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September 2018
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The East

The East

USA 2013 - mit Brit Marling, Alexander Skarsgard, Ellen Page, Toby Kebbell, Shilo Fernandez u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The East
Genre:Drama, Thriller
Regie:Zal Batmanglij
Kinostart:18.07.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 116 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.theeast-derfilm.de
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Mächtigen Großkonzernen ist die militante Anarchistengruppe, die sich "The East" nennt, mehr als nur ein kleiner Dorn im Auge. Ein großer Pharmaziekonzern, auf den es die verdeckt operierende Gruppe abgesehen hat, heuert daher eine private Detektivfirma an, damit diese den Konzern und vor allem die wohlhabenden Vorstandsmitglieder vor den Aktionen der Kapitalismus-Gegner beschützt. Zu diesem Zweck soll sich die ehemalige FBI-Agentin Sarah (Brit Marling), die mittlerweile für die Detektivfirma arbeitet, bei "The East" einschleusen und die Mission der militanten Truppe von innen heraus vereiteln. Tatsächlich gelingt es Sarah unerwartet schnell, die Gruppe ausfindig zu machen und in ihren inneren Zirkel aufgenommen zu werden. Indem sie bei der nächsten Guerilla-Aktion mitmacht, beweist sie selbst der äußerst skeptischen Izzy (Ellen Page) ihre Loyalität – die in Wirklichkeit aber ihrer Auftraggeberin Sharon (Patricia Clarkson) gilt. Doch je länger sich Sarah im Kreise der Menschen, die sie eigentlich als Öko-Terroristen und gefährliche Möchtegern-Weltverbesserer angesehen hatte, befindet, desto größer werden ihre Zweifel an der Richtigkeit ihres Auftrags. Oder wird ihre Professionalität vielleicht aufgrund aufkommender Gefühle für den charismatischen Benji (Alexander Skarsgard) getrübt?

Nachdem sie mit dem Indie-Drama "Sound of my Voice" nicht nur beim renommierten Sundance-Festival einen respektablen Achtungserfolg abliefern konnten, hat sich Filmemacher Zal Batmanglij auch für seinen zweiten Spielfilm "The East" erneut mit seiner Co-Autorin und Hauptdarstellerin Brit Marling zusammen getan. Inspiriert wurden die beiden Studienfreunde durch einen Selbstversuch, bei dem sie sich für einen Sommer lang völlig aus der Konsumwelt ausgeklinkt haben. Wie ihre Protagonistin Sarah sind die Beiden in Güterzügen durchs Land gereist, haben sich von weggeworfenen Lebensmitteln ernährt und haben mit Gleichgesinnten in verlassenen Häusern oder provisorischen Zeltlagern übernachtet. Ihre Erfahrungen auf diesem ganz besonderen Trip haben sie in die Geschichte von "The East" eingearbeitet.

Doch anstatt purer anarchistischer Konsumkritik bietet ihr Film einen Mix aus verschiedenen Genres, um ihre wichtige Botschaft einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Der Film besitzt Elemente aus Thriller, Drama und Romanze. Die Diskrepanz zwischen dem nach akribisch geordneten Regeln ablaufenden Leben, das Sarah eigentlich führt, zu der Naturverbundenheit und kompletten Unangepasstheit, die sie bei "The East" antrifft, macht dabei den besonderen Reiz der Geschichte, zeigt sie doch, wie wichtig es ist, mal seinen ganz persönlichen Kokon zu verlassen und die Welt aus einer anderen Perspektive anzusehen.

Leider greift der Film dabei auf ein paar Klischees zurück, die eigentlich für eine gewisse Authentizität sorgen sollen, letztendlich aber einen etwas gegenteiligen Effekt haben. Denn wenn die Mitglieder der Anarchistengruppe als Bäume umarmende Naturliebhaber gezeigt werden, die für den inneren Zusammenhalt irgendwelche Nacktrituale vollführen, dann wirkt das schon wie ein arg abgegriffenes Bild. Doch das ist, vom etwas überzogenen Ende vielleicht einmal abgesehen, die einzige wirklich nennenswerte Schwäche eines insgesamt sehr interessanten und spannenden Films, der mit einem hervorragenden Darstellerensemble und etlichen packenden Momenten aufwarten kann.

Auch wenn sich Batmanglij und Marling in ihrem Drehbuch recht eindeutig positionieren und die Grenzen zwischen Gut und Böse hier sehr klar gezogen werden, drischt der Film seine Botschaft nicht zu aufdringlich auf den Zuschauer ein. Der Unterhaltungswert steht immer noch an erster Stelle, doch am Ende ist eben auch genügend Stoff für ausgedehnte Diskussionen oder intensives Nachdenken vorhanden. Mag sein, dass "The East" sein eigentlich vorhandenes Potential nicht ganz ausschöpft und der eigentliche Grundgendanke durch die am Ende doch etwas konventionell aufgebaute Geschichte ein wenig verwässert wird. Dennoch ist Zal Batmanglij unterm Strich ein sehr spannender und intelligenter Film gelungen, der zeigt, dass sich Unterhaltung und Anspruch nicht gegenseitig ausschließen. Daher gilt: mit kleinen Abstrichen absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "The East (USA 2013)"
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