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The Future – DVD

The Future – DVD

USA 2011 - mit Miranda July, Hamish Linklater, David Warshofsky, Joe Putterlik u.a

Filminfo

Originaltitel:The Future
Genre:Tragikomödie, Drama
Regie:Miranda July
Verkaufsstart:25.05.2012
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 87 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1,85:1)
Extras:Deleted Scene, Making of, Audiokommentar, Trailer
Regionalcode:2
Label:Alamode Film / Alive
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Amazon Link : The Future – DVD

Film: Katze Pfötchen freut sich. Denn ein junges Paar hat sich dazu entschieden, das verletzte Tier zu adoptieren und so vor dem sicheren Einschläfern zu bewahren. Sophie (Miranda July) und Jason (Hamish Linklater), ein Paar um die 30, haben sich entschlossen, der Katze einen angenehmen Lebensabend zu bereiten. Damit wollen die Beiden ihren von Langeweile und Gewohnheit dominierten Alltag mit neuem Sinn erfüllen. Doch als sie erfahren, dass Pfötchen bei guter Pflege durchaus noch einige Jahre leben könnte, schleicht sich bei dem Paar das Gefühl ein, mit der neuen Situation überfordert zu sein. Und so wollen sie die 30 Tage, die ihnen noch bleiben, bevor sie die Katze zu sich nehmen, nutzen, um sich ihre immer wieder aufgeschobenen Träume zu verwirklichen. Sie kündigen ihre langweiligen Jobs, melden das Internet ab und wollen nun ihr Leben total umgestalten. Doch schon nach wenigen Tagen müssen die Beiden feststellen, dass sie auf, das, was ihnen das Leben außerhalb ihrer bisherigen Sicherheitszone offeriert, überhaupt nicht vorbereitet sind – und das hat nicht nur dramatische Folgen für ihre Beziehung, sondern auch für Katze Pfötchen…

"The Future" ist ein Film, an dem sich die Geister scheiden. Schon nach wenigen Minuten ist klar, dass man diesen Film entweder liebt, oder von ihm hochgradig genervt ist. Für die Einen ist es eine originelle Komödie, die auf mal liebenswert verspielte, dann wieder auf erstaunlich tragische Art ein sensibles Porträt der Generation 30+ zeichnet und sich dabei gekonnt den Konventionen des Mainstreamkinos entzieht. Für die Anderen wird der Film durch Elemente wie die bizarre Stimme von Katze Pfötchen (im Original ebenfalls von Miranda July gesprochen) oder durch Sophies sehr eigentümliche Tanzperformances zu einem verkrampft um Originalität bemühten Stück Kunstkino, in dem zwei unsympathische Hipster mit ihrem komplett Ich-bezogenen Verhalten durch eine komplett sinnfreie Handlung nerven. Sein ganz spezieller Stil und Miranda Julys etwas gewöhnungsbedürftige Art, ihre Geschichte zu erzählen, sind einfach extrem polarisierend, was diesen Film zu etwas ganz Besonderem macht – egal, ob man ihn nun mag, oder nicht.

So sehr "The Future" sein Publikum auch spalten mag, so kann zumindest eines mit Sicherheit gesagt werden: Julys zweiter Spielfilm verfügt nicht mehr über den liebenswert naiven Charme und die damit verbundene Lebensfreude, die "Ich und Du und alle, die wir kennen" ausgestrahlt hat. Gerade das Ende ist deutlich dunkler und pessimistischer geraten, obgleich die Inszenierung auch hier wieder mit ihrem ganz besonderen Einfallsreichtum verhindert, dass der Zuschauer deprimiert aus der Geschichte entlassen wird. Allerdings gleicht July den Verlust der Unbeschwertheit ihres Erstlings hier durch ein sehr poetisches letztes Drittel aus, in dem der Film auf fantasievolle Art und Weise die Gesetze von Raum und Zeit außer Kraft setzt.

Wer sich mit der Geschichte und ihrer ungewöhnlichen Inszenierung anfreunden kann, wird mit Sicherheit die Schönheit in dem entdecken, was Miranda July hier aufgetischt hat. Wem sich dies eben aber nicht entschließt, der wird sich an dieser Arthaus-Tragikomödie schnell die Zähne ausbeißen. Doch gerade Zuschauer, die "Ich und Du und alle, die wir kennen" mochten, sollten sich ruhig an diesen ungewöhnlichen Film wagen – vielleicht werden Sie richtig positiv überrascht!

Bild + Ton: In vielen Szenen liegt die Detailschärfe auf gutem Niveau, die Kontraste dagegen fallen mitunter etwas schwach aus. Die Farbgebung ist über weite Strecken sehr stimmig und insgesamt hinterlässt das sehr saubere Bild einen absolut ordentlichen Eindruck. Der Ton bleibt, wie von einem eher ruhigen Film wie diesem zu erwarten war, weitgehend zurückhaltend, wobei die Dialoge und die dezente Musik im Vordergrund stehen. Gut!

Extras: Als Bonus gibt es ein sehenswertes Making of (ca. 15 Min.), sowie eine geschnittene Szene, an der die Zuschauer, die den Film mochten, sicherlich Spaß haben werden. Zusätzlich zu dem Trailer zum Film hat die DVD noch einen Audiokommentar der Regisseurin zu bieten. Dieser hat neben ein paar deutlichen Pausen auch einige interessante und amüsante Momente zu bieten, verfügt jedoch nicht über Untertitel und kann daher nur von interessierten Zuschauern, die der englischen Sprache mächtig sind, genossen werden.

Fazit: "The Future" ist einer der seltenen Fälle, bei dem sich schon in den ersten zwei Minuten entscheidet, ob man den Film mag, oder nicht. Miranda July zeigt ihren Zuschauern schnell, wohin die Reise geht – zwar nicht unbedingt dramaturgisch, aber zumindest in Hinsicht auf ihre Inszenierung. Und die findet man entweder ganz bezaubernd und wundervoll, oder einfach nur schrecklich. Viel Raum gibt es dazwischen nicht. Die Tragikomödie ist auf DVD gut umgesetzt, das Bonusmaterial ist sehenswert und gerade der leider nicht untertitelte Audiokommentar macht deutlich, wie sehr der Filmemacherin/Hauptdarstellerin dieses Projekt am Herzen lag. Für Liebhaber von außergewöhnlicher Arthaus-Kost, die sich nicht so leicht von bizarren Elementen abschrecken lassen, durchaus empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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