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The Bay – Nach der Angst kommt Panik - DVD

The Bay – Nach der Angst kommt Panik - DVD

USA 2012 - mit Kether Donohue, Kristen Connolly, Will Rogers, Robert C. Treveiler, Frank Deal u.a

Filminfo

Originaltitel:The Bay
Genre:Thriller, Horror, Mystery
Regie:Barry Levinson
Verkaufsstart:26.07.2013
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 81 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.77:1)
Extras:Audiokommentar, Featurette, Trailer
Regionalcode:2
Label:Koch Media
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Amazon Link : The Bay – Nach der Angst kommt Panik - DVD

Film: In der Bucht vor der kleinen Küstenstadt Claridge, Maryland werden die Leichen zweier Meeresforscher gefunden, die sich aufgrund einer brisanten Analyse des Wassers in der Bucht in der Region befunden haben. Der Tod der Beiden wird als Hai-Angriff schnell zu den Akten gelegt, so dass sechs Wochen später die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag von dem tragischen Ereignis nicht mehr getrübt werden. Die junge Nachwuchsreporterin Donna Thompson (Kether Donohue) soll von den Feierlichkeiten berichten. Sie interviewt den Bürgermeister (Frank Deal) der Stadt, beobachtet ausgelassen spielende Kinder oder das traditionelle Krabben-Wettessen. Doch plötzlich schlägt die Stimmung um. Viele Menschen klagen über schmerzhafte Hautausschläge und die Teilnehmer des Wettessens müssen sich heftig übergeben. Schnell füllt sich die Notaufnahme des lokalen Krankenhauses, wo man sich sicher ist, dass es sich hierbei um eine besonders schwierige Art von Viruserkrankung handelt. Doch dann kommt es zu ersten Todesfällen, mit denen selbst das zur Hilfe gerufene Seuchenzentrum überfragt zu sein scheint. Es ist der Anfang eines blutigen Horrorszenarios, an dessen Ende in Claridge Nichts mehr so sein wird, wie es einmal war…

Mit "The Bay" wagt sich nun auch Regisseur Barry Levinson an das mittlerweile etwas abgenutzte Horror-Subgenre des "Found Footage"-Films. Um den authentischen, dokumentarischen Look zu erreichen, hat der Oscar-Gewinner seine Grusel-Mär mit Digital- und Handykameras, über Skype, Webcams und mit Überwachungskameras inszeniert. Das ist nicht gerade neu und gerade zu Beginn auch etwas anstrengend, doch am Ende funktioniert dieser Stil gerade in diesem Fall richtig gut. Da Levinson nicht mit Geistern oder anderen übernatürlichen Phänomenen für Schrecken sorgen will, sondern eine in der Realität verankerte Öko-Schauergeschichte erzählt, wirkt das Ganze durch den pseudo-dokumentarischen Stil beinahe schon glaubwürdig. Da er ab und an auch Ausschnitte aus realen Nachrichtensendungen und Bilder von tatsächlich existierenden Parasiten verwendet, wird dieses Gefühl sogar noch intensiviert.

Zugegeben, gerade die letzten zwanzig Minuten machen dann wieder deutlich, dass es sich bei "The Bay" doch nur um eine fiktive Horrorgeschichte handelt. Dennoch schafft es Levinson, das Ganze soweit in der Realität zu verankern, dass der Zuschauer nicht nur ordentlich unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt wird. Welche Mittel sind erlaubt, um einer Region wirtschaftlichen Wohlstand zu bescheren? Was sind Menschen bereit zu verschweigen, wenn sie dafür bezahlt werden? Wie schädlich ist Massentierhaltung für die Gesundheit und für die Natur? Fragen wie diese verpackt der Film in einen düsteren Mantel, gespickt mit einer bedrohlichen Grundatmosphäre und ein paar richtig guten Schockeffekten.

Sicherlich, subtil wird die Botschaft der Geschichte nicht gerade präsentiert. Die Feindbilder sind sehr direkt, aber leider auch arg klischeehaft gezeichnet. Es ist diese fehlende dramaturgische Cleverness, die letztendlich verhindert, dass der Film wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen kann. Zwar wird immer wieder deutlich, dass Levinson, Regisseur von Filmen wie "Rain Man", "Good Morning Vietnam" oder dem ebenfalls sehr politischen "Wag the Dog", sein Handwerk versteht. Der Horrorfilm ist trotz seiner gewollt amateurhaft wirkenden Optik handwerklich wirklich gut gemacht. Auch versucht der Filmemacher hier nicht zum ersten Mal, Unterhaltung und Anspruch zu vermischen. Dennoch wirkt das Ganze ein wenig zu plakativ und vom dramaturgischen Aufbau zu wenig originell, um dem Anspruch des Regisseurs auch tatsächlich entsprechen zu können. Trotzdem: wer "Found Footage"-Filme mit einer gehörigen Portion bedrückenden Öko-Horror mag, der sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen. Sehenswert!

Bild + Ton: Die Szenen, die mit Digitalkameras aufgenommen wurden, verfügen meist über eine gute Bildschärfe und eine sehr natürlich wirkende Farbgebung. Die Aufnahmen jedoch, die mit Webcams, Überwachungskameras oder mit dem Handy gemacht wurden, weisen immer wieder leichte bis starke Unschärfen, Bildstörungen oder Verschmutzungen auf. Da es sich dabei aber um bewusst eingesetzte Stilmittel handelt, um einen glaubhaften "Found Footage"-Look zu erhalten, können diese Schwachpunkte nicht negative gewertet werden. Der Ton wirkt bei den beiden deutschen Tonspuren insgesamt etwas direktionaler und weniger harmonisch, als beim englischen Dolby Digital 5.1 Mix. Doch bei allen drei Tonspuren sind die Dialoge gut verständlich abgemischt und hier und da sorgen auch ein paar atmosphärische Geräusche und Sound-Effekte für Gänsehaut bildendes Surround-Feeling. Gut!

Extras: Neben einem interessanten, aber leider nicht untertitelten Audiokommentar des Regisseurs hat die DVD noch eine kurze Featurette (ca. 11 Min.) und den Trailer zum Film zu bieten.

Fazit: Mit "The Bay" wagt sich nun auch Regisseur Barry Levinson an das etwas ausgereizte Subgenre des "Found Footage"-Horrors heran. Doch statt auf Geister und andere übernatürliche Erscheinungen setzt Levinson auf handfesten Öko-Horror, der mit einer sehr bedrohlich wirkenden Grundatmosphäre und einigen gelungenen Schockmomenten aufwarten kann – und ganz nebenbei auch noch ein wenig zum Nachdenken anregt. Wer noch nicht genug von der Wackelkamera-Optik hat und gerne sehen möchte, wie die Stilmittel dieses Genres mal für ein etwas anderes Grauen eingesetzt wird, dem kann diese DVD wärmstens ans Herz gelegt werden – auch wenn es ein paar Tage dauern wird, bis sie nach dem Film wieder unbekümmert Fisch oder Huhn essen werden. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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