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The Messenger – Die letzte Nachricht

The Messenger – Die letzte Nachricht

USA 2009 - mit Woody Harrelson, Ben Foster, Samantha Morton, Jena Malone ...

Filminfo

Originaltitel:The Messenger
Genre:Drama
Regie:Oren Moverman
Kinostart:03.06.2010
Produktionsland:USA 2009
Laufzeit:ca. 112 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.themessenger.senator.de/
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Das Grauen des Krieges spielt sich längst nicht nur auf den Schlachtfeldern oder in den vom Krieg betroffenen Ländern statt. Oren Movermans Drama "The Messenger – Die letzte Nachricht" zeigt eindrucksvoll, wie das sinnlose Töten im Krieg seinen kalten Griff auch über Tausende Kilometer hinweg ausbreitet.

Nachdem er bei einem Einsatz im Irak verwundet wird, muss der junge Sergeant Will Montgomery (Ben Foster) für einige Monate zurück in die USA und dort seinen Dienst ableisten. Er wird dem erfahrenen Captain Tony Stone (Woody Harrelson) unterstellt, mit dem er gemeinsam einer ganz besonders undankbaren Aufgabe nachgehen muss: die beiden Männer müssen die Angehörigen der im Kampf gefallenen Soldaten über deren Tod benachrichtigen. Oberstes Gebot dabei: kein Mitgefühl zeigen und die Hinterbliebenen unter keinen Umständen berühren. Es fällt Will schwer, sich an diese Vorschrift zu halten, doch mit harter Disziplin hält er durch – bis er die junge Witwe Olivia (Samantha Morton) kennen lernt und sich von der trauernden Frau ganz besonders angezogen fühlt…

"The Messenger – Die letzte Nachricht" ist ein sehr guter, in seiner ruhigen Art äußerst kraftvoller Film. Alleine die großartigen Leistungen von Woody Harrelson und Ben Foster machen das Drama absolut sehenswert. All das steht außer Frage. Allerdings ist Oren Movermans Werk ein durch und durch amerikanischer Film, für dessen Thematik sich Zuschauer hierzulande wohl nur wenig interessieren werden.

An sich dürfte so etwas nicht wirklich ein Problem darstellen, sofern die Geschichte, die der Film erzählt, das Publikum wirklich fesselt. Und auch das könnte dem Regiedebüt des gebürtigen Israeli schwer fallen. Der Film nimmt sich schier unendlich viel Zeit, um Will und Tony bei ihrer schwierigen Aufgabe zu begleiten. Natürlich ist das Ganze bewegend, besonders dann, wenn durch das eindringliche Spiel der beiden Hauptdarsteller regelrecht fühlbar wird, was der Krieg im Allgemeinen und ihr Job im Speziellen mit den Männern anrichtet.

Doch so menschlich viele Aspekte der Geschichte auch sein mögen, so ist die gesamte Szenerie derart amerikanisch, dass es extrem schwer fällt, sich mit dem Geschehen zu identifizieren. Das macht "The Messenger – Die letzte Nachricht" zwar nicht zu einem schlechten Film, aber zu einem, der außerhalb der USA nur ein sehr kleines Zielpublikum anspricht. Doch für dieses Publikum gilt dann ohne Zweifel: absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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