denn über weite Teile beschäftigt sich der Film mehr mit Peter Parker, seiner Beziehung zu Gwen und der Suche nach der Wahrheit über seine Eltern, als mit Spider-Mans Kampf gegen böse Jungs. Wem es schon bei dem Wort "Romantik" sauer aufstößt, der könnte hier bei so mancher Szene genervt die Augen verdrehen. Das wäre allerdings schade, denn Webb hat gute Gründe dafür, warum er diesen Aspekt der Geschichte in den Mittelpunkt dieses zweiten Films stellt. Welche das sind, soll hier natürlich nicht verraten werden, doch soviel kann verraten werden: Peter Parker muss all das erfahren und erleben, was in "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro"  passiert, damit Spider-Man der werden kann, der er am Ende ist.

Der Gute-Laune-Held, der zu Beginn seine die Bekämpfung von Gangstern immer noch mit einem coolen One-Liner garniert, mag zu einem Teenager passen, der gerade erst herausbekommen hat, dass er über Superkräfte verfügt. Doch um die Aufgaben bewältigen zu können, die ihm noch bevorstehen, muss Peter das Ausmaß seiner Fähigkeiten und der damit verbundenen Verantwortung erkennen. Der Weg, den ihn Webb beschreiten lässt, bis er dorthin kommt, ist eben nicht nur von Ereignissen, die ihn körperlich herausfordern, gesäumt, sondern insbesondere von solchen, die seinen Charakter formen, ihm seine jugendliche Unbeschwertheit nehmen und die ihn zu einem etwas düstereren, für den Zuschauer aber auch interessanteren Charakter machen werden. Wie sehr das gelungen ist, lässt sich am Ende allerdings nur erahnen und wird sich erst in den späteren Teilen zeigen.

Natürlich ist "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro"  aber trotzdem keine langatmige Charakterstudie. Denn auch wenn es viele Szenen gibt, die eher von Dialogen, als von Action getragen werden, kommt diese trotzdem nicht zu kurz. Schon die Eingangssequenz, die mehr über das Schicksal von Richard (Campbell Scott) und Mary Parker (Embeth Davidtz) verrät, bringt das Adrenalin der Zuschauer zum kochen. Und wenn sich Spidy darauf durch die Straßen von New York schwingt, um dem späteren Rhino Aleksei Sytsevich (Paul Giamatti) seinen brisanten Raubzug zu vermiesen, ist ein extrem mitreißendes Tempo angesagt. Das Auftauchen von Electro und das große Finale mit dem Green Goblin sorgen ebenfalls dafür, dass Action-Fans hier voll auf ihre Kosten kommen.

Womit wir bei den Bösewichtern des Films wären. Während Rhino nur eine ganz kleine Rolle spielt und eigentlich erst in den letzten Minuten kurz auftaucht, machen Electro und Green Goblin dem Spinnenmann das Leben ganz schön schwer. Nun könnte man durchaus bemängeln, dass gerade Green Goblin etwas zu kurz kommt und auch aus Electro nicht alles rausgeholt wurde, was dieser interessante Schurke hergegeben hätte. Und auch wenn das stimmen mag, so ist es Marc Webb doch sehr gut gelungen, beiden Figuren eine Vielschichtigkeit zu verpassen, durch die sie eben nicht zum austauschbaren Bösen, sondern fast schon zu tragischen Charakteren werden. Sowohl der sehr intensiv agierende Dane DeHaan ("Chronicle"), als auch ein wunderbar am Rande des Wahnsinns balancierender Jamie Foxx holen wirklich alles aus ihren Rollen heraus. Und es ist dann auch dieses gute Spiel der beiden Darsteller, die den Eindruck verstärken, dass man gerne mehr von Electro und Green Goblin gesehen hätte.

Als Fortsetzung ist "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro"  ein Gewinner auf ganzer Linie. Die Figuren und die Geschichte werden ganz deutlich weiterentwickelt und auch die Qualität der Action und der Spezialeffekte sind eine spürbare Steigerung zum Vorgänger. Allerdings muss auch gesagt werden, dass alle "Spider-Man" -Fans, die sich mit Andrew Garfields erstem Auftritt als legendärer Marvel-Held nicht anfreunden konnten, auch bei diesem zweiten Teil wohl kaum in Begeisterungsstürme ausbrechen werden. Dafür setzt Regisseur Webb zu konsequent den Weg fort, den er in Teil 1 stilistisch wie dramaturgisch eingeschlagen hat. Wer aber "The Amazing Spider-Man" mochte, der sollte sich diese bessere Fortsetzung auf keinen Fall entgehen lassen. Denn trotz kleinerer Schwächen wird hier ganz großes Popcorn-Kino geboten. Und dafür gibt es ein ganz klares: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (USA 2014)"
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