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TRON: Legacy

TRON: Legacy

USA 2010 - mit Jeff Bridges, Garrett Hedlund, Olivia Wilde, Michael Sheen, Bruce Boxleitner ...

Filminfo

Originaltitel:TRON: Legacy
Genre:Fantasy, Action, Sci-Fi
Regie:Joseph Kosinski
Kinostart:27.01.2011
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 125 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.disney.de/tron/
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Es hat fast dreißig Jahre gedauert, doch jetzt kommt endlich die Fortsetzung des 80er Jahre Kultfilms "TRON" in die Kinos. Und auch wenn die etwas ähnlich konstruierte Geschichte Anderes vermuten lässt, so handelt es sich bei "TRON: Legacy" nicht um ein Remake, sondern tatsächlich um eine konsequente Fortführung der Ereignisse aus dem ersten Teil. Zwar kann das 3D Spektakel auch ohne entsprechende Vorkenntnisse genossen werden, doch erst in Verbindung mit Teil 1 macht "TRON: Legacy" eigentlich erst richtig Spaß.

Wer den Film von 1982 aber nicht kennt, oder sich nicht mehr genau erinnern kann, für den erst einmal eine kurze Einführung in die Geschichte von "TRON": Ed Dillinger, Leiter des Konzerns ENCOM, eignet sich immer wieder die von seinen Programmierern geschaffene Software, um mit seinem Master Control Programm seine Vormachtstellung zu festigen. Kevin Flynn (Jeff Bridges) will sich nicht damit abfinden, dass er von Dillinger bestohlen worden ist und er beschließt, in ENCOMS Computersystem einzudringen und den Diebstahl zu beweisen. Doch als er versucht, sich in das System zu hacken, wird er selbst in die digitale Welt transferiert und muss dort, gemeinsam mit dem Programm TRON (Bruce Boxleitner) gegen das Master Control Programm kämpfen.

Einige Jahre nach den Ereignissen aus "TRON" ist Kevin Flynn, dem, nachdem er Dillingers Betrügereien aufdecken und das MCP besiegen konnte, die Kontrolle über ENCOM übertragen worden ist, spurlos verschwunden. 20 Jahre später soll eigentlich sein Sohn die Geschäfte leiten, doch Sam (Garrett Hedlund) ist zu einem rebellischen Einzelgänger heran gewachsen, der mit dem Vermächtnis seines Vaters Nichts zu tun haben möchte. Doch als er eines Abends auf Bitte von Alan (erneut Bruce Boxleitner) ein merkwürdiges Signal, das aus der alten Spielhalle seines Vaters kommt, untersucht, wird Sam in eben die digitale Welt hinein gezogen, in der sein Vater nun schon seit zwanzig Jahren gefangen ist. Und hier muss Sam nun als User gegen übermächtige Programme kämpfen, die sein Vater einst geschaffen hat, die nun aber ein gefährliches Eigenleben führen. Doch mit Hilfe der Kriegerin Quorra (Olivia Wilde) gelingt Sam die Flucht aus der tödlichen Arena und die Zusammenführung mit seinem Vater (Jeff Bridges). Doch damit ist das Abenteuer in der digitalen Welt längst noch nicht ausgestanden…

Auf eine gute Story und hochwertige Dialoge sollte bei "TRON: Legacy" kein allzu großer Wert gelegt werden. Die Fortsetzung der seinerzeit bahnbrechenden Zukunftsvision ist ein rein visuelles Vergnügen. Besonders gelungen ist dabei die Idee, dass die Szenen, die in der "realen" Welt spielen, in 2D präsentiert werden und der Film erst dann zu den 3D Effekten wechselt, sobald Sam in die digitale Welt eindringt. Hier haben Regisseur Joseph Kosinski und sein Team eine wahrlich faszinierende Welt geschaffen, die auf der einen Seite dem Original huldigt – es gibt einige sehr nette direkte Anspielungen, über die sich Fans sehr freuen werden - , dabei aber auch den enormen Fortschritt der Technik ausnutzt.

Das Design der digitalen Welt ist dabei ebenso fantastisch, wie die visuellen Effekte, durch die besonders die vielen Actionsequenzen zu einem wahren Fest für die Sinne werden. Das Ganze wirkt freilich etwas steril und seelenlos, aber es sollte nicht vergessen werden, dass der Film nicht, wie etwa "Avatar", auf einem anderen Planeten, sondern in einer künstlich erschaffenen, aus Bits und Bites bestehenden Welt spielt. Und diese Welt präsentiert sich wirklich von einer ganz besonders faszinierenden Seite.

Einer der interessantesten Aspekte des Films ist aber, dass eine seiner Kernaussagen sich auch in der technischen Umsetzung widerspiegelt. Jeff Bridges, Hauptdarsteller aus Teil 1, spielt seine Rolle hier gleich zwei Mal: als "echter", gealterter Kevin Flynn und einmal als digital verjüngte Version seiner Selbst, als von ihm geschaffenes Programm Clu. So perfekt auch diese Animation auch ist, so faszinierend die Detailarbeit in dem animiert verjüngten Gesicht, so fehlt dem digitalen Jeff Bridges doch etwas ganz Wichtiges: Seele. So perfekt die Arbeit der Computer auch sein mag, den Geist der menschlichen Seele vermag sie einfach nicht einzufangen.

"TRON: Legacy" ist trotz eher dünner Story wirklich sehenswert. Ein wichtiger Aspekt dafür ist auch der fantastische Soundtrack des französischen Elektro-Duos DAFT PUNK. Die Mischung aus bombastischen orchestralen Klängen und elektronischen Sounds transportiert den Zuschauer in eine ganz andere Welt. Dabei klingen einige Stücke des Soundtracks fast wie eine Hommage an die Werke von John Carpenter aus den 70er und 80ern, gerade an seine Musik zu "The Fog" und "Das Ende". Dazu gesellen sich typische Computersounds, die einen genialen kühlen Kontrast zu den mitunter fast schon zärtlichen, sehr warmen Orchesterklängen bilden. Dieser Soundtrack gehört in jede gute Sammlung und kann HIER bestellt werden.

Audiovisuell beeindruckend aber inhaltlich etwas dünn, das bleibt als Fazit. Allerdings eröffnet der Film auch die Möglichkeit, in weiteren Filmen oder der angekündigten TV-Serie tiefer in das Universum von TRON einzudringen und dort vielleicht noch einige spannendere Abenteuer zu erleben. Solange Fans darauf nicht wieder 30 Jahre lang warten müssen, ist an der Idee weiterer Fortsetzungen eigentlich Nichts auszusetzen. Daher gilt: für Fans von optisch brillanten Popcorn-Kino absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "TRON: Legacy (USA 2010)"
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