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The French Dispatch

The French Dispatch

USA 2021 - mit Bill Murray, Adrien Brody, Timothée Chalamet, Léa Seydoux, Owen Wilson ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The French Dispatch
Genre:Komödie
Regie:Wes Anderson
Kinostart:21.10.2021
Produktionsland:USA 2021
Laufzeit:ca. 107 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.thefrenchdispatch.de/
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Arthur Howitzer Jr. (Bill Murray), Verleger des Magazins "The French Dispatch" mit Sitz in der französischen Stadt Ennui-sur-Blasé, ist tot. Und mit ihm wird auch das Magazin sterben. Die letzte Ausgabe soll ein Nachruf auf den exzentrischen Verleger sein. Blättern wir also gemeinsam in der finalen Ausgabe von "The French Dispatch" und entdecken dort neben kleinen Beiträgen über die Stadt auch die Geschichte eines kriminellen Malers, der vom Gefängnis aus ganz große Kunst geschaffen hat. Oder eine außergewöhnliche Liebesgeschichte während einer Studentenrevolte. Und wir riskieren einen Blick in das private Speisezimmer des Polizeichefs, wo wir eine Geschichte über Drogen, Kidnapping und die gehobene Küche erleben.

Schon die allererste Einstellung macht klar: "The French Dispatch" ist ein typischer Wes Anderson Film. Seine sehr spezielle Handschrift ist in jedem Moment dieses Episodenfilms zu spüren. Sowohl beim Spiel seines illustren Ensembles, meist mit recht versteinerter Mimik vorgetragen, als auch bei der sehr speziellen Bildsprache, bei der jede Einstellung einem verspielten Gemälde mit hunderten kleinen Details gleicht, wird Andersons Stil erkennbar. In diesem Film treibt er das zur Perfektion, was allerdings nicht nur eine Stärke der schrägen Komödie ist. Es ist gleichzeitig auch ein Schwachpunkt, denn für die hohen künstlerischen Ambitionen seines Stils opfert Anderson immer wieder Herz und Charme.

Keine Frage: Der Film ist ein Fest für die Augen. Und der Humor ist so wunderbar schräg, dass man – sofern man Andersons frühere Filme mag – immer wieder herzhaft lachen kann. Doch es fehlt dieses besondere Etwas, was etwa "Moonrise Kingdom" oder "Grand Budapest Hotel" so bezaubernd gemacht hat. Das liegt einerseits bestimmt daran, dass sich Anderson zu sehr in seiner Detailverliebtheit zu verlieren scheint, andererseits aber auch an dem episodenhaften Charakter der Geschichte. Denn wie bei einem echten Magazin sind auch die Film-Essays nicht allesamt gleich interessant. Gerade die letzte Geschichte hat einige sehr zähe Momente und bietet vor allem gehobene Langeweile. Nach einem sehr starken Anfang geht dem Film in den letzten zwanzig Minuten die Puste aus, worüber auch die tolle Bildsprache dann nicht mehr hinweghelfen kann.

Nun mag man argumentieren, dass selbst ein etwas schwächerer Wes Anderson-Film immer noch besser ist, als so viele andere Werke, die derzeit ins Kino kommen. Das mag stimmen, kann mir als großer Fan seiner früheren Filme nicht die Befürchtung nehmen, dass sich sein Stil langsam abgenutzt hat und dass sich Anderson in gewisser Weise neu erfinden muss, um nicht zu einer Kopie seiner selbst zu werden und das Kino weiterhin mit besonderen Filmen und seinem wirklich wunderbaren Humor bereichern zu können. Für die ersten 80 Minuten von "The French Dispatch" gibt es ganz klar ein: Absolut sehenswert, für den Rest ein "immer noch okay, aber trotzdem nur noch mit Abstrichen sehenswert"!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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