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The Nines – DVD

The Nines – DVD

USA 2007 - mit Ryan Reynolds, Hope Davis, Elle Fanning, Melissa McCarthy ...

Filminfo

Originaltitel:The Nines
Genre:Drama, Mystery, Thriller, Komödie
Regie:John August
Verkaufsstart:23.03.2012
Produktionsland:USA 2007
Laufzeit:ca. 95 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.85:1)
Extras:Audiokommentare, Kurzfilm, geschnittene Szenen, Making of, Featurette, Interview, Trailer
Regionalcode:2
Label:Koch Media
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Amazon Link : The Nines – DVD

Film: Nachdem der Schauspieler Gary (Ryan Reynolds) versehentlich sein Haus niedergebrannt hat und dann auch noch unter Drogeneinfluss einen Unfall baut, wird er von der Polizei unter Hausarrest gestellt. In dem leeren Haus eines Drehbuchautors soll er nun von allem möglichen Ärger ferngehalten werden, wofür die Presseagentin Margaret (Melissa McCarthy) sorgen soll. Als Gary die im Nachbarhaus lebende Sarah (Hope Davis) kennen lernt, scheint sich sein Zwangsaufenthalt doch noch zum Guten zu wenden. Doch immer öfter hat der Schauspieler das Gefühl, das mit dem Haus etwas nicht stimmt. Oder leidet er etwa unter Wahnvorstellungen?

Der Drehbuchautor Gavin (Ryan Reynolds) hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Er steckt mitten in der Produktionsphase für eine neue Serie, die er extra seiner guten Freundin, der "Gilmore Girls" Darstellerin Melissa McCarthy auf den Leib geschrieben hat. Doch nach einem ersten Testscreening verlangt der Sender, dass McCarthy gegen eine attraktivere Schauspielerin ausgewechselt wird. So sehr Gavin auch auf Susan (Hope Davis) vom Sender einredet, er wird seine Freundin wohl oder übel enttäuschen müssen, wenn er die Serie am Leben erhalten möchte. Dass er während dieser gesamten Zeit von einer TV-Crew begleitet wird, macht die Sache nicht einfacher…

Der Videospieldesigner Gabriel (Ryan Reynolds) macht mit seiner Frau Mary (Melissa McCarthy) und ihrer gemeinsamen Tochter Noelle (Elle Fanning) einen Ausflug im Grünen, als ihr Wagen mitten im Nirgendwo stehen bleibt. Auf der Suche nach Hilfe trifft Gabriel auf Sierra (Hope Davis), die vorgibt, ihm helfen zu wollen, aber ganz andere Absichten verfolgt…

Drei Geschichten, die auf den ersten Blick nur wenig gemein haben, aber untrennbar miteinander verbunden sind, verbunden durch "The Nines"…

"The Nines" lässt sich schwer beschreiben und noch schwerer in eine Schublade stecken. Regisseur John August, der sich in erster Linie als Drehbuchautor von Filmen wie "Big Fish" oder "Corpse Bride" einen Namen gemacht hat, präsentiert hier ein Mystery-Puzzle in drei Episoden, die sich sowohl inhaltlich, als auch stilistisch voneinander unterscheiden, dennoch aber immer wieder miteinander verbunden werden und letztendlich ein (mehr oder weniger) schlüssiges Gesamtbild ergeben. Dabei vermischt August immer wieder Elemente von Drama mit Mystery, Fantasy und sogar Science Fiction, lässt aber immer wieder auch humoristische und satirische Momente durchscheinen. Besonders in der zweiten Episode, die beinahe schon autobiografische Züge aufweist, wie August in den DVD-Extras zugibt, ist eine deutliche Satire auf die Welt des Film- und Fernsehbusiness zu erkennen.

Die mitunter etwas eigenartige Mischung und die zumindest zu Beginn eher verwirrende Geschichte könnten dazu führen, dass einige Zuschauer schnell das Interesse verlieren. "The Nines" ist kein Film, der einfach mal so nebenbei laufen kann, hier sind Aufmerksamkeit und Interesse des Zuschauers vollständig gefordert. Wenn dann am Ende der zweiten Episode und im dritten Teil des Films genauer erklärt wird, worum es eigentlich geht, ist es zudem notwendig, dass man sich als Betrachter auf diese Erklärung einlassen kann. Wenn das gelingt, dann offenbart sich hinter diesem Episodenfilm eine Genialität, die zumindest im Ansatz durchaus mit der von "Donnie Darko" vergleichbar ist.

Mit drei wirklich guten Darstellern, die jeweils drei unterschiedliche Charaktere verkörpern müssen und dies auch mehr als überzeugend bewerkstelligen, und einer auf eine ganz eigenartige Art einnehmenden Grundatmosphäre versteht es "The Nines" durchaus zu fesseln, auch wenn einige Szenen doch etwas langatmig ausgefallen sind. Wer sich auf den Mix verschiedener Genres und auf die nicht wirklich in der Realität verankerte Auflösung einlassen kann, wer sich zudem prinzipiell gerne mit etwas fordernder Unterhaltung jenseits des Mainstream auseinandersetzt, der wird vielleicht das Kultpotential entdecken, das in diesem Film schlummert. Absolut sehenswert!

Bild + Ton: Jedes einzelne Kapitel des Films ist von unterschiedlichen Farbtönen dominiert. Zudem wechselt auch der Look, der etwa in dem mittleren Kapitel eher dokumentarisch, im ersten und letzten Teil deutlicheren Spielfilmcharakter hat. Dementsprechend sind auch in den verschiedenen Kapiteln unterschiedliche Stärken und Schwächen bei der Bildqualität auszumachen. Insgesamt aber kann die Bildqualität als durchaus gelungen bezeichnet werden, wobei eben besonders die Farbgebung für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt. Der Sound ist weitgehend zurückhaltend und wird von den Dialogen dominiert. Ab und an gibt es aber auch dezente, aber gut eingesetzte Soundeffekte. Die deutsche DTS Spur ist dabei nur bedingt kraftvoller, als der ebenfalls gute Dolby Digital 5.1 Mix. Gut!

Extras: Die DVD hat reichlich Extras zu bieten. Los geht es mit gleich zwei Audiokommentaren. Den ersten hat Regisseur John August gemeinsam mit seinem Hauptdarsteller Ryan Reynolds eingesprochen. Während August recht enthusiastisch über seinen Film erzählt, bleiben die Beiträge von Reynolds eher einsilbig, was auch zu der ein oder anderen Pause führt. Etwas lebhafter ist der zweite Kommentar, bei dem August von Darstellerin Melissa McCarthy und seinem Cutter Douglas Crise unterstützt wird. Da der Informationsgehalt bei beiden Kommentaren eigentlich der Gleiche ist, lohnt sich höchstens das Anhören des Zweiten, da dieser recht unterhaltsam, informativ und auch amüsant ist. Leider liegen zu beiden Audiokommentaren keine optionalen Untertitel vor, weshalb nur Interessierte mit guten Englischkenntnissen hier zum Zuge kommen.

Weiter geht es mit einem aufschlussreichen Interview mit Regisseur John August (ca. 14 Min.), der hier mehr über die Ursprünge des Projekts, die Bedeutung der Geschichte, das Casting und seinen persönlichen Bezug besonders zum zweiten Kapitel verrät. Weiter geht es mit dem knapp 10minütigen Kurzfilm "God", den August mit Melissa McCarthy gedreht hat und der eine Art Vorgeschichte zum ersten Kapitel des Films darstellt. Mehr über die Hintergründe verraten August, McCarthy und Crise in einem optionalen Audiokommentar. Der liegt auch für die neun geschnittenen Szenen vor, zu denen auch das ursprüngliche, etwas nüchternere Ende gehört. Dazu kommt noch ein knapp 14minütiges Making of und die animierte Bildergalerie "From Script to Screen", sowie der Trailer zum Film. Sehr gut!

Fazit: "The Nines" ist ein sehr merkwürdiger Film. Das ist nicht unbedingt negativ gemeint, denn wer sich auf die Geschichte(n) und die etwas absurde Inszenierung einlassen kann, der wird hier durchaus den ein oder anderen Moment von echter Genialität entdecken. Allerdings ist das Ganze dann doch sehr speziell und wird sich wahrscheinlich nur einer kleinen Fangemeinde erschließen. Dort hätte "The Nines" dann aber gute Chancen, mit der Zeit zu einem kleinen Kultfilm zu avancieren. Die DVD ist technisch gut umgesetzt, das Bonusmaterial ist angenehm umfang- und aufschlussreich. Für Freunde von etwas schrägerer und fordernder Kost jenseits des Mainstreams absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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