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The Bang Bang Club – Blu-Ray

The Bang Bang Club – Blu-Ray

Kanada/ Südafrika 2010 - mit Ryan Phillippe, Taylor Kitsch, Malin Akerman, Frank Rautenbach, Neels van Joarsveld ...

Filminfo

Originaltitel:The Bang Bang Club
Genre:Drama, Kriegsfilm
Regie:Steven Silver
Verkaufsstart:09.12.2011
Produktionsland:Kanada/ Südafrika 2010
Laufzeit:ca. 107 Min.
FSK:ab 16 Jahren (Hauptfilm ab 12 Jahren)
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (2.35:1) 1080p/24
Extras:Making of
Label:Senator Home Entertainment
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Amazon Link : The Bang Bang Club – Blu-Ray

Film: Der junge Fotograf Greg Marinovich (Ryan Phillippe) kommt in den Wirren der Apartheid in die südafrikanischen Townships, wo blutige Kämpfe zur Tagesordnung gehören, um die Vorkommnisse mit seinen Bildern zu dokumentieren. Dabei trifft er auf eine Gruppe erfolgreicher Fotojournalisten, bestehend aus Kevin Carter (Taylor Kitsch), Ken Oosterbroeck (Frank Rautenbach) und dem Portugiesen João Silva (Neels van Joarsveld), die dem Neuankömmling zunächst kritisch gegenüber stehen. Doch als er es mit einer waghalsigen Aktion schafft, einen völlig neuen Blickwinkel des Ganzen einzufangen, erhält er nicht nur von der Fotoredakteurin Robin Comley (Malin Akerman) den Zuschlag zur Verwendung einiger seiner Bilder. Auch der Respekt der Gruppe, die bald als "Bang Bang Club" weltweit für Aufsehen sorgen wird, gehört ihm. Fortan ziehen die vier Kriegsfotografen gemeinsam durch das Krisengebiet, Greg und Kevin erhalten für ihre Arbeiten sogar einen Pulitzer Preis. Doch auch, wenn sie das Leid und das Grauen nur durch die Linsen ihrer Fotoapparate mitverfolgen, der Krieg hinterlässt auch bei den vier Männern deutliche Spuren – und nicht Alle werden mit der schweren seelischen Last fertig... 

"The Bang Bang Club" arbeitet die wahre Geschichte der vier Kriegsfotografen spannend und bewegend auf. Der südafrikanische Regisseur und Drehbuchautor Steven Silver, der bislang in erster Linie dokumentarische Filme gedreht hat, hat mit Hilfe der beiden noch lebenden Mitglieder des Bang Bang Clubs, Greg Marinovich und João Silva, ein absolut authentisch wirkendes Kriegsdrama inszeniert. Dabei haben die Berichte der beiden Fotografen in erster Linie geholfen, die Kampfszenen und die Entstehung einiger Fotografien möglichst wirklichkeitsgetreu nachzuzeichnen. Andere dramaturgische Elemente wurden dagegen für die Filmversion verändert, um dem Zuschauer auch einen gewissen Unterhaltungswert zu bieten. 

Was Silver sehr gut gelingt, ist aufzuzeigen, wie sehr sich besonders die wohlhabende weiße Bevölkerung von den Kampfhandlungen in den Townships distanziert hat. Das blutige Treiben wurde ignoriert und völlig aus dem Bewusstsein ausgeklammert. Es wurde gemeinsam gegrillt, entspannte Badeausflüge unternommen und die Vorzüge der schönen Landschaft genossen, während nur ein paar Kilometer weiter Menschen abgeschlachtet oder bei lebendigem Leib verbrannt wurden. Silver verzichtet allerdings auf eine moralische Wertung. Er versucht, alle Seiten des Konfliktes zu zeigen, sowohl die beiden gegnerischen Lager, als auch die das Ganze ignorierende Gesellschaft. 

Letztendlich getragen wird der Film allerdings von seinen sehr guten Darstellern. Ob Ryan Phillippe, der aus "Wolverine" bekannte Taylor Kitsch oder die hierzulande eher unbekannten Frank Rautenbach und Neels van Joarsveld, sie alle liefern starke Darstellungen ab, die nachvollziehbar machen, wie das Grauen der Apartheid die Männer nach und nach auffrisst. Angenehm ist, dass Silver die emotionalen Momenten gegen Ende des Films nicht zu sehr ausschlachtet und das Ganze von Kitsch überrennen lässt. Diese Szenen sind berührend, aber nicht wirklich manipulativ und das ist dem positiven Gesamtbild mehr als zuträglich. 

Auch wenn die Romanze zwischen Greg und Robin vielleicht etwas zuviel Raum einnimmt, ist auch sie ein wichtiger Teil der Geschichte, da hier die Veränderung in Gregs Charakter sehr deutlich werden. So ist "The Bang Bang Club" von einigen kleinen Längen und dem mitunter etwas anstrengendem Einsatz verwackelter Bilder abgesehen ein sehr bewegendes, spannendes und auch erschütterndes Drama, für das nur ein Urteil gelten kann: absolut sehenswert! 

Bild + Ton: Mit authentischen Farben und seinem oftmals etwas dreckigem Look wirkt das insgesamt saubere und scharfe Bild der Blu-Ray sehr atmosphärisch. Hier und da gibt es kleinere Abzüge bei der Detailschärfe, doch insgesamt kann die Optik der Disc überzeugen. Gleiches gilt auch für den Ton. Hier kann festgestellt werden, dass die Dialoge in der deutschen Sprachfassung etwas frontlastiger, aber auch kräftiger abgemischt sind, als in der insgesamt etwas atmosphärischer anmutenden englischen Fassung. Einige sehr gute Surroundeffekte sorgen immer wieder für reichlich Bewegung im tonalen Geschehen. Gut! 

Extras: Auf den ersten Blick scheint die Disc mit einem Making of und dem Trailer nicht sonderlich viel Bonusmaterial zu bieten. Allerdings ist der Blick auf die Entstehung des Films mit rund 45 Minuten nicht nur angenehm umfangreich, sondern auch sehr interessant ausgefallen, da hier auch zwei der echten Fotografen aus dem BANG BANG CLUB zu Wort kommen und gezeigt wird, wie sie die Dreharbeiten unterstützt haben, um den Film so realistisch wie möglich werden zu lassen. Sehenswert! 

Fazit: "The Bang Bang Club" ist ein packendes Drama, das aufgrund der spannenden Inszenierung und der guten Darsteller bis zum Ende hin beste Unterhaltung mit Anspruch bietet. Die Blu-Ray liegt technisch auf gutem Niveau, das Bonusmaterial ist übersichtlich, aber absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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