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Januar 2019
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Top Five

Top Five

USA 2014 - mit Chris Rock, Rosario Dawson, Gabrielle Union, Cedric the Entertainer, Kevin Hart, Jerry Seinfeld u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Top Five
Genre:Komödie
Regie:Chris Rock
Kinostart:16.04.2015
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 102 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.paramountpictures.de/
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Andre Allen (Chris Rock) gehört zu den erfolgreichsten Komikern der USA. Durch seine Rolle als "Hammy the Bear" hat er Millionen verdient und er gilt auch Garant für Blockbuster-Komödien. Doch Andre, der seine Karriere als angesehener Stand-Up-Comedian begonnen hat, hat keine Lust mehr darauf, sich unter Wert zu verkaufen. Statt erneut ins Bärenkostüm zu schlüpfen, wagt er sich mit seinem neuen Film an ein ernsthaftes Thema. Doch das Werk über einen haitianischen Sklavenaufstand findet bei Presse und Publikum keinen Anklang. Stattdessen steht seine anstehende Hochzeit mit dem Reality-Star Erica Long (Gabrielle Union) im Fokus des medialen Interesses. Wie unglücklich Andre trotz seines Reichtums über diese Situation ist, wird ihm eigentlich erst bewusst, als ihn die charismatische New-York-Times-Journalistin Chelsea Brown (Rosario Dawson) einen Tag lang begleitet, um mit ihm ein ausführliches Interview über seine Karriere zu führen. Es wird ein Interview, das sein Leben grundlegend ändern könnte…

Mit "Top Five" hat Chris Rock ein echtes Leidenschaftsprojekt inszeniert. Tatsächlich scheint die Komödie ein sehr persönlicher Film zu sein. Schließlich hat sich auch Chris Rock, einst gefeiert für seine erfolgreichen Stand-Up Programme und seine respektlose "Chris Rock Show", in den letzten Jahren in Komödien wie "Kindsköpfe" oder "Was passiert, wenn`s passiert ist" deutlich unter Wert verkauft. Die Geschichte vom Star, der als Komiker und Schauspieler endlich wieder ernstgenommen werden will, scheint daher nicht allzu weit von der Wirklichkeit entfernt zu sein. Und so wundert es dann auch nicht, dass einige Momente in dem Film etwas verbittert wirken. Doch gerade in diesen Szenen trifft Rock oft den Nagel auf den Kopf. So amüsant viele Momente auch sein mögen, so ist der gesamte Film doch gerade in Hinsicht auf das Showbusiness durchzogen von einer gewissen Traurigkeit, die sich insbesondere in der Figur von Andres zukünftiger Braut, einem Reality-Sternchen vom Schlage einer Kim Kardashian, widerspiegelt. Äußerungen wie "Wenn es nicht gefilmt wird, ist es nicht real" oder die Erkenntnis, dass sie nichts anderes im Leben hat, außer von den Kameras begleitet zu werden, ist ein bitteres, aber sehr treffendes Zeugnis einer von oberflächlicher Ruhmsucht geprägten Gesellschaft.

Der Konflikt zwischen Erfolg und künstlerischer Integrität, der ebenfalls im Fokus der Geschichte steht, wurde bereits in "Birdman" sehr effektiv umgesetzt. Chris Rock geht allerdings ganz anders an die Thematik heran, als der vierfache Oscar-Gewinner. Neben den bereits erwähnten Momenten, in denen der Film eine entwaffnende Tiefe offenbart, setzt Rock auch vermehrt auf von derbem Wortwitz geprägte Dialoge und einige Geschmacklosigkeiten, die allerdings nur in zwei Fällen wirklich übers Ziel hinausschießen. Ganz besonders eine verstörende Sexszene, in der Cedric the Entertainer eine tragende Rolle spielt, hätte der Film nicht wirklich gebraucht. Zwar soll diese Szene Andres Tiefpunkt verdeutlichen, doch das hätte auch ein wenig subtiler umgesetzt werden können.

Ebenfalls etwas anstrengend wirken die Szenen, in denen Andre Familienmitglieder und Freunde aus der Zeit vor seinem Erfolg besucht. Diese improvisiert wirkenden Szenen bieten wenig Inhalt und dienen eigentlich nur der Atmosphäre, werden dafür aber viel zu sehr in die Länge gezogen. Zusätzlich werden diese Momente wahrscheinlich in der Synchronisation eben die Atmosphäre verlieren, die sie eigentlich aufbauen sollen. Die ganz große Stärke der Komödie sind dagegen die langen Dialogszenen zwischen Andre und Chelsea, der Moment, in dem Andre sich nach langer Zeit mal wieder als Stand-Up-Comedian versucht, sowie die wunderbar selbstironischen Gastauftritte von Rocks Kollegen wie Adam Sandler, Jerry Seinfeld oder Whoopi Goldberg.

"Top Five" hinterlässt insgesamt einen etwas zwiespältigen Eindruck. Einerseits sind die Dialoge extrem clever und entlarvend, andererseits ist der Humor mitunter zu zotig, um den gelungenen Aspekten des Films entsprechen zu können. Die stimmungsvollen Aufnahmen von New York, die gute Chemie zwischen Chris Rock und Rosario Dawson, sowie einige richtig gute Gags trösten aber immerhin über einige der ganz derben Momente hinweg. Kein ganz großer Wurf, aber als bitterböser Blick hinter den schönen Schein des Showbusiness lohnt sich der Film allemal. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Top Five (USA 2014)"
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