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The Raid

The Raid

Indonesien/USA 2011 - mit Iko Uwais, Joe Taslim, Donny Almsyah, Yayan Ruhian, Pierre Gruno, Tegar Satrya ...

Filminfo

Originaltitel:The Raid: Redemption / Serbuan maut
Genre:Action
Regie:Gareth Evans
Kinostart:12.07.2012
Produktionsland:Indonesien/USA 2011
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 18 Jahren
Webseite:www.theraid.de
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Das ihm kein Routineeinsatz bevorsteht, merkt Rama (Iko Uwais), neuestes Mitglied eines Sondereinsatzkommandos), bereits, als er vor dem fünfzehnstöckigen Apartmentblock steht. Von hier aus regiert der brutale Drogenboss Tama (Ray Sahepaty), der bei diesem verdeckten Einsatz dingfest gemacht werden soll. Doch so gut die zwanzig Elitecops auch ausgebildet sein mögen, gegen Tamas Schergen haben sie nur dann eine Chance, wenn ihr Überraschungsangriff funktioniert. Und auf den ersten Etagen scheint der Plan auch aufzugehen. Viele der hier hausenden Kriminellen können ausgeschaltet werden, bevor sie Alarm schlagen können. Doch nach einer kurzen Erfolgsphase bricht in dem Hochhaus die Hölle los. Mit äußerster Gewalt und unerwarteter Stärke nehmen Tamas Killer den Kampf auf und dezimieren so die Einsatztruppe in kürzester Zeit, so dass bald nur noch wenige Cops übrig sind. Rama ist klar: ein Sieg ist ausgeschlossen, jetzt gilt es nur noch, einen Rückzug zu überleben. Und so muss er die Führung über die kleine Truppe übernehmen, um die Mission doch noch zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Doch Tama hat seine schwersten Geschütze noch gar nicht aufgefahren…

Als der walisische Regisseur Gareth Evans 2007 nach Indonesien reiste, um eine Dokumentation über die Kampfkunst des Pencak Silat zu drehen, fiel ihm bei seinem Dreh der Kampfschüler Iko Uwais auf, mit dem Evans unbedingt einen echten Martial Arts Film drehen wollte. 2009 drehten die Beiden dann gemeinsam den Film "Mertantau", der auf einigen Filmfestivals recht erfolgreich lief und den Grundstein für eine erneute Zusammenarbeit der beiden Männer legte. Diese liegt nun in Form von "The Raid" vor, einem Martial Arts Action-Kracher, der nicht nur die hohe Kunst des Pencak Silat zelebriert, sondern verschiedenste Kampfkunstarten aufeinander prallen lässt und neben Fäusten und Beinen auch ganz harte Geschütze sprechen lässt.

Inspiriert von Filmen wie John Carpenters "Assault – Anschlag bei Nacht" oder dem ersten Teil von "Stirb Langsam" wollte Evans Spannung im isolierten Raum entstehen lassen. Gedreht wurden die aufwendig choreographierten Kampfsequenzen in einem alten Gebäude aus den fünfziger Jahren, wobei ausgewählte Szenen, in denen ganze Stockwerke in Schutt und Asche gelegt werden, in nachgebauten Sets inszeniert wurden. Und was an den Drehorten dann eingefangen worden ist, ist im wahrsten Sinne Non-Stop Action, die dem Zuschauer kaum Zeit lässt, um Atem zu holen und die dabei noch mit einigen der besten, aber auch der härtesten Kampfszenen der letzten Jahre aufwarten kann.

Die Handlung ist dabei absolute Nebensache. Themen wie Korruption, Bruderzwist, Ehre, Verrat werden angeschnitten, doch viel Zeit, um diese Aspekte weiter auszubauen, bleibt nicht. Denn es gibt kaum eine Minute, in der nicht geschossen oder auf andere Art gekämpft wird. Dabei geht das Ganze auch in einem extrem rasanten Tempo von statten, so dass man als Zuschauer schon nach einigen Minuten völlig geschafft ist. Einige Sequenzen, wie der große Kampf zwischen Rama und Tamas bestem Mann "Mad Dog", ziehen sich allerdings etwas zu lange hin, wodurch sich beim Betrachter eine Art Abstumpfung einstellt, die dem Ganzen dann doch etwas seiner Effektivität nimmt.

Wer mit den Actionfilmen der 70er und besonders der 80er aufgewachsen ist und diese auch schätzen gelernt hat, der wird in "The Raid" eine Rückkehr zur dreckigen, schonungslosen und politisch völlig unkorrekten Action erkennen, die gerade in den 80ern vielen Sittenwächtern ein Dorn im Auge war, die aber den zum größten Teil viel zu glatten und überproduzierten Genrefilmen der letzten Jahre komplett fehlt. Und auch wenn Gareth Evans hier Gefahr läuft, eine Art Overkill zu präsentieren, an dem man sich schnell satt sieht, so ist sein schonungsloser, extrem brutaler und hervorragend choreografierter und inszenierter Kracher ein längst überfälliger frischer Wind im Action-Genre, den sich Fans der etwas härteren Gangart nicht entgehen lassen sollten. Aber: bitte nicht nachmachen, sonst gibt’s ganz böses Aua! Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "The Raid (Indonesien/USA 2011)"
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