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Träum was Schönes

Träum was Schönes

Italien 2016 - mit Valerio Mastandrea, Bèrènice Bejo, Guido Caprino, Nicolò Cabras u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Fai bei Sogni
Genre:Drama
Regie:Marco Bellocchio
Kinostart:17.08.2017
Produktionsland:Italien 2016
Laufzeit:ca. 130 Min
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:movienetfilm.de/index.php
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1999: Massimo (Valerio Mastandrea) war gerade einmal ein neunjähriger Junge (Nicolò Cabras), als er seine Mutter (Barbara Ronchi) verloren hat. Sein Vater (Guido Caprino) konnte die Lücke, die durch den Tod der Mutter entstanden ist, nie schließen. Was in jener schicksalshaften Nacht vor dreißig Jahren tatsächlich geschehen ist, weiß Massimo nicht. Aber es scheint ein Trauma in ihm ausgelöst zu haben, das ihn bis heute unfähig für jede Art von Beziehung gemacht hat. Doch dann lernt der Journalist die bezaubernde Elisa (Bèrènice Bejo) kennen, die Gefühle in im wachruft, die er so noch nie empfunden hat. Doch schnell wird ihm bewusst, dass er einen schmerzhaften Weg gehen muss, um die Rätsel seiner Kindheit aufzuarbeiten, wenn seine Liebe zu Elisa eine Chance haben soll…

"Träum was Schönes" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Massimo Gramellini. Es ist eine Geschichte über Verdrängung und Vergangenheitsbewältigung, Diese Motive hat der italienische Meisterregisseur Marco Bellocchio mit sensibler Zurückhaltung und emotionaler Komplexität umgesetzt. Das wirkt in einigen Szenen extrem ergreifend, in anderen Momenten dagegen etwas distanziert und sperrig. Wenn Massimos journalistische Karriere nachgezeichnet wird, dann hat das durchaus einen gewissen Reiz. Doch es kommt auch der Eindruck auf, dass hier ein paar Minuten weniger dem Film nicht unbedingt geschadet hätten, zumal nicht immer wirklich ersichtlich ist, was bestimmte Szenen zur eigentlichen Geschichte beitragen.

Doch gerade die Szenen mit dem kleinen Massimo, großartig gespielt von Nicolò Cabras, sind von einer derartigen emotionalen Stärke, dass sie so manche Länge schnell vergessen machen. Trotzdem bleibt am Ende kein wirklich rundes Gesamtbild. Vielmehr wirkt das Ganze wie ein episodenhaftes Puzzle, das mal bewegt und gut unterhält, in anderen Momenten etwas zäh und sogar belanglos wirkt. Wer europäisches Arthauskino schätzt, der bekommt hier ein wunderbar gefilmtes Drama geboten, das eine sehr intime und persönliche Geschichte erzählt, eingebettet in einige wichtige historische Ereignisse. Diese erlebt Massimo erst am Rande, bevor er als Journalist mitten drin dabei ist. Das ist interessant und mitreißend, aber mit über zwei Stunden eben auch ein wenig zu lang. Und deshalb gibt es unterm Strich das "Sehenswert" auch nur mit einigen kleinen Einschränkungen!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Träum was Schönes (Italien 2016)"
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