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November 2018
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Tom Sawyer

Tom Sawyer

Deutschland 2011 - mit Louis Hofmann, Leon Seidel, Benno Fürmann, Heike Makatsch, Joachim Kròl, Peter Lohmeyer u.a

Filminfo

Genre:Abenteuer, Komödie, Kinderfilm
Regie:Hermine Huntgeburth
Kinostart:17.11.2011
Produktionsland:Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 108 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.tomsawyer-film.de
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Mark Twains Bücher über die Abenteuer der Jungs Tom Sawyer und Huckleberry Finn gehören zu den ganz großen Klassikern der Jugendliteratur und wurden seit 1917 bereits mehrfach verfilmt. In Deutschland genießt insbesondere die deutsch-kanadische TV-Serie von 1979 enorm hohe Beliebtheit. Nun haben sich Regisseurin Hermine Huntgeburth ("Neue Vahr Süd", "Die weisse Massai") und Produzent Boris Schönfelder ("Antikörper") erneut dem klassischen Stoff angenommen, um die Abenteuer von Tom und Huck auf zeitlose Art einer ganz neuen Generation näher zu bringen. Der erste Teil, "Tom Sawyer", zeigt bereits, dass dieses Vorhaben absolut geglückt ist.

Tom Sawyer (Louis Hofmann) hat nur Flausen im Kopf. Und die setzt er meist mit seinem besten Freund Huckelberry Finn (Leon Seidel) in die Tat um. Damit handelt er sich nicht selten Ärger ein, ganz besonders mit seiner Tante Polly (Heike Makatsch), bei der Tom gemeinsam mit seinem Halbbruder Sid (Andreas Warmbrunn) lebt. Doch so sehr sich Tante Polly auch bemüht, Tom zu einem anständigen Jungen zu erziehen, träumt er mit Huck lieber davon, Karriere als Pirat zu machen. Doch als die Jungs bei einem nächtlichen Ausflug den Gauner Indianer Joe dabei beobachten, wie er einen Mord begeht, den er dem arglosen Muff Potter (Joachim Król) in die Schuhe schiebt, stolpern sie in ein echtes Abenteuer, das gefährlichere Ausmaße annimmt, als es den Jungs lieb sein kann...

Der positivste Aspekt von "Tom Sawyer" ist wohl, dass sich der Film, von dem Titellied einmal abgesehen, nicht verkrampft bemüht, modern und cool daher zu kommen und sich so den jungen Zuschauern anzubiedern. Vielmehr versucht Hermine Huntgeburth, den Film zeitlos erscheinen zu lassen, was auch für den Humor und die eher abenteuerlichen Elemente der Geschichte gilt. Zwar sind einige Elemente der Inszenierung doch von dem aktuellen Zeitgeist eingefärbt. So ist Heike Makatsch als Tante Polly sehr viel netter und weniger respekteinflößend, als das etwa noch bei Brigitte Horney in der 79er Serie der Fall gewesen ist. Doch insgesamt wirkt die Geschichte eben nicht verkrampft modernisiert und kann so ihre ganze erzählerische Kraft entfalten.

Kinder werden an den Späßen von Tom und Huck viel Spaß haben können. Doch auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Das ist in erster Linie der Verdienst von Benno Führman, der einen hervorragend furchteinflößenden Indianer Joe abgibt. Es ist schön, dass dieser Bösewicht nicht zur Witzfigur verkommen ist, nur damit Kinder darüber lachen, wenn er auf den Hintern fällt. Nein, dieser Indianer Joe ist böse, eiskalt und eine echte Bedrohung. Dass Tom von diesem Mann Alpträume bekommt (eine Szene, die selbst erwachsenen Zuschauern eine Gänsehaut verpassen dürfte), ist daher mehr als verständlich.

Ein Aspekt, der ebenfalls gut funktioniert, ist die stimmige Mischung aus aufwendigen Sets und durch Computereffekte veränderte Landschaften. So wurde aus einem Drehort entlang der Havel recht überzeugend die Stadt am Mississippi, in der "Tom Sawyer" spielt. Kulissen in Rumänien und Innendrehs in Köln ergänzen das Ganze zu einem stimmigen Bild, das den Zuschauer problemlos in die Welt von Tom und Huck entführt.

Und zuletzt dürfen natürlich auch die beiden Kinderdarsteller nicht unerwähnt bleiben. Louis Hofmann und Leon Seidel geben überzeugende Leistungen ab und waren mit offensichtlichem Spaß bei der Sache. Zwar wirkt Leon Seidel für einen Jungen, der auf der Straße lebt, ein wenig zu sauber und gut genährt, aber diese künstlerische Freiheit sei den Machern verziehen.

Als Jemand, der mit der 1979er Serie aufgewachsen ist, muss ich sagen, dass dieser neuen Version des Mark Twain Klassikers ein wenig der Charme vergangener Inszenierungen zu fehlen scheint. Doch durch Kinderaugen sieht das Ganze freilich anders aus. Denn jungen Zuschauern bietet diese Neuauflage Spaß, Spannung und einfach richtig gute Unterhaltung. Ein toller Abenteuerfilm für Junge und Junggebliebene, der jetzt schon Lust auf "Huck Finn" macht, der 2012 in die Kinos kommen soll. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Tom Sawyer (Deutschland 2011)"
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