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The Purge: Anarchy

The Purge: Anarchy

USA 2014 - mit Frank Grillo, Carmen Ejogo, Zach Gilford, Kiele Sanchez, Michael K. Williams ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Purge: Anarchy
Genre:Thriller, Horror
Regie:James DeMonaco
Kinostart:31.07.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 103 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.thepurge-anarchy.de/
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Es ist wieder Purge-Nacht. Vor einigen Jahren haben die neuen Gründerväter des einst bankrotten Amerikas festgesetzt, dass es eine Nacht im Jahr gibt, in der alle Verbrechen – ob Raub, Vergewaltigung oder Mord – straffrei begangen werden können. Notrufe werden nicht beantwortet, Polizeireviere und Krankenhäuser bleiben geschlossen. 12 Stunden lang haben die Menschen die Möglichkeit, all ihrer Wut und ihren Aggressionen freien Lauf zu lassen, ohne dafür juristisch belangt zu werden. Wer kann, verbarrikadiert sich in dieser Nacht in seinem Haus oder seiner Wohnung. Wem das nötige Kleingeld für ein Sicherheitssystem fehlt oder wer es vor Beginn des "Purgens" nicht nach Hause schafft, der ist dem blutdürstigem Mob hilflos ausgeliefert.

Aber es gibt auch Menschen, die diese 12 Stunden dazu nutzen wollen, um offene Rechnungen zu begleichen. Der Polizist Leo (Frank Grillo) gehört zu diesen Menschen. Er will die Purge-Nacht in diesem Jahr dazu nutzen, um den Tod seines Sohnes zu sühnen. Doch als er auf dem Weg zu dem Mann, den er töten will, beobachtet, wie die alleinerziehende Eva (Carmen Ejogo) und deren Tochter Cali (Zoë Soul) von uniformierten Unbekannten attackiert werden, kann er nicht tatenlos zusehen. Er rettet den beiden Frauen das Leben und will dann eigentlich seinen Rache-Plan fortsetzen. Doch als er zu seinem gepanzerten Auto zurückkehrt, hat sich dort das Pärchen Shane (Zach Gilford) und Liz (Kiele Sanchez) versteckt, die kurz zuvor mit ihrem Wagen  mitten in der Stadt liegengeblieben sind. Nun muss Einzelkämpfer Leo erst einmal seine vier neuen Begleiter in Sicherheit bringen, bevor er endlich Rache üben kann. Doch ob es dazu tatsächlich kommen wird, ist aufgrund der stetig wachsenden Zahl an Verfolgern, die sie abschütteln müssen, mehr als fraglich. Denn zwölf Stunden Purge-Nacht können verdammt lang sein…

Regisseur James DeMonaco hat mit "The Purge: Anarchy" eigentlich alles richtig gemacht. Denn anstatt die gleiche Geschichte wie im ersten Film noch einmal zu erzählen, nutzt er die interessante Grundidee dafür, um eine ganz andere, größere Geschichte zu erzählen. Statt einer Familie trifft die Bedrohung dieses Mal gleich mehrere Protagonisten und statt nur in einem Haus müssen die sich durch die ganze Stadt schlagen. So wurde die Ausgangssituation konsequent weiterentwickelt und somit viel neues Spannungspotential etabliert. Und tatsächlich funktioniert Teil 2 in vielen Szenen auch sehr viel besser als der Vorgänger. Wurde dort gezeigt, dass sich auch die wohlhabenden Menschen in den Vororten mit ihren teuren Sicherheitssystemen nicht wirklich schützen können, zeigt "The Purge: Anarchy" die Gefahren für die einfachen Menschen auf, die in einer Großstadt dem wütenden und mordenden Mob fast völlig schutzlos ausgeliefert sind.

DeMonaco gelingt es gerade im ersten Drittel sehr gut, eine bedrohliche und beklemmende Atmosphäre aufzubauen, die in ihren besten Momenten an den frühen John Carpenter erinnert. Doch wie schon in Teil 1 schafft er es nicht, das Potential seiner provokanten Idee konsequent genug auszuschöpfen. Immer wieder offenbart er einige wirklich vielversprechende Ideen, bei denen die gesellschafts-satirischen Züge der Purge-Idee gute erkennbar wären. Doch um diese auch adäquat herauszuarbeiten, hätte die Inszenierung noch sehr viel bissiger und böser sein müssen. Doch DeMonaco bremst sich selber immer aus, nimmt das Ganze dann viel zu ernst und verliert sich zu oft in zu konventionellen Genre-Klischees. Zwar verhalten sich seine Figuren im zweiten Film nicht ganz so dämlich, wie einige der Charaktere aus Teil 1. Dennoch hätte man sich in so mancher Szene gewünscht, dass sich das Drehbuch etwas weiter vom für das Horror-Genre üblichen Verhalten der Protagonisten entfernt.

"The Purge: Anarchy" ist besser als Teil 1, in manchen Szenen sehr spannend und gegen Ende hin sogar ein klein wenig böse. Doch der ganz große Wurf ist auch diese Fortsetzung noch nicht, auch wenn die Richtung stimmt. Die gute Grundatmosphäre, die interessante Ausgangsidee und einige sehr effektive Spannungsmomente reichen aber immerhin aus, um dem Ganzen ein zufriedenes "Sehenswert" attestieren zu können. Dann bis zur nächsten Purge-Nacht – denn die kommt ganz bestimmt…

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "The Purge: Anarchy (USA 2014)"
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