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Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker

Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker

Deutschland 2012 - mit Mehmet Göker ...

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:Klaus Stern
Kinostart:08.03.2012
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 79 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.versicherungsvertreter-derfilm.d
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Es klingt wie die Geschichte aus einem Film: Mit 22 wohnt Mehmet Göker noch in dem unscheinbaren Mehrfamilienhaus mit seinen Eltern, gründet von seinem Kinderzimmer heraus seine erste Firma, wird in kürzester Zeit zum Millionär und steht schon mit 32 wieder vor der Insolvenz, ist mit 21 Millionen Euro verschuldet. Die zehn Jahre, die dazwischen liegen, sind eine faszinierende Erfolgsgeschichte, die Filmemacher Klaus Stern nun in seinem Dokumentarfilm "Versicherungsvertreter" nachzeichnet. Mit Hilfe von Firmenvideos, Aufnahmen eines Privatsenders, Handyvideos und schließlich von Stern selbst gedrehtem Material entwirft der Film nicht nur ein vielschichtiges Porträt eines von seinem Karrieredurst geleiteten Menschen, sondern auch einen mitunter erschreckenden Einblick in die Machenschaften des Versicherungswesens.

Mit seiner Firme MEG, die Göker natürlich nach sich selbst benannt hat, hat der ausgebildete Versicherungskaufmann in kurzer Zeit seinen Traum, mehr als nur "einen Krümel vom Kuchen" abzubekommen, in die Wirklichkeit umgesetzt. Mit dem Verkauf privater Krankenversicherung hat er mit 25 seine erste Million verdient, es werden neue Mitarbeiter eingestellt, lukrative Provisionen gezahlt und andere Annehmlichkeiten an die erfolgreichen Mitarbeiter verteilt. Doch Göker weiß, dass er nicht nur mit Zuckerbrot seine Schäfchen ins Trockene bringen kann, sondern dass er, wenn es nötig ist, auch mal die peitsche auspacken muss. Da wird der Ton auch schon mal lauter und es wird enormer Druck aufgebaut, dem nicht alle Untergebenen standhalten können.

Seit 2006 hat sich Stern mit dem Thema MEG und Mehmet Göker beschäftigt, hat Materialien gesammelt, ehemalige Mitarbeiter interviewt und auch Göker selbst vor die Kamera bekommen. Herausgekommen ist eine Dokumentation, die den Zuschauer mitunter nur kopfschüttelnd zurück lässt. Stern verzichtet auf Off-Kommentare oder erklärende Bildunterschriften. Er will alleine die Bilder sprechen lassen. Und wenn man etwa die Selbstbeweihräucherung bei großen Firmenpartys beobachten kann, bei denen dann auch ein ewiger Treueschwur zwischen dem Chef und seinen erfolgreichsten Mitarbeitern in Form einer Heiratsantrag-ähnlichen Fremdschämaktion eingefordert wird, oder in einer Gruppenzwangsituation MEG Tattoos gestochen werden, sind weitere Kommentare auch völlig unnötig.

Allerdings ist "Versicherungsvertreter" kein reiner Angriff auf die Person Göker. Es gibt sehr kritische Stimmen, gerade von den ehemaligen Mitarbeitern, und in vielen Momenten wirkt der Geschäftsmann extrem unangenehm. Doch man muss ihm zu Gute halten, dass er genau weiß, was er tut und vor allem voll und ganz hinter allem steht, was er macht. Und er stellt sich auch seinen Kritikern. So war er etwa bei einem ersten Screening der Dokumentation anwesend und stellte sich im Anschluss den nicht immer angenehmen Fragen des Publikums. Immer wieder wurde dort wie auch im Film deutlich, wie Göker mit seiner Art die Menschen für sich einnimmt und von seinem Vorgehen und seinen Zielen überzeugen kann. Einen Menschen wie ihn zu kritisieren ist sehr leicht. Doch zum Glück hat es sich Stern eben nicht so leicht gemacht und hat sich tiefer mit der ganze Geschichte und der Person Göker auseinander gesetzt, so dass man ihm eben nicht den Vorwurf der Einseitigkeit machen kann.

Ob man "Versicherungsvertreter" im Kino sehen muss, sei dahin gestellt. Doch wer sich für Dokumentationen interessiert, die unterhalten, gleichzeitig aber auch die Gemüter erhitzen, dem kann der Blick auf Aufstieg und Fall (und das Wiederaufstehen) des Mehmet Göker durchaus ans Herz gelegt werden.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker (Deutschland 2012)"
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