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The Walking Dead – Die komplette erste Staffel UNCUT – DVD

The Walking Dead – Die komplette erste Staffel UNCUT – DVD

USA 2010 - mit Andrew Lincoln, Jon Bernthal, Sarah Wayne Callies, Laurie Holden, Jeffrey DeMunn, Steven Yeun ...

Filminfo

Originaltitel:The Walking Dead - Season 1
Genre:TV-Serie, Horror
Regie:Frank Darabont u.a.
Verkaufsstart:31.05.2013
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 282 Min
FSK:ab 18 Jahren
Anzahl der Disc:2
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.78:1)
Extras:Making of, Inside the Episodes, Diskussionsrunde der Produzenten, Behind the Scenes, Featurettes
Regionalcode:2
Label:Entertainment One
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Amazon Link : The Walking Dead – Die komplette erste Staffel UNCUT – DVD

Film: Nachdem er bereits drei Geschichten von Horror-Meister Stephen King verfilmt hat, wobei seine letzte Adaption "Der Nebel" am ehesten dem Horrorgenre zugerechnet werden kann, scheint Frank Darabont geradezu dafür prädestiniert sein, eine hochwertige Zombie-Serie für das Fernsehen zu inszenieren. Darabont, der u.a. schon Episoden für die preisgekrönte TV-Serie "The Shield" inszeniert hatte und daher mit den Regeln des Genres durchaus vertraut ist, hat mit der Adaption der Graphic Novel Reihe "The Walking Dead" von Robert Kirkman ein großartiges Stück Genreunterhaltung geschaffen. Und auch wenn er zu Beginn der zweiten Staffel die Leitung der Serie abgeben musste, so ist mit seiner Arbeit an der ersten Staffel doch der Grundstein für langfristige TV-Unterhaltung auf ganz hohem Niveau gelegt.

Als der Polizist Rick Grimes (Andrew Lincoln) im Krankenhaus erwacht, nachdem er bei einem Einsatz angeschossen worden ist, findet er die Welt in totalem Chaos vor. Überall liegen Leichen, Zerstörung dominiert das Stadtbild und die einzigen sich noch bewegenden Wesen sind allesamt blutrünstige Zombies. Erfolgreich gelingt es Rick, sich bis zu seinem Zuhause durchzuschlagen, doch seine Frau Lori (Sarah Wayne Callis) und sein Sohn Carl (Chandler Riggs) sind verschwunden. Da Rick aber überzeugt ist, dass sie noch leben, macht er sich auf die Suche. Als er den Überlebenden Morgan Jones (Lennie James) und seinen Sohn Duane trifft, erfährt er, dass es in Atlanta einen Militärstützpunkt geben soll, in dem angeblich die Überlebenden der Zombieseuche in Sicherheit gebracht worden sind. Obwohl es nur ein Gerücht ist, genügt es Rick, um sich auf den Weg nach Atlanta zu machen. Dort angekommen findet er allerdings nur eine Horde hungriger Zombies vor, die ihn umzingeln und beinahe töten. Doch dann wird er in letzter Sekunde von einigen Überlebenden gerettet, die zu einer größeren Gruppe gehören, die vor der Stadt ihr Lager aufgeschlagen haben. Nun scheint sich doch noch Alles zum Guten zu wenden – bis Rick feststellen muss, dass in den Zeiten von Zerstörung und Chaos nicht nur die Toten zu Monstern mutiert sind...

"The Walking Dead" mag zwar eine TV-Serie sein. Wer aber glaubt, dass daher Kompromisse in Sachen Gewalt und Horror eingegangen wurden, der irrt gewaltig. Denn mit blutigen Effekten gehen die Macher nicht gerade zimperlich um. Die großartigen Make-Up Effekte in Kombination mit sehr gelungenen Computereffekten erzeugen so manches Mal eine echte Gänsehaut. Doch was die Serie so gelungen macht, ist, dass sie nicht alleine von deftigen Splatter-Momenten, sondern von ihren Charakteren und deren Geschichte getragen wird. Die ersten Folgen nehmen sich Zeit, die Hauptfiguren vorzustellen und ihre Charaktere zu entwickeln, wodurch der Zuschauer eine für das Gelingen der Serie wichtige Bindung zu ihnen aufbauen kann. Dabei hält sich gerade die Pilotfolge eng an die Graphic Novel. Erst im weiteren Verlauf der ersten Staffel löst sich die TV-Adaption von ihrer Vorlage, was auch auf Anraten von Robert Kirkman geschehen ist. Denn auch wenn sich viele Fans freilich eine möglichst werksgetreue Adaption gewünscht haben, so soll ihnen doch bei in der TV-Serie möglichst viel Neues geboten werden. Und das ist den Machern dann auch sehr gut gelungen.

Die Inszenierung liegt dabei auf ganz hohem Niveau. Gerade die erste Folge, bei der Frank Darabont selbst Regie geführt hat, kann locker mit den meisten Kinoproduktionen mithalten. Sowohl die Effekte, als auch die Dramaturgie sind erstklassig. So gibt es etwa eine Szene, in der Rick eine ausgehungerte Zombiefrau von ihrem grauenhaften Schicksal erlöst, die von enormer Intensität ist. Oder das Bild des auf einem Pferd in das scheinbar verlassene Atlanta reitenden Rick, das derart großartig wirkt, dass es zu einem der Hauptmotive der ersten Staffel geworden ist. In derartigen Momenten vergisst man leicht, dass es sich bei "The Walking Dead" nicht um einen großen Kinofilm handelt.

Auch die Besetzung ist sehr gut ausgewählt. Der Engländer Andrew Lincoln, der bislang eher für komödiantische Stoffe ("Tatsächlich...Liebe" oder die britische Comedy-Serie "Teachers") bekannt war, mag auf den ersten Blick eine eher ungewöhnliche Wahl für einen amerikanischen Kleinstadtpolizisten sein. Doch Lincoln macht seine Sache als Held wider Willen sehr gut. An seiner Seite überzeugen u.a. auch Darabonts Stammschauspieler Jeffrey DeMunn und ein wunderbar fieser Michael Rooker. Auch wenn nicht alle Darsteller gleichermaßen gut agieren (gerade die aus "Prison Break" bekannte Sarah Wayne Callis beschränkt ihre Mimik auf einen einzigen verschreckten Gesichtsausdruck), so ist das Ensemble doch insgesamt sehr treffend ausgewählt und sorgt dafür, dass die Serie auch in ihren ruhigeren Momenten gefällt.

"The Walking Dead" ist packende Endzeit-Version, astreiner Zombie-Horror und spannendes TV-Drama in Einem. Mit nur sechs Folgen in der ersten Staffel hat sich die Serie als qualitativ ihrer großartigen Graphic Novel Vorlage adäquat erwiesen. Zwar gibt es einige kleine Hänger, unter denen auch die folgenden Staffeln zu leiden haben, und die üblichen Klischees, doch unterm Strich ist diese aufwendige Produktion der beste Beweis dafür, dass so manche TV-Serie teureren Kinoproduktionen qualitativ und dramaturgisch hoch überlegen sind. Für Fans des Horror-Genres und Liebhaber spannender TV-Unterhaltung, die auch mal etwas blutiger sein darf, ist "The Walking Dead" ein absolutes Muss. Absolut empfehlenswert!!!

Die UNCUT Fassung: Bereits vor anderthalb Jahren wurde die erste Staffel der gefeierten Zombie-Serie "The Walking Dead" in Deutschland veröffentlicht. Dabei wurden, wie auch im Rest Europas, drei der sechs Episoden nur in einer gekürzten Fassung präsentiert. Nun konnten in Kooperation von Entertainment One und WVG Medien endlich die Rechte für die ungekürzten Fassungen erworben werden, so dass jetzt eine Uncut-Neuauflage der ersten Staffel-Box veröffentlicht werden kann. Die Unterschiede machen pro Folge nur wenige Sekunden aus, weshalb sich der Mehrwert dieser Box auf ein paar kurze Augenblicke beschränkt. Dennoch ist klar: diese Fassung ist für Fans die einzig wahre Version! An der inhaltlichen Qualität ändert sich dadurch allerdings Nichts!

Bild + Ton: Das Bild ist sauber und verfügt über eine hohe Gesamtschärfe, die auch kleinere Details gut zur Geltung kommen lässt. Das fällt besonders beim großartigen Make Up der Zombies positiv ins Gewicht, da hier selbst kleinere Feinheiten gut erkennbar sind. Die Farben sind eher reduziert, was der Serie einen dreckigen und atmosphärisch düsteren Look verleiht. Dadurch kommt beim Zuschauer echtes Endzeit-Feeling auf.

Beim Ton fällt auf, dass die deutsche Spur sehr viel kräftiger abgemischt worden ist, als der englische Ton, der etwas dumpf und leiser klingt. Auch die Umgebungsgeräusche kommen bei der deutschen Fassung sehr viel besser zur Geltung, wobei das Ganze allerdings auch etwas frontlastiger abgemischt ist, als beim Originalton. Insgesamt gibt es für die technische Umsetzung aber ein verdientes: Sehr gut!

Extras: In den USA erschien neben der regulären Version der ersten Staffel auch eine 3-Disc Special Edition mit jeder Menge neuem Bonusmaterial, wie Audiokommentaren, einer Schwarz-Weiß-Version des Pilotfilms und weiteren Featurettes. Es hätte sich eigentlich angeboten, für eine Uncut-Veröffentlichung in Deutschland auch dieses neue Bonusmaterial anzubieten, um auch solche Käufer anzulocken, die bereits im Besitz der gekürzten Version der 1. Staffel sind. Denn für Viele dürften ein paar Sekunden mehr Gore einfach nicht ausreichen, um einen Neukauf zu rechtfertigen. Leider aber bleibt den deutschen Fans dieses Bonusmaterial vorenthalten. So bietet auch die Uncut-Fassung lediglich das bereits bekannte, zugegebenermaßen sehr gute Zusatzangebot der ursprünglichen Veröffentlichung:

Neben der Tatsache, dass die Pilotfolge in der amerikanischen Langfassung, die etwa 20 Minuten mehr Material zu bieten hat, als die europäische TV-Fassung, vorliegt, was durchaus als Extra gewertet werden kann, hat die zweite Disc noch weitere sehenswerte Boni zu bieten. Los geht es mit einem guten, knapp 30minütigen Making of, das einen kurzweiligen und informativen Blick auf die Produktion der ersten Staffel bietet. Dabei wechseln sich Interviews mit den Machern und Darstellern immer wieder mit Aufnahmen vom Set ab. Knapp eine halbe Stunde fällt auch der Blick auf die einzelnen sechs Episoden aus, wobei es sich hierbei in erster Linie um kurze Clips aus den Folgen und begleitende Interviews mit den Machern handelt. Ganz nett, aber längst nicht so informativ, wie das Making of.

Es geht weiter mit einem kurzen Ausblick auf die Serie mit ihrem Comic-Schöpfer Robert Kirkman, amüsanten Zombie Make-up-Tipps zu Halloween und einem knapp 10minütigen Zusammenschnitt der Diskussionsrunde mit den Produzenten bei der beliebten ComicCon in San Diego.

Doch damit nicht genug: unter dem Menüpunkt "Extras" befinden sich noch sechs weitere Kurzdokumentationen, die für die Website des US-Senders amc, auf dem die Serie in Amerika läuft, entstanden sind. Zwischen 3 und 5 Minuten lang können Zuschauer hier in die "Zombie School" gehen, beobachten, wie das aufwendige Make up für das "Bicycle Girl" aus der Pilotfolge entstanden ist, können mit Robert Kirkman, Steven Yeun oder Andrew Lincoln Zeit am Set verbringen oder sich von Jeffrey DeMunn durch Dales Campingmobil führen lassen. Allesamt zwar etwas kurze, dafür aber umso unterhaltsamere Extras. Sehr gut!

Fazit: Die erste, viel zu kurze Staffel von "The Walking Dead" ist nicht nur eine großartige TV-Serie, sondern auch Horror-Unterhaltung auf ganz hohem Niveau. Das Doppel-DVD Set mit den sechs komplett ungeschnittenen Folgen ist aufgrund der guten technischen Umsetzung und der sehenswerten Extras für alle Zombie-Fans absolut empfehlenswert! Wer bei der leicht geschnittenen Fassung noch nicht zugegriffen hat, der sollte das spätestens jetzt unbedingt nachholen!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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