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März 2019
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Verliebte Feinde

Verliebte Feinde

Schweiz 2012 - mit Mona Petri, Fabian Krüger, Thomas Mathys, Annelore Saarbach u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm, Drama
Regie:Werner Schweizer
Kinostart:02.05.2013
Produktionsland:Schweiz 2012
Laufzeit:ca. 116 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.verliebtefeinde.de
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Themen wie die gesetzlich geregelte Frauenquote oder Sexismus dominieren derzeit die Medien in Deutschland. Obwohl eine Frau an der Spitze des Staates steht und die Gleichberechtigung von Mann und Frau sicherlich große Fortschritte gemacht hat, scheint die Emanzipationsdebatte derzeit aktueller denn je zu sein. Es ist allerdings keine neue Debatte. Bereits in den 1950er Jahren hat besonders eine Frau in einer von Männern dominierten Gesellschaft unangenehme aber extrem wichtige und richtungsweisende Fragen gestellt, womit sie sich allerdings nicht nur Freunde gemacht hat.

Die Rede ist von der Schweizerin Iris von Roten, die mit ihrem Buch "Frauen im Laufgitter" 1957 ein provokantes wie revolutionäres Werk über die Rolle der Frau in der Gesellschaft veröffentlich hat. Ihr zur Seite stand stets ihr Ehemann Peter von Roten, mit dem Iris eine aus heutiger Sicht sehr offene und moderne Ehe geführt hat. Ihre ganz besondere Beziehung haben die Beiden in einem regen Briefwechsel dokumentiert, der 2007 unter dem Titel "Verliebte Feinde" in Buchform veröffentlicht worden ist. Auf Grundlage dieses Buches hat Regisseur Werner Schweizer seinen gleichnamigen Film inszeniert, für den er sich eines ganz besonderen Stilmittels bedient hat.

Statt einen reinen Spielfilm oder eine eher nüchterne Dokumentation über Iris und Peter von Roten zu drehen, hat sich Schweizer für eine Mischung aus Beiden entschieden. So wechseln sich Spielszenen, in denen das Paar von Mona Petri und Fabian Krüger dargestellt wird, mit Kommentaren von Zeitzeugen, Fotos und Archivmaterial ab. Dadurch entsteht ein sehr eigener, aber auch eigenwilliger Ton, an den man sich als Zuschauer erst einmal gewöhnen muss. Gerade die ersten zehn Minuten wirken noch etwas sperrig, das Spiel der Darsteller arg unterkühlt und artifiziell und die Mischung aus Interviews und Spielszenen ein wenig bemüht.

Doch dieser Eindruck ändert sich zunehmend. Die Schauspieler werden mehr und mehr zu Iris und Peter, ihre Liebesgeschichte wird immer interessanter und der Kampf der eigenwilligen Frau um Gleichberechtigung immer aufwühlender. Dadurch wird der Zuschauer nicht nur gut unterhalten, sondern auch mit immer noch aktuellen Fragen und diskussionswürdigen Denkanstößen konfrontiert. Die starke Wirkung des halbdokumentarischen Films wird durch einige Längen, die besonders im letzten Drittel bemerkbar sind, ein wenig abgeschwächt. Wer sich aber für ganz besondere Liebesgeschichten und für emanzipatorische Themen interessiert, dem kann dieses sehr spezielle Werk durchaus empfohlen werden. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Verliebte Feinde (Schweiz 2012)"
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